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Teltow-Fläming Stangenhagen rüstet sich zur 800-Jahr-Feier
Lokales Teltow-Fläming Stangenhagen rüstet sich zur 800-Jahr-Feier
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15:58 19.05.2016
Die erneuerte Alte Dorfstraße zeigt sich gepflegt – im Ortskern wird im Sommer das 800-Jahr-Fest gefeiert. Quelle: Elinor Wenke
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Stangenhagen

Mit 176 Einwohnern gehört Stangenhagen zu den kleinsten Ortsteilen der Stadt Trebbin, dennoch ist für den Sommer großer Bahnhof angesagt. „Unser Dorf begeht sein 800-jähriges Bestehen“, erklärt Ortsvorsteher Lutz Heimer, „das wird am 16. Juli gefeiert.“

Das restaurierte Gemeindehaus. Quelle: Elinor Wenke

Die Feinabstimmungen für das Dorffest laufen noch, die großen Vorbereitungen sind längst getroffen. Die Alte Dorfstraße, wo im Sommer gefeiert wird, und die Bürgersteige wurden zum großen Teil erneuert. „Wir haben den Kinderspielplatz umgesetzt, auch das Gemeindehaus wurde restauriert“, sagt Heimer. Es präsentiert sich jetzt in hellen, freundlichen Farben. Neben Dorfveranstaltungen können die Räume auch für private Feiern gemietet werden.

Das älteste Haus in Stangenhagen – das „Schweinehüttenhaus“ – ist baufällig. Quelle: Elinor Wenke

Sorgen bereiten Lutz Heimer die leerstehenden Gebäude, an denen der Zahn der Zeit nagt. Das älteste Haus im Dorf – das sogenannte Schweinehüttenhaus – ist marode und droht einzustürzen. „Außerdem wäre es schön, wenn in den ehemaligen Preußenhof wieder Leben einziehen würde“, wünscht sich Heimer und könnte sich für den alten, privaten Kunst-Gutshof am Anger eine Erlebnisgastronomie vorstellen. „Auch die Kirche müsste dringend saniert werden, doch die Gemeinde kann das Geld nicht allein aufbringen“, bedauert Heimer.

Zahlen und Fakten

Stangenhagen liegt auf einer Fläche von neun Quadratkilometern an der B246. Bis 1998 war der Ort eine selbstständige Gemeinde.

Bis ins 19. Jahrhundert gehörte Stangenhagen zu Sachsen – mitten in Preußen und der Mark Brandenburg.

Erst 1816 – nach der Niederlage Napoleons und den neuen Grenzziehungen – kam das „sächsische Thümenland“ zu Preußen und gehörte ab 1818 zum Landkreis Jüterbog-Luckenwalde. So begehen die Stangenhagener in diesem Jahr auch die 200. Wiederkehr des Übergangs zu Preußen.

In die Vorbereitungen für das Dorffest im alten Ortskern bringen sich viele Einwohner mit ein – der 1997 gegründete Dorf- und Landschaftsförderverein mit seinen 15 Mitgliedern und Ulrike Hoffmann an der Spitze, die Ortsfeuerwehr, die Kirchengemeinde und viele Privatpersonen. „Es wird einen Umzug mit alter Technik geben“, kündigt Heimer an; Nachbardörfer haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Blasmusik, eine Pferde-Show, viele Spiele und Angebote für Kinder stehen weiterhin im Programm. Für das leibliche Wohl der Besucher wird mit deftigen und süßen Spezialitäten gesorgt.

Lutz Heimer ist seit mehr als zehn Jahren Ortsvorsteher in Stangenhagen. Quelle: Elinor Wenke

Lutz Heimer ist froh, dass die Einwohnerzahl in den letzten Jahren stabil ist. „Die Leute fühlen sich wohl hier in der Dorfidylle“, sagt er. Allerdings wünscht er sich noch mehr Zusammenhalt und Engagement. „Früher gab es hier einen Chor und Tanzgruppen, jetzt haben sich viele Stangenhagener zurückgezogen“, sagt Heimer. Er selbst öffnet jeden Donnerstagabend seine selbst ausgebaute, 1992 eröffnete „Fuhrmann-Schänke“, eine kleine gemütliche Kneipe im Erdgeschoss seines Hauses. „Eines meiner Hobbys und ein Treff vor allem für Stammgäste“, erklärt Heimer.

Von Elinor Wenke

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