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Stasi-Behörde überprüft Stadtverordnete

Zossen veröffentlicht alle Ergebnisse im Internet Stasi-Behörde überprüft Stadtverordnete

Der Bericht über den Stasi-Check der 2014 gewählten Zossener Stadtverordneten liegt vor. Wer mit großen Enthüllungen gerechnet hatte, der wird enttäuscht. Nur zu drei Stadtverordneten finden sich Hinweise in den Akten der Stasi-Unterlagenbehörde. In ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Stadtverordneten mit hauchdünner Mehrheit, den Bericht im Internet zu veröffentlichen.

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Quelle: Pechhold

Zossen. Der Abschlussbericht zu den Ergebnissen der Stasiüberprüfung der Zossener Stadtverordneten liegt vor. Mit einer Stimme Mehrheit beschlossen die Volksvertreter im nichtöffentlichen Teil ihrer jüngsten Sitzung, das von Rechtsamtsleiter Raimund Kramer verfasste Papier zu veröffentlichen.

Kramer war damit beauftragt worden, die Überprüfung der Stadtverordneten auf eine Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (Stasi) einzuleiten. Mit dieser Bitte wandte er sich an den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes (BStU).

Mitarbeiter der BStU-Behörde checkten 23 der 29 Stadtverordneten. Nicht überprüft wurden Ariane Ullrich, Matthias Wilke, Sven Reimer, Steffen Sloty, Annekatrin Loy und Cornelia Graffunder. Diese sechs Stadtverordneten wurden nach dem 12. Januar 1972 geboren. Unterlagen über Personen, die nach diesem Stichtag geboren sind, hat die BStU nicht.

Keine Hinweise auf eine Zusammenarbeit mit der Stasi gibt es für Sven Baranowski, Thomas Blanke, Burghard Degner, Wilfried Käthe, Detlef Klucke, Torsten Kniesigk, Hermann Kühnapfel, Edgar Leisten, Hans Jürgen Lüders, Norbert Magasch, Olaf Manthey, Petra Miersch, Andreas Noack, Carsten Preuß, Michaela Schreiber, Waltraud Schröder, Maria von Schrötter, Reinhard Schulz, Gudrun Timm und Rainer Zurawski.

Zu Rolf Freiherr von Lützow (parteilos) findet sich in dem Bericht ein Hinweis auf die Ableistung seines Wehrdienstes im Wachregiment Berlin. Bei Peter Hummer (Plan B) hatte die Stasi vergeblich versucht, ihn als Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) zu gewinnen.

Zu Jörg Wanke (Bürgerliste) heißt es in dem Abschlussbericht, dass er von der Bezirksverwaltung Berlin, Abteilung XX, als IMS mit dem Decknamen „Peter Senst“geführt worden sei. Wie Wanke der MAZ sagte, habe die Stasi eine Karteikarte und ein Akte ohne sein Wissen und Mitwirken am 3. November 1989 angelegt. In der Akte sei nur ein leeres Blatt Papier und ein leerer Umschlag, „da ich zu keinem Zeitpunkt mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet oder mich dazu verpflichtet habe.“

Info: Der komplette Abschlussbericht steht unter www.zossen.de/Aktuelles, die Stellungnahme von Jörg Wanke unter www.buergerliste-zossen.de.

Von Frank Pechhold

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