Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Stilmix der Genres und Zeitalter

Luckenwalde Stilmix der Genres und Zeitalter

Die Weltmusik-Brassband „Schnaftl Ufftschik“ trat am Freitagabend im Luckenwalder „Klassmo“ auf. Sie begeisterte mit einem unnachahmlichen Mix aus diversen Musikgenres und -epochen das Publikum, das größer hätte sein können.

Voriger Artikel
Betrunkener Fahrer rammt Zaun und schläft ein
Nächster Artikel
Musikalische Storys und ein bisschen Luther

Die Band „Schnaftl Ufftschik“ im Café Klassmo am Freitagabend.

Quelle: Iris Krüger

Luckenwalde. Wie kommt man auf die Idee, seiner Band den Namen „Schnaftl Ufftschik“ zu geben? Und wer oder was ist das überhaupt? Darauf will nicht jeder der insgesamt fünf Musiker, die am Freitagabend zu Gast im Luckenwalder „Klassmo“ waren, eine Antwort geben. Reinhard Gundelwein, der Klarinettist, wagt es aber doch: „Schnaftl Ufftschik, das ist ein gutmütiger Waldkobold aus Westsibirien, der mit der Eisenbahn ferne Länder bereist und deren Musik kennenlernt.“ Anschließend verwebe der Kobold seine musikalischen Erlebnisse, sodass sich niemand beim Hören ihrem Bann entziehen könne.

Beethoven und Bee Gees, Romantik und Reggae

Ob es den Waldkobold wirklich gibt? Fakt ist, dass es die Band „Schnaftl Ufftschik“ tatsächlich schafft, auf eine unverwechselbare Weise die Musikwelt zu vermischen. Ihre Arrangements verbinden Jahrhunderte, Musikstile und Kontinente. Egal ob Beethoven oder Tschaikowski, Bee Gees oder Renft: Alles verarbeiten die Musiker auf ihre ganz besondere Art und Weise. Da wird ein Popsong zum Klezmer, ein klassisches Lied zum Reggae. Und das traditionelle Volkslied „Kein schöner Land“ verwandelt sich mit Leichtigkeit in ein rassiges Latino-Stück.

Auch Jazz-Fans kommen auf ihre Kosten

Natürlich kommen die Jazz-Klassiker nicht zu Kurz. So präsentierte die Band eine eigene Version des weltbekannten Songs „Take five“. Anschließend ließ sie eine traditionelle ukrainische „Kolomeike“ in dreifacher Geschwindigkeit über die Bühne galoppieren. Auch selbst geschriebene Kompositionen standen im „Klassmo“ auf dem Programm. Dazu zählte „Emmas Tango“, ein Lied aus der Feder von Trompeter Lutz Wolf, das er seiner Tochter widmete.

Lob aus dem Publikum

„Zum Glück habe ich mich von meiner Freundin überreden lassen und bin heute mitgekommen“, sagt Gabriele Niendorf aus Luckenwalde begeistert. Auch wenn sie vorher nicht wusste, welche Musikrichtung sie erwartete, habe sich der Besuch gelohnt, so die 61-Jährige: „Das ist wirklich mal was anderes.“ Schade, dass sich nicht mehr Musikliebhaber auf diesen Abend eingelassen hatten.

Von Iris Krüger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg