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Städtepartnerschaftsverein hat sich aufgelöst

Jüterbog Städtepartnerschaftsverein hat sich aufgelöst

Der Heimatverein Jüterboger Land übernimmt die Pflege der Beziehungen nach Aßlar und Waldbröl, weil der bisherige Städtepartnerschaftsverein zum Jahresende aufgelöst worden ist. Zu wenige und zu alte Mitglieder hatte der 1994 gegründete Verein zuletzt. Beim Heimatverein widmet sich der frühere Jüterboger Bürgermeister Bernd Rüdiger der neuen Aufgabe.

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Jürgen Tolksdorf auf der „Komm näher“-Bank am Heilig-Geist-Platz, einem Geschenk aus Jüterbogs Partnerstadt Waldbröl.

Quelle: Foto: Degener

Jüterbog. Mit dem Ende des Jahres 2017 hat sich der Jüterboger Städtepartnerschaftsverein nach über 23 Jahren aufgelöst. Jürgen Tolksdorf, der von Beginn an der Vorsitzende des Vereins war, begründet diese Entscheidung vor allem mit den sinkenden Mitgliederzahlen und einem steigenden Altersdurchschnitt der verbliebenen Mitglieder. „Wir sind noch elf Mitglieder, davon sieben Aktive, und haben einen Altersschnitt von 73 Jahren“, sagt Tolksdorf.

Der Verein für die private Kontaktpflege bestand seit 1994

Der 65-Jährige hatte seit 1990 als Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Partnerschaften mit dem nordrhein-westfälischen Waldbröl (1990) und dem hessischen Aßlar (1991), sowie deren Partnerstädten in England, Frankreich und Polen mit aufgebaut. 1994 wurde ein eigener Verein für die private Kontaktpflege neben den offiziellen Verbindungen der Verwaltungen gegründet. Zeitweise hatte der Städtepartnerschaftsverein über 30 Mitglieder.

Seit Tolksdorfs Ruhestand 2015 kümmert sich in der Verwaltung Juliane Bergmann um das jährliche Treffen der drei Städte, das zuletzt am Tag der Deutschen Einheit 2017 in Jüterbog stattfand. Da war Tolksdorf zwar als Gast beim Besucherprogramm anwesend, aber sein Verein spielte bei der Ausgestaltung des Besuchs „keine Rolle“ mehr.

Beim Heimatverein ist die Aufgabe „in guten Händen“

Für die persönlichen Seite der Beziehungen zwischen den Partnerstädten wird künftig der Heimatverein Jüterboger Land verantwortlich sein. „Die Beziehungen zu Waldbröl und Aßlar sind sehr gut und werden auch von anderen Jüterboger Vereinen, wie den Schützen und Karnevalisten, gepflegt. Die Koordination ist beim Heimatverein in guten Händen“, sagt Tolksdorf.

Jüterbogs früherer Bürgermeister Bernd Rüdiger, der zuletzt sowohl im Partnerschaftsverein als auch im Heimatverein Mitglied war, will sich dort um Tolksdorfs Erbe kümmern. Er wurde dazu bereits in den Vorstand des Heimatvereins gewählt. „Ich war immer der Außenminister des Städtepartnerschaftsvereins und ständig auf Reisen in diese Städte“, sagt Rüdiger. „Vor zwei Jahren habe ich erkannt, dass sich die Beziehungen verjüngen müssen und dafür einen neuen Verein gesucht.“

Am 15. Februar lädt der Heimatverein zur Versammlung

„Die Beziehungen zu den Partnerstädten haben ebenfalls mit Heimat, Tradition und Kooperation zu tun. Wir hatten daher einstimmig dafür gestimmt, das zu unserer Aufgabe zu machen. Wir werden versuchen, diese Partnerschaften weiter mit Leben zu erfüllen“, sagt Jörg Podzuweit, der Vorsitzende des Heimatvereins. Gerade habe man das 60. Mitglied begrüßt, wobei auch hier immer noch weitere, vor allem jüngere Mitglieder gesucht werden.

Am 15. Februar um 19 Uhr findet die Mitgliederversammlung des Heimatvereins statt, wo Interessierte gern gesehen sind. Der Ort dafür steht noch nicht fest, er wird noch bekanntgegeben.

Von Peter Degener

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