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Stellplätze für neun Caravans im Strandbad

Wünsdorf Stellplätze für neun Caravans im Strandbad

Werden die neun genehmigten Caravan-Stellplätze im Wünsdorfer Strandbad gebaut? Das bleibt die spannende Frage. Kürzlich wurde im Ortsbeirat heftig über dieses Thema diskutiert. Allerdings stand da die ursprünglich von den Zossener Stadtverordneten beschlossene und mittlerweile deutlich abgespeckte Projekt-Variante im Kreuzfeuer der Kritik.

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Blick auf den Baubereich für die Caravan-Stellplätze.

Quelle: Frank Pechhold

Wünsdorf. Die Genehmigung für den Bau von neun Caravan-Stellplätzen auf dem Gelände des Wünsdorfer Strandbades liegt vor. Trotzdem ist noch nicht sicher, ob das Vorhaben in die Tat umgesetzt wird. Wünsdorfer Ortsbeiratsmitglieder haben darüber dringenden Gesprächsbedarf mit Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B).

Bau schon 2014 geplant

Interessanterweise hat die Untere Bauaufsichtsbehörde nicht das ursprünglich von den Stadtverordneten beschlossene Projekt, sondern eine abgespeckte Variante genehmigt. Eigentlich wollte die Stadt Zossen schon 2014 als erste Kommune im Landkreis Teltow-Fläming einen Caravan-Platz schaffen und selbst betreiben. Geplant waren Flächen für acht Wohnmobile und ein Kurzcamping-Terrain für 13 Zelte an der Seestraße südlich des vorhandenen Sozialgebäudes. Damit sollte das Strandbad attraktiver werden und dem Trend hin zum wachsenden Reisemobiltourismus entsprechen.

Knackpunkt Abstand zum Ufer

Geplant ist eine Zufahrtsgasse aus Rasenfugengitter. Die Wohnmobile sollen auf Schotterrasen parken. Für die Camper sollten Pkw-Stellplätze angelegt werden. Die neue Infrastruktur soll weitgehend ohne Personal auskommen. Das Bezahlen oder die Entsorgungsstation für Chemietoiletten sollen automatisch funktionieren, zum Beispiel mit dem Telly-Card-System. Lediglich das Sozialgebäude müsste von Hand gereinigt werden. Gesamtkosten: 126 000 Euro. Knackpunkt war von Beginn an, dass innerhalb von 50 Metern zur Uferkante des Wünsdorfer Sees gebaut werden sollte. „Diesbezüglich haben wir im Juni 2014 eine Ausnahmegenehmigung erteilt“, so Manfred Fechner, Leiter des Umweltamtes Teltow-Fläming. Monate später passte die Stadt ihren Bauantrag an und strich den Kurzzeitcampingplatz wegen der zu erwartenden hohen Lärmbelästigungen für die Anwohner des Strandbades.

Am 11. Oktober schickte nun die Untere Bauaufsichtsbehörde die Baugenehmigung für den Wohnmobilplatz mit neun Stellplätzen an die Stadt. Verbunden mit der Auflage, eine zehn Meter lange und 1,80 Meter hohen Lärmschutzwand zu errichten.

Ortsbeirat diskutierte noch über Zeltplatz

Noch in ihrer jüngsten Sitzung diskutierten die Wünsdorfer Ortsbeiratsmitglieder über die Ursprungsvariante mit Kurzzeit-Campingplatz, obwohl die schon lange vom Tisch ist. „Wenn ich mir vorstelle, dass da acht Stellplätze für Wohnmobile und ein Kurzzeitcampingparkplatz mit 13 Zelten plus Pkw-Stellflächen gebaut werden sollen  – das würde das ganze Strandbad verhunzen“, so Barbara Kaulen (Plan B). Deshalb sei sie absolut gegen den Caravan-Stellplatz. Verständnis dafür äußerte Konrad Tschorn (Linke). Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow (VUB) kündigte an, den Bau des Caravan-Stellplatzes am 27. Oktober bei Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) anzusprechen. „Ich werde Bürgermeisterin Michaela Schreiber zur nächsten Sitzung des Ortsbeirates einladen“, so von Lützow.

Von Frank Pechhold

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