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Teltow-Fläming Stenografen feiern Jubiläum mit Turnier
Lokales Teltow-Fläming Stenografen feiern Jubiläum mit Turnier
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12:46 30.08.2016
Wettbewerb zum Stenografen-Jubiläum in Luckenwalde. Quelle: Lisa Blech
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Luckenwalde

Der Luckenwalder Stenografenverein „Pelikan“ feiert in diesem Jahr sein Silber-Jubiläum. 1991 gründete er sich. Doch seine Vorgeschichte ist viel älter.

Der Verein steht für die Förderung und Pflege der Kurzschrift, Textverarbeitung und Bürokommunikation. Im Jahr 1894 ins Leben gerufen, blieben die Stenografie-Freunde stets organisiert, selbst in der DDR. Nach der Wiedervereinigung wurde der Verein nach den Bedingungen des vereinten Deutschlands wieder gegründet unter dem Namen „Pelikan“. 2009 wurden sogar die Deutschen Meisterschaften in deutscher und englischer Kurzschrift in Luckenwalde ausgetragen. Heute sticht der Verein besonders durch die große Aktivität der Mitglieder bei den deutschlandweiten Wettbewerben hervor.

Vereinsvorsitzende Rita Lehmann wurde für ihr Engagement seit 1962 geehrt. Quelle: Lisa Blech

Auch das Jubiläum wurde mit einem Wettbewerb begangen, mit dem 25. Pelikanschreiben. Das Turnier wird jedes Jahr am letzten Augustwochenende ausgetragen und zieht Begeisterte aus ganz Deutschland an. So sollten 30 Teilnehmer aus der Region sowie aus Aue, Berlin, Dresden, Fulda, Leipzig, Marburg, der Südpfalz und Stuttgart in vier Kategorien glänzen. Aus der Südpfalz stammten auch die jüngsten Teilnehmer, die ursprünglich aus Afghanistan stammen.

Kategorien: Dauerschreiben, Textverarbeitung, Gestaltung

„Ich finde es total toll, dass die beiden aus Afghanistan mitmachen – auch, wenn sie nicht so weit kommen“, sagte Katrin Müller vom Pelikan-Verein, deutsche Meisterin in professioneller Textverarbeitung, „sie bekommen auf jeden Fall eine Urkunde, dafür, dass sie sich trauen, in einer fremden Sprache mit Tastatur zu schreiben.“

Die Kategorien des Wettbewerbs untergliederten sich in 10- und 20-Minuten-Tastaturschreiben, professionelle Textverarbeitung sowie Textbearbeitung und -gestaltung. Im Bereich der Stenografie wurden von der Grund- bis zur Meisterklasse Texte durchgenommen. Üblicherweise werden politische und wirtschaftliche Texte bearbeitet – die höchste Frequenz am Sonnabend lag bei 350 Sprechsilben pro Minute. Für das Ergebnis zählte die fehlerfreie Übertragung.

Vorsitzende für langjähriges Engagement geehrt

„Hier sind heute Leute, die die Tastatur beherrschen und die Kunst der Stenografie“, sagte Rita Lehmann, Vorsitzende des Luckenwalder Stenografenvereins, „heute wird Stenografie als Kunstschrift aufgefasst. Das Besondere an der Stenografie ist für mich, dass sie sowohl privat als auch dienstlich von Nutzen ist.“ Sie ist bereits seit 1961 Mitglied. Für ihr Engagement wurde die Vereinsvorsitzende mit einer Urkunde und einem Pelikanstofftier geehrt.

„Wie eine Geheimsprache.“

Auch Grit Braune aus Luckenwalde ist Mitglied im Verein und von der Kunst der Stenografie begeistert. „Es ist wie eine kleine Geheimsprache, die nicht jeder gleich mitlesen kann. Mein Gegenüber ist meist überrascht und weiß nicht gleich, was ich geschrieben habe.“

Zum Wettkampf gehört traditionell ein Beiprogramm. Zum Jubiläum wurde bei den Wiemanns in Zülichendorf ein Backofenfest mit vielen Leckereien gefeiert.

Von Lisa Blech

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