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Teltow-Fläming Storchenheim wieder in Schuss
Lokales Teltow-Fläming Storchenheim wieder in Schuss
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00:29 12.03.2018
Mutig und schwindelfrei wagte sich Dachdeckermeister Christian Schulze am Donnerstag auf das Kirchendach zum Storchennest. Quelle: Isabelle Richter
Seehausen

Trotz des kurzen Wintereinbruchs der vergangenen Tage fiebert man in Seehausen schon sehnsüchtig dem Frühling entgegen.

In wenigen Wochen soll es soweit sein: Nach einer langen Reise aus dem warmen Süden werden die Störche in dem Niedergörsdorfer Ortsteil zurückkehren.

Schon vor etlichen Jahren hatten die Seehausener den Zugvögeln auf dem Schornstein der Kirche eine Niststelle gebaut. Seitdem erfreuen sich die Dorfbewohner am jährlichen Besuch der Störche, die sich dort für ein paar Monate häuslich einrichten.

Damit sie sich auf Anhieb wohlfühlen, wurde das Nest am Donnerstagmorgen gemütlich hergerichtet.

Es wurde immer größer und schwerer

Seit etwa 15 Jahren war an dem Nest nichts mehr gemacht worden. Durch die mehrfache Nutzung wurde es Jahr für Jahr immer größer. „Wir hatten jetzt etwa 50 bis 60 Zentimeter Höhe auf dem Nest und einen Durchmesser von etwa einem Meter“, berichtet Frank-Peter Sturm.

Der Ortsvorsteher erklärt, dass das Nest zu schwer und zudem windanfällig geworden sei. Um es zu schützen, musste das Storchenheim jetzt ein wenig ausgedünnt werden.

Damals habe das noch ein Zimmermann aus dem Ort gemacht. Dieser sei inzwischen jedoch zu alt, um auf das hohe Kirchdach zu steigen.

Kreis übernimmt Kosten

Da es schwierig war, einen Nachfolger zu finden – der auch schwindelfrei sein muss – wandten sich die Seehausener an Dachdeckermeister Christian Schulze.

Die Kosten in Höhe von rund 500 Euro für die Säuberungsaktion übernimmt der Landkreis Teltow-Fläming. Auf Nachfrage der Seehausener bei der Unteren Naturschutzbehörde gab es für die Herrichtung des Nestes grünes Licht.

Eine Schubkarre voll Dreck

Mit Mistgabel und Besen bewaffnet wagte sich Christian Schulze auf das Kirchendach. „So etwas habe ich vorher auch noch nie gemacht“, erzählt er. Der Dachdeckermeister war ziemlich erstaunt darüber, was ihn am Nest erwartete. „Das ist ja richtig gut gepackt. Ich dachte da wären nur grobe Äste“, berichtete er, nach dem Abstieg.

Eine ganze Schubkarre voll Dreck fegte Christian Schulze vom Kirchdach. Quelle: Isabelle Richter

In der Tat haben die Störche in der Vergangenheit ganze Arbeit geleistet und das Nest gut mit Sand und Grasnarben verdichtet. Eine ganze Schubkarre voll Dreck holte Christian Schulze aus dem Storchenheim heraus.

Etwa 30 Zentimeter hat der Dachdeckermeister abgetragen. Kurz nach getaner Arbeit ertönten aus den nahegelegenen Bäumen auch gleich mehrere Vogelschreie. „Es spricht sich schon rum: Da ist wieder eine Wohnung frei“, scherzte der Dachdecker.

Störche lassen Enten abtreten

Das erinnerte auch Ortsvorsteher Frank-Peter Sturm an eine lustige Geschichte.

Während in dem Storchennest schon immer Spatzen als Untermieter geduldet wurden, gab es in der Vergangenheit auch einmal Enten, die an dem Nest interessiert waren. „Da haben die Störche aber ganz schön Alarm gemacht“, berichtete der Ortsvorsteher.

Nach einer kurzen Ansage von Storch zu Ente mussten die Wasservögel schließlich ihre Koffer packen und sich eine neue Bleibe suchen.

Auch dass sich gleich mehrere Störche um das Nest stritten, kam bereits vor. Ob in diesem Jahr wieder gebrütet wird, wird sich zeigen. Die Seehausener würden sich jedenfalls sehr über den Storchennachwuchs freuen.

Von Isabelle Richter

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