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Teltow-Fläming Strandbad Mellensee wirkt nicht einladend
Lokales Teltow-Fläming Strandbad Mellensee wirkt nicht einladend
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06:20 08.04.2016
Eine Hälfte des Steges ist gesperrt. Die andere Hälfte will der Pächter reparieren lassen und sicher begehbar machen. Quelle: Frank Pechhold
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Mellensee

Gesperrt ist der kaputte Steg mit dem Schild „Betreten verboten“. Trist stehen verwaiste Gebäude auf dem weitläufigen Gelände. Farblos sehen die Spielgeräte aus. Wenige Wochen vor dem Start in die neue Saison wirkt das Strandbad in Mellensee wenig einladend.

Wegen dieser ernüchternden Bestandsaufnahme gab es kürzlich ein Gespräch im Rathaus der Gemeinde Am Mellensee. Daran nahmen Bürgermeister Frank Broshog (parteilos), Ortsvorsteher Siegbert Weigt (Linke) und Strandbad-Pächter Peter Dengler teil. Das Trio diskutierte ausführlich darüber, wie es kurz- und langfristig mit dem Strandbad weiter gehen soll.

Vorbereitungen für Start in die Badesaison 2016 laufen

„Mitte Mai starten wir offiziell in die Badesaison“, sagte Peter Dengler Donnerstag der MAZ. Er ist einer der beiden Geschäftsführer der Sade Zossener Hotelbetriebs GmbH („Weißer Schwan“), die das Strandbad seit 2011 von der Gemeinde gepachtet hat. Dengler zufolge werde man in den nächsten Wochen genau wie im vorigen Jahr beispielsweise die Umkleidekabinen herrichten, Gras mähen und den Steg bis zum abgesperrten Bereich reparieren. „Wenn die Sonne am kommenden Wochenende wieder so schön scheint wie am vergangenen Samstag und Sonntag, dann halten wir für die Spaziergänger im Strandbad vielleicht schon vorfristig Kaffee, Kuchen und Bier bereit“, sagt Dengler.

Bürgermeister Frank Broshog geht davon aus, „dass die Gemeinde den Badegästen auch in dieser Saison ein Objekt anbieten kann, wo sie sich wohl fühlen“. Vor allem für Familien mit kleinen Kindern sei das Strandbad ideal. „Der Mellensee gleicht an dieser Stelle dem Balaton“, schwärmt Broshog. Ähnlich wie am ungarischen Plattensee könne man schätzungsweise 40 bis 60 Meter weit hinein laufen „und steht trotzdem nur bis zu den Knien im Wasser“. Wobei auch Broshog weiß, dass der Zustand der Gebäude und des Außengeländes die natürliche Idylle der Freizeitanlage trübt. Aus diesem Grund bleibe es weiter das erklärte gemeinsame Ziel von Gemeinde und Pächter, ein neues Gebäude mit gastronomischem Teil und Einliegerwohnung zu bauen, betont der Verwaltungschef. „Deshalb haben wir das Strandbad auch für die Dauer von 50 Jahren verpachtet, damit sich die Sache für einen potenziellen Investor auch rechnet.“

Bürgermeister hat Hoffnung auf Neubau noch nicht aufgegeben

Aktuell kann man sich kaum vorstellen, dass dort schon in Kürze Mitarbeiter der Gaststätte „Weißer Schwan“ Badegäste am Wochenende gastronomisch versorgen werden. Vielmehr gleicht das Strandbad einem Provisorium. Nur wenig erinnert noch an die ehemalige HO-Gaststätte „Melle am See“, die nach der Wende mehrfach den Besitzer wechselte. Schon vor Jahren mussten ein Holzständerbau, das Toilettengebäude und ein Carport abgerissen werden, weil sie baufällig waren. Nur das einstige Wirtschaftsgebäude konnte stehen bleiben. Heute dient das gemauerte Gebäude in der Badesaison als Imbissstand mit Durchreiche, Damen- und Herrentoilette sind angegliedert.

Wäre es nach den ursprünglichen Plänen der Pächtergesellschaft Sade gegangen, dann wären die Gebäudeüberreste längst einem Neubau gewichen. Weil aber die erhoffte Förderung der Investitionsbank des Landes Brandenburg für das rund 400 000 Euro teure Bauvorhaben ausblieb, wurde bislang nichts aus dem Projekt. „Die Baugenehmigung liegt seit drei Jahren vor“, sagt Bürgermeister Frank Broshog. Weitere drei Jahre hat der Pächter noch Zeit, das Strandbad-Haus zu bauen. „Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben“, bleibt Ortsvorsteher Siegbert Weigt optimistisch. Pächter Peter Dengler hält sich vorerst bedeckt. Zurzeit stehe er wegen der Finanzierung noch in Verhandlungen mit den Banken. Ende April, Anfang Mai wolle er sich zu „konkreten Vorhaben für das Strandbad äußern“.

Von Frank Pechhold

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