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Stille Choreografie am Himmel

Training der Segelkunstflieger in Reinsdorf Stille Choreografie am Himmel

Der Kunstflugförderverein „Aufschwung Ost“ absolviert gerade eine Trainingswoche in Reinsdorf. Flugschüler lernen das Beherrschen der motorlosen Flieger und absolvieren bestimmte Choreografien am Fläming-Himmel.

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Der Segelflieger eines Flugschülers wird zur Startposition geschoben.

Quelle: Iris Krüger

Reinsdorf. Fast geräuschlos vollzieht sich der Start. Zügig wird das weiße Segelflugzeug von der Höhenschleppwinde hinaufgezogen, dann schwebt es durch die Luft. Nur wenige Sekunden später ist der Flieger nur noch als kleiner glänzender Punkte am strahlend blauen Himmel auszumachen.

Über derart ideales Flugwetter können sich die Segelflugpiloten einfach nur freuen. In dieser Woche findet auf dem Flugplatz in Reinsdorf der jährliche Herbstlehrgang statt, zu dem der Kunstflugförderverein „Aufschwung Ost“ regelmäßig einlädt. „Kommen kann eigentlich jeder“, sagt Ewald Murra vom Aero-Club Berlin, der auch als Fluglehrer tätig ist: „Vom erfahrenen Piloten, der hier eine Ausbildung, Weiterbildung oder Wettbewerbstraining machen möchte, bis hin zum flugbegeisterten Interessenten, der einfach mitfliegen will.“

Hintergrund

Der Kunstflugförderverein „Aufschwung Ost“ (KFAO) hat nach eigenen Angaben derzeit 90 Mitglieder – auch aus Westdeutschland.

Gegründet wurde der Verein am 7. Juni 2007 auf dem Flugplatz Stölln im Havelland, der sich „ältester Flugplatz der Welt“ nennt.

Vereinszweck des KFAO ist die Förderung des Sports, insbesondere des Kunstflugsports auf Segelflugzeugen und Motorseglern.

Der KFAO richtet jedes Jahr mindestens einen Segelkunstfluglehrgang an wechselnden Standorten in Ostdeutschland aus.

Zum aktuellen Lehrgang hatten sich 17 Teilnehmer gemeldet. Sechs davon mit dem Wunsch, innerhalb der Woche in Reinsdorf ihre Kunstflugberechtigung zu erwerben. „Jeder von ihnen besitzt bereits eine Segelfluglizenz. Für die Berechtigung müssen sie ungefähr 20 Starts durchführen, mit und ohne Fluglehrer“, sagt Ewald Murra. Dabei werden dann Grundfiguren wie Looping, Rolle oder Turn erlernt, die nach einer vorgegebenen Choreografie durchgeführt und auch bewertet werden. Ein Flug dauert acht Minuten, davon gehen schon vier Minuten für Start und Landung weg. Das heißt, innerhalb der verbleibenden Zeit muss das Programm exakt abgearbeitet werden. „Und das ist anspruchsvoll, denn der Pilot geht an die Grenzen seiner Belastbarkeit und an die des Segelflugzeugs“, sagt David Tempel, Vorstandsbeirat im „Aufschwung Ost“ und passionierter Flieger. „Es geht uns nicht nur um das Erlernen der Kunstflugfiguren, sondern auch um das Verhalten beim Misslingen einer Figur.“ Daher wird nicht nur in der Luft trainiert, sondern auch auf dem Boden. Bei den Trockenübungen – den mentalen Vorbereitungen – geht der Segelflugpilot am Boden alle Grundfiguren gedanklich durch, bis diese sitzen.

Am heutigen Samstag stehen nun die Prüfungen der Grundkursschüler an. Insgesamt sechs Teilnehmer müssen sich den Aufgaben stellen, die die Fluglehrer vom Boden aus bewerten.

Wer sich ebenfalls für den Segelkunstflug interessiert, kann sich beim Kunstflugförderverein „Aufschwung Ost“ informieren über das Kursangebote und die Inhalte. Auch Veranstaltungsleiter Thomas Feike steht für Fragen zur Verfügung, 01 72/3 82 92 11.

Von Iris Krüger

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