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Teltow-Fläming Star-Pferdeflüsterer kommt nach Brandenburg
Lokales Teltow-Fläming Star-Pferdeflüsterer kommt nach Brandenburg
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08:28 14.04.2016
Monty Roberts alias der „Pferdeflüsterer“ kommt nach Schöbendorf. Quelle: www.montyroberts.com
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Schöbendorf

Noch ist es ruhig auf der Shining Ranch in Schöbendorf. Lediglich vier Border Collies toben über den Vierseithof von Stephanie Madaus und kündigen mit ihrem lautstarken Gebell jeden Besucher an. Den Platz in der Mitte dominiert ein Pferdetransporter, der auf seine Reinigung wartet.

Shining Ranch wird neu eröffnet

Die Pferde stört das nicht. Sie wälzen sich im Staub auf der weiträumigen Koppel hinter der Scheune und genießen die Sonnenstrahlen. Ein Windhauch weht über das Dorf. Doch am kommenden Wochenende wird Schluss sein mit der Ruhe. Denn eine Berühmtheit aus der Reiterwelt hat sein Kommen angekündigt: Monty Roberts, der „Pferdeflüsterer“, wird auf der Shining Ranch ein Training durchführen.

Stephanie Madaus ist eine von zehn deutschen „Instructors“

Stephanie Madaus ist eine von zehn Pferdefachleuten in Deutschland, die sich „Monty Roberts Certified Instructor“ nennen dürfen. Sie darf somit die Methode des gewaltfreien Reitens lehren und sich auf die Koryphäe berufen. Doch wie kam sie dazu? Und warum zog es sie gerade nach Schöbendorf?

Der „Pferdeflüsterer“

Monty Roberts wurde am 14. Mai in Salinas Kalifornien als Marvin Earl Roberts geboren.

Mit drei Jahren lernte er dort das Reiten, im Alter von vier Jahren nahm er bereits an Turnieren teil.

Als Erwachsener arbeitete er zunächst als Rodeoreiter sowie Stuntman und Pferdezüchter.

Mit seiner gewaltfreien Methode des Pferdetrainings, dem Join-Up, machte er sich unter Pferdekennern einen Namen. Auch als Buchautor feierte er große Erfolge.

Berühmt wurde Roberts erst nach dem Film „Der Pferdeflüsterer“ mit Robert Redford. Anschließend fand seine Methode ein weltweites Echo.

Das ist nicht so leicht erzählt, da muss die 44-Jährige, die ursprünglich aus Köln stammt, etwas weiter ausholen. „Meine Leidenschaft für Pferde begann mit vier Jahren. Ich habe meine Mutter solange genervt, bis sie mich zum Reiterhof brachte. Zuvor holte sie sich sogar noch ärztlichen Rat ein, ob das Reiten in dem Alter nicht schädlich sei“, erzählt sie schmunzelnd, „ich war dann die Jüngste auf dem Hof und ritt das größte Schulpferd von allen.“ Mit sechs Jahren erhielt sie ihr eigenes Pony. Die Karriere auf dem Pferderücken schien vorgezeichnet.

Springreiterin in der Jugend

Bis zum 18. Lebensjahr war sie dem Springreiten treu. Doch dann begann der Ernst des Lebens, sie wurde Cutterin und zog nach Berlin. „Mit Pferden hatte ich nichts mehr zu tun. Ich arbeitete viel, jedoch spürte ich immer, dass mir etwas fehlte“, sagt sie. Was das war, wurde ihr schlagartig bewusst, als sie dem Film „Der Pferdeflüsterer“ sah, der die Kunst von Monty Roberts in den Mittelpunkt einer romantisch-ergreifenden Westernkomödie stellt.

Roberts-Show fasziniert Stephanie Madaus

„Die erste Show mit Monty Roberts habe ich in Leverkusen besuchen können“, berichtet Stephanie Madaus, „als ganz normaler Gast, wie alle anderen auch, habe ich in der Schlage angestanden und sein Buch gekauft. Doch dann habe ich mich nicht getraut, nach einem Autogramm zu fragen. Das hat eine Freundin für mich übernommen.“ Wie der „Pferdeflüsterer“ mit den Tieren umging, ließ sie nicht mehr los: „Seine Join-Up-Methode hatte mich fasziniert, sie war so einfach und funktionierte.“ Genau danach hatte sie gesucht.

Stephanie Madau – hier mit Appaloosa-Stute Bonny – ist eine der wenigen Monty Roberts Instructors in Deutschland. Quelle: Iris Krüger

Sie nahm wenige Monate später an einem Kurs in Kalifornien auf Monty Roberts Ranch teil. „Ich war total aufgeregt. Während dieser Zeit habe ich viel gelernt, auch wenn ich Monty noch nicht vor Ort treffen konnte“, berichtet sie. Nach längerem Fernstudium wurde die junge Frau zum ersten Examen wieder nach Kalifornien eingeladen. „Dann habe ich ihn nicht nur kennen gelernt, ich durfte sogar als Cutterin für ihn arbeiten“.

Welt-Tour mit Monty Roberts

Sie begleitete ihn auf seinen Touren durch England, Frankreich, Holland, Belgien und Deutschland. Im Jahr 2006 beendete sie nach drei Jahren ihre Ausbildung zum „Monty Roberts Certified Instructor“, von denen es nur rund 50 auf der Welt gibt. „In dieser Zeit ist zwischen uns eine tiefe Verbindung entstanden. Er ist mein Mentor und mein Lehrer“, sagt sie mit leuchtenden Augen.

Sie versuchte zunächst, dauerhaft in den USA bleiben zu dürfen. „Ich erhielt jedoch kein Visum“. So musste sie anderswo einen geeigneten Platz für eine Ranch suchen – gefunden hat sie ihn im Baruther Urstromtal.

„Damals hat mir Monty in die Hand versprochen, dass er persönlich vorbeikommen wird, wenn ich meinen eigenen Reiterhof eröffne“, sagt sie und fügt stolz hinzu; „Und jetzt ist es soweit!“

Privat-Training mit der Trainer-Ikone

Das besondere daran ist, dass er nicht allein seine Show darbieten wird. Stattdessen ermöglicht er vier Reitern, von ihm persönlich unterrichtet zu werden. Die Schüler wurden im Vorfeld von Stephanie ausgesucht. Der Unterricht findet am Samstag um 10, 11, 14, und 15 Uhr statt – Publikum ist dabei zugelassen. Um 13 Uhr darf man eine Vorführung von Stephanie Madaus und ihrem Hengst Shine My Gun erleben.

Am Sonntag wird außerdem zu einem Tag der offenen Tür geladen. Ab zehn Uhr zeigt Stephanie Madaus einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Repertoire in Sachen Jungpferde-Training, Doppellounge oder Verladetraining. Interessenten können sich für Kurse anmelden. Auch Monty Roberts wird dort sein und sicher Zeit für Autogramme haben.

Info: www.montyroberts.com, www.fun4horses.de

Von Iris Krüger

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