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Teltow-Fläming Startschuss für Bahn-Ausbau bei Baruth
Lokales Teltow-Fläming Startschuss für Bahn-Ausbau bei Baruth
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04:20 31.05.2016
Vertreter von EU, Bund, Bahn und Land gaben in Baruth das Startsignal zum Bau der Bahnstrecke. Quelle: Zielke
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Baruth

Mit einem lauten Hupkonzert haben am Montag die Arbeiten zum Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden begonnen. Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube und Vertreter von EU, Bundes- und Landespolitik gaben symbolisch den Startschuss für eins der wichtigsten Verkehrsprojekte in Ostdeutschland.

Bis 2020 soll ein großer Teil der Strecke Berlin-Dresden für Tempo 200 ausgebaut werden. Um zügiger mit den Arbeiten voran zu kommen, wird der Abschnitt zwischen Baruth und Hohenleipisch vom 5. August an bis Ende 2017 komplett gesperrt.

Fernzüge werden umgeleitet

Fernzüge werden dann auf andere Strecken, etwa die Anhalter Bahn, umgeleitet. Für Nutzer des Regionalverkehrs soll es einen Schienenersatzverkehr mit Bussen nach Wünsdorf-Waldstadt geben, wo Pendler wieder in die Bahn umsteigen können. Auch in Baruth wird sich eine Menge tun. „Sie bekommen einen tollen Bahnhof mit barrierefreiem Zugang“, versprach der Bahn-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube höchstpersönlich Bürgermeister Peter Ilk (parteilos). Die Stadt hatte seit Jahren dafür gekämpft, dass Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen endlich nicht mehr die vielen Treppen über die Metallbrücke nehmen müssen, wenn sie in den Zug Richtung Berlin einsteigen wollen. Kleiner Wermutstropfen: Es bleibt ein finanzielles Restrisiko für die Stadt in Höhe von 1,7 Millionen Euro für den Umbau des Bahnhofs. „Wir hoffen, dass uns das Land dabei mit Fördergeld unterstützt“, sagt Bürgermeister Peter Ilk, der den Ausbau der Bahnstrecke – trotz aller Anstrengungen in der Vergangenheit und in den kommenden Monaten – begrüßt. „Es ist wichtig für uns als Nahversorgungszentrum und den Tourismus.“

Bund und Bahn investierten 35 Millionen Euro

Für die Vertreter von EU, Bahn und Bund spielt der Abschnitt vor allem eine Rolle im Rahmen des Verkehrskorridors von Norddeutschland bis nach Südosteuropa. Dort möchte die Bahn konkurrenzfähiger werden, sagte Bahnchef Grube. Deshalb wollen Bund und Bahn in den kommenden fünf Jahren 35 Millionen Euro in das Schienennetz investieren – „So viel wie noch nie in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte Grube. Ziel sei es, die Fahrzeit zwischen Berlin und Dresden auf 80 Minuten zu verkürzen. Bis dahin müsse vor allem der Ausbau der Berliner Strecke zwischen Südkreuz und Blankenfelde vorangetrieben werden. Doch auch in Brandenburg gibt es noch Schwierigkeiten. Michael Bung, der zuständige Projektleiter für den Bau der Bahnstrecke Berlin-Dresden schätzt, dass der Bau der Abschnitte zwischen Rangsdorf und Zossen sowie zwischen Zossen und Wünsdorf erst Mitte der 2020er Jahre beginnt. „Wir sind gerade am Beginn der Vorplanungen“, sagte er.

Von Christian Zielke

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