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Sternsinger unterwegs

Zossen Sternsinger unterwegs

Sternsinger sind am Sonnabend in zwei Gruppen durch Stadt Zossen und ihre Ortsteile gezogen. Sie segneten Häuser und Wohnungen für das neue Jahr. Zuvor hatten mit Angehörigen, Helferinnen und Katechetin Monika Knuth den Segen von Pfarrerin Leen Fritz empfangen.

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Sternsinger vor dem Besuch der Zossener Bibliothek.

Quelle: Andrea von Fournier

Zossen. In eine dicke Strickjacke gehüllt öffnete Leen Fritz ihre Haustür am Zossener Kirchplatz. Eine Gruppe Jungen und Mädchen, mit farbigen Umhängen angetan und zwei große goldene Sterne in die Höhe reckend, hatte geklopft und sah erwartungsvoll in den Hausflur. Auf ein Zeichen von Gemeindepädagogin Monika Knuth stimmten sie das Lied „Wir gehen auf ganz neuen Wegen“ an. Am Samstag hatten sich die Sternsinger der evangelischen Gemeinde Zossen auf den Weg gemacht, um an den Türen von Häusern und Wohnungen den traditionellen Sternsinger-Segen anzubringen. Der Brauch wird in Zossen seit langem praktiziert. Über das Jahr hinweg ist der Segen mit den in Kreide geschriebenen Ziffern und Buchstaben „20*C+M+B+18“ für jeden sichtbar. Das bedeutet „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ für 2018.

Dass die zehnköpfige Sternsinger-Gruppe ihren Weg bei Leen Fritz begann, lag daran, dass die Kinder bei der Gemeindepfarrerin das Prozedere einmal gemeinsam „üben“ konnten, bevor sie sich in zwei Gruppen auf verschiedene Routen begaben. Zuvor waren sie mit ihren Eltern Dreifaltigkeitskirche zusammengekommen, hatten von der Herkunft und Bedeutung des auch „Dreikönigssingens“ genannten Brauchs gehört und mit Angehörigen, Helferinnen und Katechetin Monika Knuth den Segen von Pfarrerin Leen Fritz empfangen. Dabei wurde gesungen und die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland vorgelesen, die den von der Geburt Jesu kündenden Stern sahen und ihm folgten. Das Sternsinger-Ritual knüpft unmittelbar an diese biblische Erzählung.

Familien sorgen für kräftigendes Mittagessen

Die Kinder, die von Zossen als Sternsinger auszogen, kennen sich aus der Christenlehre oder dem Religionsunterricht. Sie sind oft zum wiederholten Male dabei. Wirkten sie in der Kirche noch einige etwas schläfrig, war das wie weggeblasen, als sie ihre Umhänge anlegten, Kronen aufsetzten und die Hirtenstäbe mit den Sternen verteilt wurden. „Die Kronen sind gerade gebastelt worden, die Sterne gibt es schon lange“, erklärte Monika Knuth, die mit Pfarrerin Fritz die in Zossen und Nächst Neuendorf segnenden Gruppen begleitete. In Dabendorf und Saalow waren Irene Schütz und Marianne Kalz mit den Kindern unterwegs.

Familie Zell sorgte in Zossen und Familie Graebert in Dabendorf dafür, dass die Sternsinger ein kräftigendes Mittagessen bekamen. Die Menschen, die den Segen der Sternsinger empfangen wollten, hatten sich vorher in der Kirche gemeldet. Das Seniorenzentrum Bonhoeffer-Haus sowie Geschäfte in der Zossener Innenstadt sind immer dabei. Relativ neu ist, dass es fertige Sticker mit dem Segen gibt. Den bekam Leen Fritz über den des letzten Jahres geklebt, bevor die Gruppe in die Bibliothek zog. Mitarbeiterin Anne Schweitzer freute sich dort: „Ich finde das toll. Die meisten Sänger sind ja auch unsere Leser“.

Von Andrea von Fournier

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