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Teltow-Fläming Standesamtshilfe bei personellen Engpässen
Lokales Teltow-Fläming Standesamtshilfe bei personellen Engpässen
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06:03 07.11.2017
Standesamtliche Trauungen am vereinbarten Tag soll die angestrebte öffentlich-rechtliche Vereinbarung garantieren. Quelle: foto: epd-bild/Andrea Enderlein
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Rangsdorf

Ohne Standesbeamte können weder Geburten und Todesfälle beurkundet noch Eheschließungen vollzogen werden. Um personelle Engpässe mit schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Bürger zu vermeiden, streben Rangsdorf, Baruth und Am Mellensee eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Erledigung standesamtliche Aufgaben an.

„Die Beschlussvorlage steht Donnerstag auf der Tagesordnung der Sitzung der Gemeindevertreter“, so Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Sowohl die Baruther Stadtverordneten als auch die Gemeindevertreter Am Mellensee stimmten der Vereinbarung bereits zu. Ausgangspunkt war eine prekäre Situation in Baruth. Hier fielen alle Standesbeamtinnen gleichzeitig aus. „Da war der personelle Notstand ausgebrochen“, so Frank Broshog (parteilos), Bürgermeister der Gemeine Am Mellensee. Also halfen Mitarbeiterinnen aus seiner Verwaltung und dem Rangsdorfer Rathaus in Baruth aus. „Sonst hätte beispielsweise eine langfristig angesetzte Trauung nicht vollzogen werden können.“

Geboren, geheiratet und gestorben wird immer

Wenn eine Hochzeit ausfallen müsse, sei das nicht lustig, so Klaus Rocher. Genau so schlimm wäre es, wenn der Tod eines Menschen nicht beurkundet werden könne. „Ohne Sterbeurkunde darf niemand beerdigt werden“, erklärt er. Damit solche schmerzhaft traurigen Fälle nicht eintreffen, half eine Baruther Standesbeamtin Anfang Oktober in Rangsdorf aus. „Wir haben zwar drei Standesbeamtinnen. Aber zwei waren krank und eine im Urlaub.“

„Man kann manchmal nicht so dumm denken, wie es kommt“, spricht die stellvertretende Baruther Bürgermeisterin Ruth Ziemer aus Erfahrung. Weil immer geboren, geheiratet und gestorben wird, bringen die drei Kommunen in Abstimmung mit der Kreisverwaltung die standesamtliche Amtshilfe auf den Weg. „Damit können wir uns notfalls aus der Patsche helfen, ohne großartig die Verwaltungsstrukturen ändern zu müssen“, sagt Frank Broshog. Insofern sei die öffentlich-rechtliche Vereinbarung ein gutes Beispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit funktionieren kann. Von Vorteil ist es, dass Rangsdorf, Baruth und Am Mellensee die selben Verwaltungsprogramme benutzen. Ausgeholfen wird grundsätzlich in den Räumen der bedürftigen Kommune. Ausnahmen sind nur Eheschließungen, diese sind auch in den Außenstellen der drei Standesämter möglich. Diese befinden sich unter anderem im Groß Machnower Gutshaus „Salve“ und dem Seehotel Berlin-Rangsdorf. Weitere alternative Hochzeitsorte sind der Bahnhof Rehagen, das Gewölbe der Gaststätte „Kummersdorfer Krug“, der als Trauzimmer anerkannte historische Güterschuppen der Erlebnisbahn in Mellensee und das Gasthaus Reuner im Museumsdorf Glashütte.

Die Rangsdorfer Gemeindevertreter beraten am 9. November ab 19 Uhr im Rathaus, Seebadallee 30.

Von Frank Pechhold

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