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Stolperstellen sind sturzgefährlich

Klausdorfer Ortsbeirat wirbt für privat finanzierten Gehwegbau Stolperstellen sind sturzgefährlich

Sturzgefährlich sind die Gehwege entlang der Zossener Straße in Klausdorf. Weil die Gemeinde Am Mellensee kein Geld für neue Fußwege hat, setzt der Ortsbeirat nun auf die Eigeninitiative möglichst vieler Anwohner. Bereits seit rund zwei Jahren gibt es eine Richtlinie, die den privat finanzierten Bau von Gehwegen in Abstimmung mit Bauamt und Ortsbeirat gestattet.

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Alleebäume heben Betonplatten hoch. Solche Stolperfallen finden sich an vielen Gehwegstellen neben der Zossener Straße.

Quelle: Frank pechhold

Klausdorf.
Baumwurzeln heben brüchige Betonplatten an. Die Gehwege an der Zossener Straße in Klausdorf sind in einem katastrophalen Zustand. Geld für neue Bürgersteige hat die Gemeinde nicht. Deshalb setzt Ortsvorsteher Bernd Kosensky (UWG) darauf, dass möglichst viele Anwohner die Fußwege vor ihrer Haustür aus der eigenen Tasche bezahlen.

Die Gehwegplatten wurden in den 1960er und 70er Jahren verlegt. „Erstaunlicherweise haben sie so lange gehalten“, sagt Kosensky. Doch inzwischen gleichen die teils unbefestigten, 1,5 Kilometer langen Fußwege zwischen der Dorfaue und dem Mellenseer Ortseingangsschild tückischen Stolperfallen. „Die Gehwege sind grauenvoll“, sagt Anwohner Harald Demuth. Deshalb sollte man im Dunkeln besser auf der Straße laufen. „Der Weg ist schlimm“, so Ivonne Kollek, Inhaberin des Friseurgeschäftes „Haareszeit“. Schon oft habe sie Gäste aus dem Hotel „Morada“ vorbei gehen und hin fallen sehen. „Das sind ältere Herrschaften um die 60 und 70, von denen viele auf einen Rollator angewiesen sind.“ Dafür seien die Wege überhaupt nicht geeignet.

„Wenn wir den Tourismus entwickeln wollen, kann das nicht so weiter gehen“, sagt Ortsvorsteher Kosensky. Die Gehwege seien älteren Tagesgästen und Urlaubern nicht mehr zuzumuten. Wenige Anwohner hätten bereits ihre Gehwegstücken auf eigene Kosten oder mit materieller Unterstützung der Gemeinde erneuert. „Vor meinem Grundstück und bei meinen Schwiegereltern habe ich den Gehweg selbst gepflastert“, sagt Kosensky. Er hofft, dass dieses Beispiel Schule macht. Die Möglichkeit dazu besteht seit rund zwei Jahren. Damals trat die „Richtlinie für den privat finanzierten Gehwegbau“ in Kraft. Sie erlaubt Bürgern in Abstimmung mit Bauamt und Ortsbeirat die Fußwege zu erneuern. Vorgeschrieben sind Art und Form des Unterbaus und der zu verwendenden Steine.

„Die Bauverwaltung würde den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagt Kosensky. Nun wolle man schnell erfahren, wie die Leute zu dem privat finanzierten Gehwegbau stehen. Auch sei zu klären, wie man jenen Bürgern helfen könne, die kein Geld für einen neuen Gehweg haben. „Da wäre es schön, wenn die Gemeinde wenigstens das Material bezahlt.“ Um all das zu klären, habe der Ortsbeirat angeregt, eine Anwohnerversammlung einzuberufen.

Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) hält die Initiative des Ortsbeirates „für löblich“. Wahrscheinlich lasse sich so ein Vorhaben nicht in einem Ritt, sondern abschnittsweise realisieren. Nur die Erneuerung des an der Mellensee-Seite gelegenen Gehweges bis zur Draisinenbahn im benachbarten Mellensee verschlänge Unsummen. „Dafür müsste die Gemeinde 300 000 Euro in die Hand nehmen. So viel haben wir nicht.“

Von Frank Pechhold

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