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Staunen über hohe Jugendhilfekosten

Teltow-Fläming Staunen über hohe Jugendhilfekosten

Die auffällig hohen Kostensteigerungen im Sozial- und vor allem im Jugendbereich belasten auch den Haushalt 2018 erheblich. Das sehen besonders die kreisangehörigen Kommunen nicht gern und fürchten deswegen um die erhoffte Senkung der Kreisumlage. Die Landrätin begründet dies mit dem eng geknüpften Netzwerk zum Kinderschutz im Landkreis.

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Gefeilscht wird um die Kreisumlage.

Quelle: dpa

Luckenwalde. In der aktuellen Haushaltsdiskussion im Landkreis fallen die stark steigenden Fallzahlen und die Kosten im Sozial- und vor allem im Jugendbereich auf. Das wird besonders kritisch von den Kommunen beäugt, die nicht damit einverstanden sind, dass die Kreisumlage, die sie von all ihren Einnahmen an den Landkreis abzuführen haben, nur um einen halben Prozentpunkt auf 45,5 Prozent sinken soll und nicht wie verabredet auf 45,0 Prozent. Der Kreis begründet diese geringere Senkung unter anderem auch mit den hohen Kosten in dem Bereich Hilfe zur Erziehung, wobei die Gegenfinanzierung von Land und Bund viel zu gering sei.

Auch im Wirtschaftsausschuss wurde darüber diskutiert. Sein Vorsitzender, Helmut Barthel (SPD), sagte: „Teltow-Fläming ist ein wirtschaftliche wachsender Landkreis. Das Bruttosozialprodukt steigt, es gibt mehr Arbeitsplätze. Warum spiegelt sich das nicht im sozialen Bereich wider?“ Die Antwort gab er gleich mit: „Trotz genügender Arbeitsplätze gibt, ist der Lohn oft nicht auskömmlich.“

Eine Erklärung für steigende Fallzahlen hatte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke): „Wir haben ein Netzwerk zum Kinderschutz aufgebaut. Da wird man aufmerksamer, schaut genauer hin und sieht, dass man in vielen Fällen reagieren muss.“ Dadurch werde die Grauzone kleiner, weil es im Landkreis mittlerweile eine Struktur gibt, wodurch gleichzeitig auch das Jugendamt ganz anders gefordert werde.

Dabei dürften die Kommunen nicht vergessen, so die Landrätin, dass diese Leistungen des Jugendamtes den Kindern und Jugendlichen in allen Städten und Gemeinden zugute kommen. So habe die Stadt Zossen, die neben Jüterbog und der Gemeinde Niederer Fläming Einwendungen gegen den Haushalt erhoben hat, nach Ludwigsfelde und Luckenwalde die dritthöchsten Fallzahlen im Jugendhilfebereich. Barthel befürwortet das Vorgehen des Kreises: „Je eher wir eingreifen, desto geringer sind die Folgekosten.

Von Hartmut F. Reck

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