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Stärken und Schwächen: Ein Leitbild entsteht

Niederer Fläming Stärken und Schwächen: Ein Leitbild entsteht

Bessere Straßen, ein sauberes Ortsbild und mehr Unterstützung für die Vereine: Die Wunschliste der Bürger im Niederen Fläming ist lang. Um sie in Zukunft koordinierter und effektiver angehen zu können, entschloss sich die Gemeinde in diesem Jahr dazu, ein Leitbild zu erstellen. Ein Jüterboger Planungsbüro präsentierte nun die ersten Ergebnisse.

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Leerstand ist ein Thema in der Bestandsanalyse für das Leitbild der Gemeinde Niederer Fläming.

Quelle: Victoria Barnack

Lichterfelde. Seit Juli arbeitet das Jüterboger Planungsbüro „Bruckbauer & Hennen“ am Leitbild für die Gemeinde Niederer Fläming. Eröffnet wurde das ein Jahr dauernde Projekt mit einer Bestandsanalyse aller 23 Ortsteile. Denn ihnen soll das Leitbild zugute kommen – auch wenn sich das noch nicht überall herumgesprochen hat.

Planerin Anja Bruckbauer

Planerin Anja Bruckbauer.

Quelle: Peter Degener

Planerin Anja Bruckbauer ist mit der Beteiligung bisher jedoch zufrieden. 20 Ortsvorsteher haben Stärken, Schwächen, Kritik und Wünsche ihrer Dörfer geäußert und „dabei verschiedenste Bereiche bedacht“, sagt die Planerin. Sie arbeitet die Anregungen nun in die Bestandsaufnahme ein, um eine Stärken-Schwächen-Analyse zu erstellen. Anschließend soll ein Lösungskonzept mit Entwicklungspotenzial und -bedarf der Gemeinde entwickelt werden.

„Dafür haben wir fünf Themenfelder festgelegt“, erläutert Anja Bruckbauer. Im ersten Punkt werden nicht nur Lage, Historie und Brauchtümer, sondern auch die Struktur der Gemeinde und der einzelnen Ortsteile aufgenommen. Außerdem sollen Aspekte der Denkmalpflege und zur Arbeit mit der Gemeindeverwaltung hinzu kommen.

Die Natur und der Zustand der Dorfteiche  werden diskutiert

Die Natur und der Zustand der Dorfteiche werden diskutiert.

Quelle: Victoria Barnack

Zahlenlastig ist vor allem der zweite Bereich „Leben in der Gemeinde“. Dort werden Demografie, Sozialstruktur, Bildung und das Thema „Bauen und Wohnen“ analysiert. „17 Einwohner pro Quadratkilometer ist nicht nur in Brandenburg, sondern auch deutschlandweit sehr wenig“, sagt Anja Bruckbauer. Top sei mit 82 Prozent allerdings die Quote an Ein- und Zweifamilienhäusern in der Gemeinde. Besonderes Augenmerk müsse in Zukunft jedoch dem Leerstand von Gebäuden gelten. „Außerdem betonen die Einwohner immer wieder die Rolle der Vereine als Dreh- und Angelpunkte in den einzelnen Orten“, fügt die Planerin an.

Das Thema Nummer 1 unter den Anwohnern wird im dritten Bereich aufgegriffen. Denn zur „technischen und finanziellen Ausstattung“ wird auch der Zustand von Straßen und Wegen gezählt. „Vor allem die Fläming-Skate wird oft als Stärke von einzelnen Orten hervorgehoben“, berichtet Bruckbauer, „und alle Dörfer, die sie nicht haben, wünschen sich einen Anschluss.“

Windkraft bewegt die Bewohner in Niederer Fläming

Windkraft bewegt die Bewohner in Niederer Fläming.

Quelle: dpa

Im vierten Bereich „Wirtschaft und Arbeit“ wird die Auslastung von Gewerbeflächen künftig zu den größten Herausforderungen gehören. Schon heute sei sie mit 30 Prozent unterdurchschnittlich. Zu guter Letzt soll die ländlich geprägte Gemeinde sich auch mit den Themen „Natur und Umwelt“ befassen. „Vor allem erneuerbare Energien beschäftigen die Anwohner in diesem Bereich“, erklärt Bruckbauer mit Blick auf die Windparks in der Region. „Außerdem sind die Grünpflege durch die Gemeinde und verwahrloste Gebäude in vielen Orten ein wichtiger Punkt“, sagt sie.

In der nächsten Phase der Leitbilderstellung soll die Bürgerbeteiligung an erster Stelle stehen. In der „Ideenschmiede“ am 15. November kann sich jeder Einwohner in einer der fünf Arbeitsgruppen einbringen und konkrete Ziele zu den einzelnen Themenfeldern formulieren. „Das entstehende Leitbild wird die strategische Richtschnur für die Arbeit von Verwaltung und Gemeindevertretung in den kommenden Jahren sein“, erklärt Bürgermeister David Kaluza (parteilos), der auf einen produktiven Gedankenaustausch hofft.

Von Victoria Barnack

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