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Teltow-Fläming Steinmeiers Stippvisite
Lokales Teltow-Fläming Steinmeiers Stippvisite
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00:37 19.10.2015
Lehrmeister Christian Wernicke zeigt Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein von Fluggerätmechaniker-Azubis gebautes Flugzeug. Quelle: Pechhold
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Dahlewitz

Wegen der Flüchtlingskrise in Deutschland reist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) aktuell von Gipfel zu Gipfel. Trotz eines vollen Terminkalenders nahm sich einer der weltweit gefragtesten Spitzenpolitiker Freitag die Zeit für einen Besuch beim Dahlewitzer Flugzeugtriebwerkhersteller Rolls-Royce.

„Das ist schon bemerkenswert“, sagte Rolls-Royce Deutschland-Geschäftsführer Rainer Hönig. Einer der Gründe für den Besuch sei wahrscheinlich die Tatsache, dass man 2400 Mitarbeiter aus 52 Nationen beschäftige. „Vielfalt ist für uns etwas Bereicherendes und nichts Negatives“, so Hönig.

Steinmeier selbst sah den Zeitpunkt für seine erste Stippvisite in dem Brandenburger Vorzeigeunternehmen eher pragmatisch. „Ehrlich gesagt passte der Besuch jetzt ganz gut in meinen Terminkalender.“ Am Abend fliege er in die iranische Hauptstadt Teheran. „Da bin ich wieder mit einer Regierungsmaschine unterwegs, deren Triebwerke in Dahlewitz gebaut wurden.“

In der Lehrwerkstatt wurde Steinmeier freundlich von den Fluggerätmechaniker-Azubis des ersten Lehrjahres begrüßt. „Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre“, so Lehrmeister Christian Wernicke. „Na dann viel Erfolg und durchhalten“, gab Steinmeier den Azubis mit auf den weiteren Weg ins Berufsleben. „Ich freue mich, dass Rolls-Royce an diesem Standort kräftig ausbildet“, sagte Steinmeier. Sowohl unter den Azubis als auch den Fachkräften könnten in Zukunft auch Flüchtlinge sein. Allerdings müsse erst entschieden und geprüft werden, welche Qualifikationen die jungen Leute mitbringen. „Das wird eine Zeit dauern, bis man sprachlich dafür die Voraussetzungen geschaffen hat, um Arbeit in der Brandenburger Flugzeugindustrie zu finden“, dämpfte Steinmeier die Erwartungen an einen Soforteffekt.

Nächste Besuchsstation war der von Deniz Öztürk geleitete neue Teststand für Triebwerke. Die in der Türkei geborene junge Frau spricht fließend fünf Sprachen und leitet 30 Mitarbeiter an. Im sogenannten Dom – dort werden die größten Triebwerke getestet – schilderte Öztürk ihrem Gast den Ablauf. Bei einem Test läuft das Triebwerk dreieinhalb Stunden auf Hochtouren. „Das macht bestimmt einen ohrenbetäubenden Lärm“, mutmaßte Steinmeier. „Der Lärm im Inneren ist schädlich für die Gesundheit“, so Rolls-Royce-Pressesprecher Stefan Wriege. „Was man außerhalb des Testraums hört klingt leiser als die Autobahn, die an unserem Standort vorbeiführt.“

In Dahlewitz sind hoch qualifizierte Fachkräfte von allen fünf Kontinenten beschäftigt. Die verbindende Arbeitssprache ist Englisch. Teambildung für wohltätige Zwecke ist Chefsache. „Gerade erst habe ich eine Anfrage bekommen, ob wir nicht in der Nähe von Cottbus dabei helfen können, Zelte für Flüchtlinge aufzustellen“, so Geschäftsführer Rainer Hönig.

„Einige Mitarbeiter haben sich an einer mit der Caritas abgestimmten Spendenaktion für Flüchtlinge beteiligt“, ergänzte Pressesprecher Wriege. Die gespendeten Kinderwagen, Anziehsachen und Hygieneartikel wurden kürzlich zum Landesamt für Gesundheit und Soziales nach Berlin gebracht und dort an die Caritas übergeben.

Von Frank Pechhold

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