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Stillstand beim Großbeerener Festkomitee

CDU fühlt sich ausgeschlossen Stillstand beim Großbeerener Festkomitee

Bei Hans-Peter Rottenbiller gibt es Stillstand. Er ist der Vorsitzende des Festkomitees für das „Siegesfest“ in Großbeeren – seine Arbeit ist ehrenamtlich. Eigentlich müssten jetzt wichtige Absprachen für das nächste Fest getroffen werden, doch es gibt Ärger in der Gemeinde. Die CDU-Fraktion lehnt die Zusammenarbeit ab. Sie fühlt sich ausgeschlossen.

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Die Planungen für das nächste Siegesfest stehen still.

Quelle: Clausnitzer

Großbeeren. Es gibt Diskussionsbedarf: Die örtliche CDU-Fraktion lehnt eine weitere Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Festausschusses „Siegesfest“ bis auf Weiteres ab. Die Gemeinde hatte erst 2014 beschlossen, ein Festkomitee für die Ausrichtung des Siegesfestes einzurichten. Diesem Beschluss vorausgegangen war bereits die gängige Praxis, ein Festkomitee zur Gewährleistung der jährlichen Festveranstaltung einzusetzen. Hans-Peter Rottenbiller engagiert sich seit 2013 in leitender Funktion im Festkomitee. Er hat die letzten drei Siegesfeste gemeinsam mit dem Komitee auf die Beine gestellt, in dem sich unterschiedliche Vertreter aus der Gemeinde, der Polizei und der Kirche monatlich zusammenfinden. Ziel ist es, das Siegesfest mit Rummel auf der Festwiese zu organisieren. Gedacht wird der siegreichen Schlacht gegen napoleonische Truppen 1813.

Nun fühlt sich die CDU-Fraktion ausgeschlossen. Das von der Fraktion berufene und entsandte Mitglied zum Festkomitee, Torsten Plickett, sei weder eingeladen noch über Tagungen des Komitees informiert worden. Protokolle seien der Fraktion nicht zugegangen. „Wir lehnen ein Festkomitee unter der Leitung von Herrn Rottenbiller ab“, erklärte Adrian Hepp (CDU) vor den Gemeindevertretern. Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) plädierte dafür, die inhaltliche Diskussion vorzuziehen. Er forderte die Gemeindevertreter auf, verbindliche Vorgaben für den Rahmen der Ausrichtung zu geben. „Es gibt eine Diskrepanz zwischen Inhalt und Finanzierung des Siegesfestes“, so Ahlgrimm. In den letzten Jahren waren die angesetzten Ausgaben für das Siegesfest verfehlt worden. Daher forderte er alle Fraktionen auf, bezüglich der Gestaltung des Siegesfestes eine Erklärung abzugeben. Wenn diese Vorgaben auf dem Tisch liegen, dann wäre auch die Finanzierung von vornherein klarer, so die Idee der Gemeindeverwaltung.

Viele Gäste besuchen jedes Jahr das Spektakel

Viele Gäste besuchen jedes Jahr das Spektakel.

Quelle: Reck

Das Siegesfest 2015 hat nach bisheriger Einschätzung der Verwaltung 34 000 Euro gekostet, einige kleinere Posten würden noch hinzu kommen. Mit 30 000 Euro war geplant worden. Hohe Beträge werden jährlich besonders durch Infrastrukturkosten erzeugt. Rund 11 000 Euro musste die Verwaltung für eine Energietrasse auf der Festwiese begleichen, 5117 Euro für die Bereitstellung von Toiletten. „Die Gemeindevertreter müssen sich positionieren, was sie wollen“, sagt Ahlgrimm bezüglich der einzelnen Posten. Dann könne man dem Festkomitee klare Vorgaben geben. Zeitnah sollen in der Sache Entscheidungen gefällt werden.

Für Hans-Peter Rottenbiller heißt das erst einmal warten. „Die Arbeit steht still“, sagt er. Dabei sei es gerade jetzt wichtig, Absprachen mit dem Betreiber des Rummels zu treffen. Bereits im letzten Jahr war dieser kurz vor dem Fest abgesprungen, Rottenbiller konnte ihn aber zurückgewinnen. „Ich mache das alles ehrenamtlich“, betont er. Die genannten Vorwürfe kann er nicht verstehen. Zudem würde er für die Gemeinde nur Vorverhandeln, denn Verträge schließen könne nur die Gemeinde. „Ich kenne Plickett persönlich, er hat meine Telefonnummer. Wenn ihm was nicht gefällt, hätte er anrufen können.“ Zudem sei er nicht verpflichtet, Protokolle über Sitzungen zu schreiben, und Einladungen würden mündlich während der Sitzungen ausgesprochen. Dort sei Plickett auch erschienen. „Ich habe der Gemeindeverwaltung jetzt mitgeteilt, dass ich zunächst den Vorsitz ruhen lassen“, so Rottenbiller. Er würde sich allerdings gerne weiter für das Siegesfest engagieren. Auch er wartet jetzt auf eine klare Entscheidung der Gemeindevertreter.

Von Krischan Orth

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