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Stimmungsbild zur Windkraft im Fläming

Bürgerumfrage Stimmungsbild zur Windkraft im Fläming

Die Bürger in Niederer Fläming und Dahme blicken rings um ihre Dörfer auf Windenergieanlagen. 138 Stück stehen allein in diesen Kommunen, die meisten wurden erst in den letzten Jahren errichtet. Elf Jahre nach einer ersten repräsentativen Bürgerumfrage zur Windenergie wird diese nun wiederholt.

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Eine „Energielandschaft“ bei Hohengörsdorf.

Quelle: Degener

Lichterfelde. Was passiert mit einer Region, deren Landschaft innerhalb weniger Jahre durch Windräder neu geprägt wird? Mehrere hundert zufällig ausgewählte Bürger in den Kommunen Niederer Fläming und Dahme werden derzeit mit einem umfangreichen Fragebogen angeschrieben, um ein aktuelles Meinungsbild zur Windenergie in der Region zu erhalten. Es handelt sich um die Wiederholung einer Umfrage, die 2005 erstmals von der Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming durchgeführt worden war.

Damals standen gerade die ersten zwei Windräder auf dem Gebiet der Gemeinde Niederer Fläming – jetzt sind es bereits 57 Stück und viele weitere kommen noch hinzu. Im Amt Dahme sind es sogar 81 Windkraftanlagen. Lutz Klauber von der Regionalen Planungsgemeinschaft weiß, dass die zwei Kommunen der „am stärksten von Windenergie belastete Raum“ im Planungsgebiet sind und die Einwohner dies möglicherweise so empfinden, dass ihr Lebensumfeld „überstrapaziert“ ist.

Anfangs Gleichgewicht zwischen Skeptikern und Befürwortern

Bei der ersten Befragung gab es fast ein Gleichgewicht zwischen Skeptikern und Befürwortern. Da seitdem viele sogenannte Eignungsflächen mit immer höheren Windrädern bebaut wurden und derzeit ein von der Umfrage unabhängiges Volksbegehren in Brandenburg läuft, ist eine Verschiebung der Ergebnisse zumindest wahrscheinlich.

Klauber hofft trotzdem auf sachliche Antworten, die anschließend von der Technischen Universität in Berlin ausgewertet werden. Im Sommer sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden. „Die Resultate muss man dann in den politischen Raum geben“, sagt Klauber. Die Energiewende sei noch nicht zu Ende, die Weichen könnten neu gestellt werden.

Kaluza: Betroffene Kommunen müssen Ausgleich erhalten

Vor einer möglicherweise radikal gesunkenen Akzeptanz der Windenergie in seiner Gemeinde hat David Kaluza (parteilos), Bürgermeister von Niederer Fläming, keine Angst. Er ist stattdessen darauf gespannt, wie die Regionale Planungsgemeinschaft und die Landesregierung mit dem Ergebnis umgehen. „Meine private Meinung dazu ist, dass die betroffenen Kommunen und Bürger für die Belastung einen Ausgleich erhalten müssten. Der erfolgt bisher nur sehr ungenügend. Im Gegenteil – die höchsten Strompreise in Deutschland zahlen die Regionen mit den meisten erneuerbaren Energien. Und das kann doch nicht sein!“, sagt Kaluza.

Von Peter Degener

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