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Standortsuche für neue Feuerwache

Brandschutz in Trebbin Standortsuche für neue Feuerwache

Der Standort der Trebbiner Feuerwehr am Haltinger Platz gilt schon lange als nicht mehr standardgemäß. Nun plant die Stadt einen Neubau. Im Gespräch sind derzeit eine Fläche am Gewerbegebiet B 101 und eine Fläche am Kulturhausweg.

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Einsatz der Trebbiner Feuerwehr bei einem Werkstattbrand vor einem Jahr.

Quelle: Julian Stähle

Trebbin. Die Freiwillige Feuerwehr Trebbin soll einen Gerätehaus-Neubau an einem neuen Standort erhalten. Darauf einigte sich der städtische Bauausschuss am Donnerstagabend und empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

Zeitnah soll laut Bürgermeister Thomas Berger (CDU) auch ein Fördermittelantrag gestellt werden, denn die Stadt erhofft sich eine 60-prozentige Förderung vom Land. Die Gesamtkosten einschließlich Planungsleistungen und Grundstückserwerb werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Nur über einen konkreten Standort sind sich Verwaltung und Stadtverordnete noch nicht einig.

Aktueller Standort an der Kapazitätsgrenze

Der jetzige Feuerwehr-Standort am Haltinger Platz gilt schon lange als nicht mehr standardgemäß. „Seit Jahren reden wir darüber, dass wir an der Kapazitätsgrenze sind“, sagte Stadtbrandmeister Silvio Kahle im Ausschuss. Zwar gilt die Lage als strategisch gut, doch das Grundstück ist auf 2270 Quadratmeter begrenzt; benötigt werden 4000 Quadratmeter. „Ein kreuzungsfreies Anfahren und Ausrücken wie gefordert ist überhaupt nicht gewährleistet“, gab Silvio Kahle zu bedenken. Große Probleme gebe es bei den Lagermöglichkeiten.

Trebbins Stadtbrandmeister Silvio Kahle

Trebbins Stadtbrandmeister Silvio Kahle.

Quelle: Elinor Wenke

40 geforderte Pkw-Stellplätze können ebenfalls nicht nachgewiesen werden. „Die 40 Plätze brauchten wir aber bisher auch nicht“, gab René Haase (CDU) zu bedenken. „Zurzeit kommen viele Einsatzkräfte mit dem Fahrrad“, so Kahle. Wollte man den jetzigen Standort modernem Standard anpassen, müsste das Objekt abgerissen werden. Das Problem: Während der einjährigen Bauzeit könnte die Einsatzbereitschaft nicht gewährleistet werden. „Und wir können unsere Feuerwehr ja schlecht für ein Jahr abmelden“, sagte Kahle.

Fünf Alternativstandorte sind geprüft worden: am „Autohaus“ Mühlengraben, am ehemaligen Kaufhaus, an der ehemaligen LPG Löwendorf, am früheren Unternehmen Wolske sowie am ehemaligen Unternehmen Adams-Bau. Alle Ideen wurden wieder verworfen – entweder weil die Grundstücke nicht mehr frei, zu klein oder zu schlecht erreichbar sind oder weil eine Umnutzung nicht wie ein Neubau gefördert werden könnte.

Bürgermeister: Neubau notwendig

„Es kommt nur ein Neubau in Betracht“, lautete Bergers Fazit. Die Stadt favorisiert derzeit ein 5500 Quadratmeter großes Areal am Gewerbegebiet „Einkaufszentrum B 101“ zwischen den Märkten Rewe und Domäne. „Es liegt in der Nähe der B 101, wir könnten die Fläche als Eigentum erwerben“, begründete Berger. Außerdem verspricht sich die Stadt Synergieeffekte mit den Einkaufsmärkten Rewe und Aldi. „Die wollen sich auch verändern. Wir könnten zeitgleich bauen und Kosten sparen“, so Berger.

Matthias Klavehn (UFW) empfindet den Standort als „gute Wahl“. Peter Mann (SPD) bewertet es als positives Signal, „dass sich die Stadtverordneten zu einem Neubau positionieren“. Michael Baumecker (Neue Liste) plädierte dafür, auch ein 10 000 Quadratmeter großes Brach-Grundstück am Kulturhausweg zu prüfen. „So könnte die Fläche aufgewertet werden, für die es sonst keine andere Nutzung gäbe“, sagte er. Auch der Grunderwerb sei möglicherweise günstiger.

Ziel: Neue Wache spätestens 2018

Für Berger ist das bislang favorisierte Grundstück nicht in Stein gemeißelt. „Wir werden beide Grundstücke einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterziehen“, sagte er. Ziel sei es, in diesem Jahr die baurechtlichen Grundlagen zu schaffen und in den Jahren 2017 und 2018 zu bauen, erklärte Berger auf Nachfrage von Knut Vetter (GpgS). René Haase forderte eine sinnvolle Nachnutzung für den jetzigen Feuerwehrstandort.

Von Elinor Wenke

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