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Teltow-Fläming Strandpark mit Parkplätzen?
Lokales Teltow-Fläming Strandpark mit Parkplätzen?
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12:31 27.02.2018
Wünsdorfer Bürger sprechen sich bei einem Vor-Ort-Termin gegen den Bau von Caravan-Stellplätzen auf dem Strandbadgelände aus. Quelle: foto: Frank Pechhold
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Wünsdorf

Widerstand regt sich gegen den Bau von neun Caravan-Stellplätzen im Strandbad Wünsdorf. Bürger wollen den parkähnlichen Charakter der Freizeitanlage ohne Parkplatz für Wohnmobile erhalten. Die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) und Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow (VUB) verweisen darauf, dass das jahrelang öffentlich beratene Projekt beschlossene Sache ist.

„Die Bürger hatten die Möglichkeit, sich in allen öffentlichen Sitzungen der Ausschüsse, des Ortsbeirates und meinen Sprechstunden einzubringen“, so Ortsvorsteher von Lützow. Aber das sei nicht geschehen. „Man kann das im Hinblick auf unsere Bürgerpflicht als Fehler ansehen, dass wir uns nicht darum gekümmert haben, was hier vorgeht“, so Anwohnerin Daniela Franz bei einem Vor-Ort-Termin im Strandbad. Weil man nicht noch einen Fehler machen wolle, mische man sich nun in diese Sache ein.

Der 120 000 Euro teure Stellplatz soll 2018 gebaut werden

Der 120 000 Euro teure Stellplatz soll 2018 gebaut werden. Neun Wohnmobile können auf Schotterrasen parken. Bezahlung und Entsorgungsstation für Chemietoiletten funktionieren automatisch. Eine ursprünglich geforderte zehn  Meter lange und 1,80 Meter hohe Lärmschutzwand muss zunächst nicht errichtet werden. In einem zweijährigen Probebetrieb wird überprüft, ob die Wand erforderlich ist.

„Wir möchten, dass das Strandbad so erhalten bleibt, wie es ist. Naturbelassen, mit altem Baumbestand und als Rückzugsgebiet für verschiedene Wildvogelarten wie Silberreiher und Gänse“, sagt Daniela Franz. Darin sehe sie die Zukunft für den Tourismus im Ort. „Das Strandbad ist die Perle von Wünsdorf“, so Thilo Gödel. Sonntagnachmittags sei die weitläufige Anlage auch im Winter gut gefüllt mit Spaziergängern. „Das Bad wird de facto als Park genutzt. Deshalb nennen wir es auch Strandpark.“

Steganlage oder Café statt Stellplätze

„Wir wünschen uns ein wunderbares Zusammenleben mit allen Urlaubern, den Syrern und den anderen Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtung“, sagt Elke Kinder. „Alles soll friedlich zu gehen – aber bitte schön ohne Caravans!“ Margret Liebezeit befürchtet Lärm, der von spätnachts anreisenden Caravans verursacht wird. „Der gesunde Mensch hat ein Recht auf Schlaf!“ Deshalb fordere sie, dass die Nachtnutzung des Stellplatzes mit den Anwohnern besprochen wird. Karen Rauch versteht, dass man den Tourismus ausbauen und noch mehr Leute anlocken möchte. Aber das könnte man nachhaltiger tun, indem man in eine Steganlage, ein Café oder eine Attraktion auf dem Wünsdorfer See investiert. „Wir wünschen uns, dass die Entscheidung neu wirtschaftlich, politisch und ökologisch überdacht, betrachtet und entschieden wird“.

Dafür müsste vom Wünsdorfer Ortsbeirat, aus dem Tourismus- oder Bauausschuss ein Signal an die Zossener Stadtverordnetenversammlung kommen, den in diesem Gremium mehrheitlich gefassten Beschluss zum Bau des Caravan-Stellplatzes zurückzunehmen, so Rolf Freiherr von Lützow. „Es wird auch nur ein Teil des Strandbades für den Stellplatz in Anspruch genommen“, sagt er. Bäume würden nicht abgeholzt, der parkähnliche Charakter bleibe somit erhalten.

Schreiber: „Caravan ist einfach eine boomende Reiseform.“

„Die Baugenehmigung liegt vor“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Voraussichtlich im März gehe die Ausschreibung raus. Auch für sie sei nicht ersichtlich, dass eine Mehrheit der Stadtverordneten bereit sei, den Baubeschluss zu kippen. Vielmehr gehe es der Mehrheit der kommunalen Vertreter darum, etwas im Strandbad zu bauen, das den Tourismus in der Region fördert. „Caravan ist einfach eine boomende Reiseform.“ Wenn alle Bürger in Regionen mit schönen Landschaften diese ausschließlich für sich und nicht gemeinsam mit Touristen nutzen wollten, dann dürfte man nirgendwo hin in den Urlaub fahren.

Von Frank Pechhold

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