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Hartes Los, große Wünsche, kleines Budget

Sterntaler-Aktion – Jetzt spenden! Hartes Los, große Wünsche, kleines Budget

Heinzes aus Luckenwalde können ihr Familienglück kaum genießen. Die Wohnung ist zu klein und hat Mängel, Tochter Celina sitzt im Rollstuhl und kann nicht zu Hause leben. Zudem ist das Geld knapp. Trotzdem möchten die Eltern, dass die Wünsche ihrer Kinder in Erfüllung gehen. Die MAZ will helfen mit der Sterntaler-Aktion.

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Nicole und Maik Heinze mit den Kindern Jason, Amalia und der knapp drei Wochen alten Mia. Die Familie zog vor zwei Jahren nach Luckenwalde.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Weihnachten steht vor der Tür und Nicole Heinze sieht der besinnlichen Adventszeit mit Sorge entgegen. Sie muss sehen, wie sie den Alltag der sechsköpfigen Familie bewältigt. Die Familie lebt seit zwei Jahren in Luckenwalde. Nicole Heinze brachten ihre beiden Kinder, die 14-jährige Celina und den zehnjährigen Jason, mit in die Ehe. Inzwischen haben sie und ihr Mann Maik mit Amalia und Mia noch zwei gemeinsame Kinder.

Die älteste Tochter Celina ist körperlich schwerstbehindert und leidet an einem Gendefekt – einer Spinalen Muskelathrophie Typ II. Dabei handelt es sich um Muskelschwund. Als sie ein halbes Jahr alt war, konnte sie plötzlich nicht mehr krabbeln. Inzwischen muss Celina nachts beatmet werden, wird über eine Magensonde versorgt und sitzt im Rollstuhl. Sie kann nicht allein aufrecht sitzen, ihre Hände kann sie nur noch eingeschränkt bewegen.

Die 14-jährige Celina liebt Pferde über alles

Die 14-jährige Celina liebt Pferde über alles. Sie würde gern die Pferdeshow Apassionata besuchen.

Quelle: privat

Celina besucht die 8. Klasse der Oberlin-Schule in Potsdam und wohnt dort in einer Wohngruppe. Die Familie besucht sie fast jede Woche. Allerdings kann Celina nur selten nach Luckenwalde kommen, denn die Wohnung ist sehr klein und mit dem Elektrorollstuhl ist es zu eng. Ihr Pflegebett steht mit im Zimmer ihres Bruders Jason. Außerdem muss Celina einige Stufen hochgetragen werden, was in den vergangenen Monaten nicht möglich war, weil ihre Mutter Nicole Heinze schwanger war. Deshalb war Celina seit August nicht mehr zu Hause. „Am meisten würden wir uns über eine barrierefreie neue Wohnung freuen, so dass alle Platz haben“, sagt Nicole Heinze, die sehr darauf achtet, dass in den vier Wänden alles tipptopp sauber ist.

Probleme in der Schule, Kampf um Kita-Platz

Jason hat im Herbst die Schule gewechselt und besucht jetzt die Förderschule in Luckenwalde. In der alten Schule hatte er unter den Hänseleien seiner Mitschüler zu leiden, bekam schlechte Noten und war unzufrieden. Inzwischen fühlt er sich in der neuen Klasse wohl.

Für Tochter Amalia hat es nun endlich mit einem Platz in der Kita „Burg“ geklappt und Nesthäkchen Mia erblickte am 4. November das Licht der Welt. Sie schläft gemeinsam mit den Eltern im Wohnzimmer. Zum Glück hat Maik Heinze vor wenigen Wochen eine Teilzeitbeschäftigung im Rewe-Markt in Luckenwalde bekommen – ein kleiner Lichtblick bei all den Herausforderungen und Belastungen.

Große Sorgen bei finanziellen Engpässen

Die große Sorge um Celinas Gesundheit, die Probleme mit der Wohnung, finanzielle Engpässe trüben oft das Familienglück – besonders jetzt in der Adventszeit. Trotzdem freut sich Nicole Heinze darauf, dass Weihnachten alle zusammen sind. „Ich bin stolz auf meine Tochter. Sie ist trotz ihrer Behinderung lebenslustig und steckt alle mit ihrem Lachen an“, sagt die 33-Jährige. Dabei musste das Mädchen schon etliche schwere Operationen über sich ergehen lassen.

Da Celina in einer Wohngruppe untergebracht ist, bekommt die Familie kein Geld und muss alle Fahrkosten, auch die von der Wohnstätte zum Krankenhaus, selbst finanzieren. „Ich weiß manchmal nicht, wie ich das alles bezahlen soll“, sagt Nicole Heinze. Inzwischen ist Celina im Teenageralter, sie legt Wert auf ein gepflegtes Äußeres und möchte auch ein wenig Taschengeld. „Aber auch das ist schwierig, weil kaum etwas übrig bleibt“, so Nicole Heinze.

Celina liebt Pferde: Einmal zur Apassionata!

Die 14-Jährige liebt Pferde über alles. Sie kann zwar selbst nicht auf einem Pferd sitzen, freut sich aber, wenn die Tiere in ihrer Nähe sind. Deshalb ist ihr größter Wunsch, im Januar in Berlin die Pferdeshow Apassionata zu besuchen.

Das größte Hobby von Jason ist Fußball, deshalb würde er sich über Adidas-Fußballschuhe freuen – am liebsten in seiner Lieblingsfarbe grün. Er liebäugelt auch mit einem Nintendo „Wii U Super Mario“. Für die ganz Kleine wünschen sich die Eltern ein größeres Babybettchen, denn das jetzige Beistellbett ist bald zu klein. Und Amalia hätte als Puppen-Mutti gerne eine ganz weiche große Puppe, die sie wickeln kann. Sie schaut genau zu, wie ihre Mama das mit der kleinen Mia macht.

MAZ-Sterntaler-Aktion

Die Weihnachtsaktion, die die MAZ in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald durchführt, soll Familien, die unverschuldet in Not geraten sind, ein unvergessliches Weihnachtsfest ermöglichen.

Die Aktion findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt und unterstützt Familien im Verbreitungsgebiet des Regionalverlags Dahmeland-Fläming.

Die Familien werden in der MAZ vorgestellt. Sie berichten über ihr Schicksal und ihre Wünsche. Fast alle Wünsche konnten in den Vorjahren mit Hilfe der MAZ-Leser erfüllt werden.

Das Spendenkonto wird vom DRK verwaltet, das auf Wunsch auch Spendenquittungen ausstellt.

Kontoinhaber: DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald e. V., IBAN:DE30 1605 0000 3633 0275 39,
Verwendungszweck: Sterntaler.

Die MAZ möchte die Namen der Spender im Laufe der Aktion veröffentlichen. Ist dies nicht gewünscht, kann das beim Verwendungszweck entsprechend vermerkt werden.

Den Heiligen Abend wird die Familie bei den Eltern von Nicole Heinze in Benken in der Nähe von Belzig verbringen, weil dort mehr Platz ist. Bisher steht allerdings noch nicht fest, wie sie dort hinkommen, mit Rollstuhl und Kinderwagen, denn das Familienauto ist zu klein. „Wir würden gern einen Kredit aufnehmen, um uns ein größeres Auto anschaffen zu können. Vielleicht finden wir ja auf diesem Weg jemanden, der uns einen vertretbaren Kredit anbietet“, sagt Maik Heinze.

Von Margrit Hahn

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