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Teltow-Fläming Startschuss für das Ökokraftwerk
Lokales Teltow-Fläming Startschuss für das Ökokraftwerk
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00:17 13.05.2016
Vier Bürgermeister besiegeln das gemeinsame Vorhaben. Quelle: Hartmut F. Reck
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Klausdorf

Einigkeit macht stark. Was eine einzelne Kommune kaum stemmen könnte, versuchen nun die Gemeinden Am Mellensee, Nuthe-Urstromtal sowie die Städte Luckenwalde und Trebbin gemeinsam: Sie wollen den Stillstand auf dem riesigen ehemaligen Militärgelände bei Sperenberg beenden und mit der Ansiedlung eines Demonstrationsprojekts für die zukünftige Energiewirtschaft die Region wirtschaftlich stärken. Die Stadt Ludwigsfelde soll als Partner folgen.

Mit der am Montag in der Gemeindeverwaltung von Am Mellensee in Klausdorf per Unterschrift besiegelten Gründung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) bringen die vier Städte und Gemeinden ihren Willen zum Ausdruck, die planungsrechtlichen Grundlagen für das Projekt eines Multienergiekraftwerks in Sperenberg (kurz: MEKS) zu schaffen.

Firmenkonsortium will das Projekt unterstützen

Das wird nicht so leicht sein, denn das vorgesehene Gelände ist laut Regionalplan nicht für die beabsichtigten Energie-Vorhaben vorgesehen – es geht um Windkraftanlagen, Photovoltaikmodule, eine Elektrolyseanlage zur Erzeugung von Wasserstoff aus dem gewonnenen Ökostrom als Speichermedium und die Einspeisung ins Gasnetz. Andererseits gibt es den politischen Willen der rot-roten Landesregierung, das Gelände entsprechend zu nutzen. So steht es jedenfalls im Koalitionsvertrag. Und das will man jetzt auf kommunaler Ebene und in der Hoffnung auf Unterstützung des Landes verwirklichen. Dazu bedarf es aber auch wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Unterstützung. So hat sich ein Firmenkonsortium gebildet, das dieses Projekt unterstützen will. Wissenschaftlich begleitet wird es von der BTU Cottbus-Senftenberg.

Werner Diwald vom Unternehmen Enercon bezeichnete das Vorhaben als „herausragendes Forschungsprojekt, das kein Unternehmen allein so umsetzen könnte“. Dabei gehe es darum, die Herausforderung der Energiewende zu meistern. Die Idee dabei sei, verschiedene erneuerbare Energieträger zu integrieren und eine dauerhafte Stromversorgung zu sichern. Dabei gehe es nicht nur um Strom, sondern mithilfe der vorhandenen Infrastruktur wie dem Umspannwerk in Thyrow und Röhrenspeichern auch für Wärme und Kraftstoffe für Mobilität zu sorgen. „Das wird ein Aushängeschild über die Region hinaus sein“, prognostizierte Diwald.

Denkmal- und Naturschutz haben Bedenken

Doch bis dahin sind noch viele Widerstände zu überwinden, was man vor allem mit Überzeugungsarbeit erreichen will. So haben der Denkmalschutz und der Naturschutz erhebliche Bedenken, die Frank Broshog, parteiloser Bürgermeister von Am Mellensee, nicht nachvollziehen kann: „Wir wollen doch gar nicht ins Flächendenkmal eingreifen, sondern nur die anliegenden Bereiche nutzen.“ Von den Einnahmen sollen Denkmal- und Naturschutzprojekte finanziert werden, die sonst nicht realisiert werden könnten. Dies soll mithilfe einer Stiftung geschehen.

Von Hartmut F. Reck

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