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Startschuss für die Schulsanitäter

Rangsdorf Startschuss für die Schulsanitäter

Wyn-Sören Müller und Simon Krüßmann sind die ersten Sanitäter an der Rangsdorfer Grundschule. Beide Elfjährige sollen künftig Erste Hilfe, wenn in der Schule oder auf dem Pausenhof etwas passiert. Das DRK und Schulleiterin Bettina Meinert unterzeichneten am Montag einen Kooperationsvertrag über den Aufbau des Sanitätsdienstes.

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Wyn-Sören Müller (vl.) und Simon Krüßmann sind die ersten Schulsanitäter an der Grundschule Rangsdorf.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Ein Schnitt am Finger, eine Prellung am Bein oder eine Beule am Kopf – kleinere Verletzungen passieren beim Toben auf dem Pausenhof schnell. Wyn-Sören Müller und Simon Krüßmann wissen, was dann zu tun ist. Die beiden Sechstklässler der Grundschule Rangsdorf verteilen Pflaster oder legen einen Verband an. Nun dürfen sie sich ganz offiziell Schulsanitäter nennen.

Am Montag unterzeichneten Schulleiterin Bettina Meinert und Harald-Albert Swik, der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbands Fläming-Spreewald, den Kooperationsvertrag zum Aufbau eines Schulsanitätsdienstes. Zum Startschuss gab es vom DRK einen Rucksack mit allerhand nützlichen Dingen für die jungen Ersthelfer. Neben allerhand Informationsmaterial enthält die Tasche Verbandsmaterialien, Pflaster, ein Blutdruckmessgerät samt Stethoskop, eine wärmende Decke und sogar einen Beatmungsbeutel. „Wir hoffen, dass ihr die Sachen nur selten braucht“, sagte Ralf Wroblewski vom Jugendrotkreuz. Er wird künftig auch die Ausbildung der Nachwuchssanitäter koordinieren.

Einer der jungen Sanitäter hat schon Erfahrung bei der Feuerwehr

Die Anregung zu der Kooperation kam von Tabea Wölki. Die Schulsozialarbeiterin ist selbst Mitglied im DRK und kennt die beiden Jungs als Pausenaufsicht. An der Rangsdorfer Grundschule übernehmen die Schüler der 6. Klassen in den großen Pausen die Aufsicht auf dem Schulhof. Wyn-Sören Müller und sein bester Freund waren schon häufiger als Helfer in der Not im Einsatz.

In ihren Bauchtaschen haben sie stets Pflaster und Verbandsmaterialien dabei, mit denen sie ihre Mitschüler versorgen. Wyn-Sören ist außerdem seit fünf Jahren Mitglied der Jugendfeuerwehr und weiß, was im Notfall zu tun ist. „Ein Freund aus Hamburg hat mir von den Schulsanitätern erzählt“, sagt der Elfjährige. Mit dieser Idee sei er dann zur Schulsozialarbeiterin gegangen. „Der Rucksack sieht verdammt cool aus“, findet er.

Sanitäter-Nachwuchs dringend gesucht

Geht es nach Schulleiterin Bettina Meinert, bleiben Wyn-Sören und Simon nicht lange allein. Schließlich verlassen die beiden zum kommenden Schuljahr die Grundschule. „Wir brauchen Leute, die in eure Fußstapfen treten“, sagte sie. Dafür soll Klassenlehrer Dennis Fedgenhäuer sorgen, der künftig eine Arbeitsgemeinschaft für die Schulsanitäter betreuen soll. Dort sollen sie lernen, wie man Verletzungen behandelt, wichtige Informationen am Notruf übermittelt und später möglicherweise sogar, wie man Menschen wiederbelebt. „Ich hoffe, dass noch viele mitmachen. Ideal ist eine Gruppe von acht bis zwölf Leuten“, sagte Ralf Wroblewski.

An sieben Schulen der Region gibt es bereits das Projekt Schulsanitäter: In Königs Wusterhausen beteiligen sich acht Schulen mit mehr als 60 Schülern. Die Grundschule Trebbin, die Kleeblattgrundschule Ludwigsfelde und die Gesamtschule Dabendorf sind auch dabei. In den kommenden Wochen sollen die Grundschule Großbeeren sowie das Marie-Curie-Gymnasium und die Gottlieb-Daimler-Oberschule Ludwigsfelde folgen. „Was ihr lernt, könnt ihr nicht nur in der Schule gebrauchen“, sagte Harald-Albert Swik. Auch zu Hause oder auf der Straße sei es gut, wenn man sich mit Erster Hilfe auskennt.

Von Christian Zielke

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