Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Start am vorletzten Bauabschnitt
Lokales Teltow-Fläming Start am vorletzten Bauabschnitt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 29.09.2015
Restaurator Olaf Schwieger und Pfarrerin Ramona Rohnstock blicken in elf Metern Höhe auf die Bemalung des Altarraums. Quelle: Martina Burghardt
Anzeige
Kloster Zinna

Nachdem der dritte Bauabschnitt im Sommer beendet wurde, sind die Restauratoren inzwischen in den Altarraum der Kirche Kloster Zinna gezogen. Eine undurchsichtige Plane grenzt die Baustelle vom sanierten Kirchenschiff ab. Mit etwas Glück kann der vierte Bauabschnitt in diesem Jahr beendet werden. Nicht nur Pfarrerin Ramona Rohnstock wäre darüber hocherfreut.

Auf jeden Fall geht es gut voran, wie Restaurator Olaf Schwieger bestätigt. Die Putzsicherung im ersten Joch der Apsis ist so gut wie beendet, jetzt wird

Restaurator Olaf Schwieger an der Wandmalerei. Quelle: Martina Burghardt

die gesamte Malerei gesichert. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Leimfarben sind nur schwach gebunden. Jede Spinnwebe, jeden Berührung stellt eine Gefahr dar. „Zum Glück gab es nie einen Wassereinbruch“, sagt der Restaurator aus Potsdam, der mit seinen Kollegen seit Beginn der umfangreichen Sanierung im Jahr 2012 in der Kirche arbeitet. Das Gerüst im Altarraum erlaubt jetzt auch einen unmittelbaren Blick auf die Malerei in elf Metern Höhe. Heilige, Engel und anderen Darstellungen sind nach Vorlage gezeichnet.

Ramona Rohnstock nutzte eine Baustellenbesichtigung vor kurzem, um Jesus direkt in die Augen zu schauen. Ob sie tatsächlich blau waren und Jesus blonde Haare hatte? Die Pfarrerin zweifelt, erfreut sich aber dennoch an der farbenprächtigen Bemalung, die seit der letzten großen Sanierung (ab 1897) den Altarraum ziert und einen Gegensatz zu dem schlicht gehaltenen Langhaus bildet. „Die Kirche besticht durch ihre Gesamtheit“, sagt Ramona Rohnstock.

Engel-Darstellung. Quelle: Martina Burghardt

Der Baukörper stammt fast ausschließlich aus dem Mittelalter, die Wände sind hell gestrichen, die Gewölberippen in farbigen Mustern gestaltet. Im Original hat es das so nicht gegeben, doch das ist gewollt. Bereits vor zehn Jahren hatte man sich auf diese Farben geeinigt, die sich in der Chorbemalung wiederfinden.

Bei diesem wie bei anderen Großprojekten geht es den Denkmalpflegern hauptsächlich darum, die Gestaltung der Epochen sichtbar zu machen und sie miteinander zu verbinden. So bleiben auch die jüngeren Zeugnisse der Baugeschichte erhalten.

Der fünfte und letzte Bauabschnitt enthält viele kleinere Arbeiten, zum Beispiel die Aufarbeitung der Fenster, Gestühlwangen und Gedenktafeln. Die Engel aus dem Altarraum sind schwerer beschädigt als angenommen, sie liegen bereits in der Restauratoren-Werkstatt. Noch nicht geklärt ist, wie man mit den erst im Juni entdeckten Farbresten in der Sakristei umgeht. Der Plan ist, den letzten Bauabschnitt im nächsten Jahr abzuschließen.

Ramona Rohnstock und die Kirchenälteste Ingrid Rosenzweig freuen sich schon jetzt auf die Einweihung – und zwar umso mehr, weil im vergangenen und in diesem Jahr die Veranstaltungen in der Kirche wegen der Bauarbeiten ausfallen mussten. Deshalb wird schon jetzt ein großes Eröffnungskonzert geplant.

Von Martina Burghardt

Teltow-Fläming Erneut Verkehrseinschränkungen in Luckenwalde - Haag wird Einbahnstraße

Die Verschnaufpause für Verkehrsteilnehmer und Anwohner währte nur kurz. Nach der Freigabe der Kreuzung gelten im Luckenwalder Haag ab Montag erneut Verkehrseinschränkungen. Grund dafür sind Bauarbeiten an einem Gehweg.

28.09.2015
Teltow-Fläming Flüchtlinge in Blankenfelde - Notunterkunft für 300 Menschen

In der ehemaligen Kindertagesstätte „Wirbelwind“ in Blankenfelde-Mahlow wird ein Flüchtlingsnotunterkunft errichtet. Insgesamt sollen bis zu 300 Menschen in Blankenfelde Zuflucht finden. Die Notunterkunft soll höchstens zwei Jahre bestehen bleiben

28.09.2015
Teltow-Fläming Gastronom fordert Sicherheitskonzept für Zossener Bahnhof - „Da muss endlich was passieren!“

Ein Sicherheitskonzept für den Zossener Bahnhof einschließlich Videokameras fordert Michael Wadefuhl am Tag nach dem Bombenalarm und den Polizeischüssen auf einen gewalttätigen Autofahrer. Wadefuhl hat Steakhaus und Bistro in dem aufwendig von der Stadt sanierten Gebäude gepachtet. Auch das im Ausbau befindliche Hostel möchte er ab Frühjahr 2016 betreiben.

28.09.2015
Anzeige