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Startkapital für „Blankensee Beat“ wird gesammelt

Blankensee Startkapital für „Blankensee Beat“ wird gesammelt

Für den Dokumentarfilm „Blankensee Beat“ werden 20 000 Euro Startkapital benötigt, um einen Förderantrag zu stellen. Ab sofort kann jeder im Internet das Vorhaben unterstützen und seine Spende anmelden.

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Die Akteure für den geplanten Film „Blankensee Beat“, unter ihnen die Fünftklässler der Grundschule.

Quelle: Foto: Elinor Wenke

Blankensee. Punkt 11 Uhr gab Trebbins Vize-Bürgermeisterin Ina Schulze am Mittwoch per Knopfdruck den Startschuss für die Finanzierungsphase des Films „Blankensee Beat“. Mit dem Gemeinschafts-Medienprojekt der Stadt Trebbin und der Filmemacherin Barbara Högl und ihrer Widderstein GmbH soll nicht nur ein Dokumentarfilm über Blankensee schlechthin entstehen, sondern eine lebendige Ortschronik.

Die Akteure Hella Strüber (M), Karsten Bartoll und Barbara Högl mit Fünftklässlern aus der Blankenseer Grundschule

Die Akteure Hella Strüber (M.), Karsten Bartoll und Barbara Högl mit Fünftklässlern aus der Blankenseer Grundschule.

Quelle: Elinor Wenke

Die Idee dazu hatte Barbara Högl schon 2014. Als die 73-Jährige vor drei Jahren auf der Suche nach einer neuen Lebensumgebung in Blankensee landete, stand für sie fest: Sie will einen Film über den Ort drehen, in dem sie sich angekommen fühlt. „Wir wollen Menschen jeden Alters befragen, die uns ihre Geschichte aus verschiedenen Zeiten erzählen“, sagte sie. Über einen Zeitraum von mehr als 80 Jahren soll ein historisches Panorama mit lebendigen Hauptdarstellern entstehen.

Hintergrund

„Blankensee Beat“ bedeutet „Herzschlag von Blankensee“ und soll Leben und Geschichte des Dorfes widerspiegeln.

Der Startschuss für die Kameraleute fällt, wenn das Startkapital von 20 000 Euro erreicht ist – voraussichtlich im Herbst dieses Jahres. Die Filmarbeiten dauern dann etwa ein Jahr.

Gedreht wird unter der Regie von Barbara Högl unter anderem im Bauernmuseum, im Naturparkzentrum, in der Grundschule und im Alltag der Dorfbewohner.

Auf die Startnext-Sammelplattform im Internet kommt man unter dem Stichwort Blankensee Beat oder auch über die Internetseite der Stadt Trebbin unter www.stadt-trebbin.de

Unterstützt werden die Akteure von der evangelischen Kirchengemeinde, der Blankenseer Dorfgemeinschaft und auch der Naturparkschule. Dort fiel am Mittwoch der Startschuss fürs Geldsammeln. Denn insgesamt wird der Dokumentarfilm rund 100 000 Euro kosten einschließlich Produktion, Schnitt, Ton und Regie.

Bislang fehlt das Eigenkapital

„Förderanträge scheiterten bisher immer am fehlenden Eigenanteil“, sagte Bürgermeister Thomas Berger (CDU). Deshalb soll nun ein Startkapital von 20 000 Euro gesammelt werden. Per Mausklick im Internet kann jeder das Vorhaben unterstützen und seine Spende anmelden. Die Aktion läuft 45 bis 90 Tage lang.

Auch die Mädchen und Jungen der Grundschule werden für den Film befragt und selbst andere befragen. „Wir wollen euch auch mit der Kameratechnik vertraut machen“, wandte sich Barbara Högl an die Fünftklässler. Darüber freut sich auch Schulleiterin Sabine Fröhlich. „Wir haben sonst keine Chance, solche Technik zu handhaben“, sagte sie.

Ein multimediales Museum für Blankensee

Hella Strüber von der evangelischen Kirchengemeinde hat eine ganz besondere Beziehung zur Blankenseer Schule. „Vor 50 Jahren habe ich hier als Lehrerin angefangen, damals noch im Schloss “, berichtete die heute 76-Jährige.

Thomas Berger ist überzeugt: „Hier entsteht nicht nur ein Film, sondern wir wollen ein multimediales Museum schaffen.“ Einzelne Beiträge zu bestimmten Themen sollen im Bauernmuseum abrufbar sein. „Bücher über die Geschichte gibt es ausreichend“, sagte Museumsleiter Karsten Bartoll, „aber dass Leute selbst erzählen, ist eine neue Qualität.“ Der fertige Film wird als DVD zu kaufen sein und könnte außerdem Fernsehsendern, Vereinen, Schulen und politischen Institutionen angeboten werden, kann sich Barbara Högl vorstellen.

https://www.startnext.com/blankenseebeat

Von Elinor Wenke

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