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Straßenkatzen-Aktion geplant

Tierheim Zossen Straßenkatzen-Aktion geplant

Die artgerechte Unterbringung der Tiere steht für Ursula Bauer und Bianka Eicker vom Vorstand des Zossener Tierheim-Trägervereins „Schützende Hand“ ganz oben auf der Liste. Um diesem Anspruch noch besser gerecht zu werden, sollen in diesem Jahr beispielsweise eine Station für Straßenkatzen eingerichtet und der Freilaufbereich für Hunde erweitert werden.

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Ursula Bauer (l.) hat den vier Monate alten Mischlingswelpen Lenny in ihr Herz geschlossen. Bianka Eicker hofft, dass der 12 Jahre alte Mischlingsrüde Alf bald ein neues Zuhause bekommt. Eicker übernimmt im Februar die Leitung des Zossener Tierheimes.

Quelle: Frank Pechhold

Zossen.
Ausgesetzt, von zu Hause ausgerückt oder einfach wegen Überforderung abgegeben. Vor allem aus diesen drei Gründen landen Hunde und Katzen im Tierheim Zossen. Oft dauert es sehr lange, bis die Tiere an liebe Menschen vermittelt werden können. „Deshalb sollen sie es bei uns wenigstens so gut wie möglich haben“, sagt Ursula Bauer. Montag gaben Bianka Eicker und sie Auskunft über Vorhaben im laufenden Jahr. Beide Frauen gehören dem Vorstand des Tierheim-Trägervereins „Schützende Hand“ an.

Bauer zufolge wolle man ein Kitty-Forum einrichten und damit an das deutschlandweit erfolgreiche Straßenkatzen-Hilfsprojekt des Dachverbandes „Aktion Tier“ anknüpfen. Kitty-Foren sind Stützpunkte, von denen aus die Hilfe für verwahrloste Stubentiger organisiert wird. Geplant ist, Straßenkatzen in einem Radius von 50 Kilometern um das Tierheim Zossen einzufangen. „Wobei wir die Katzen nicht wahllos einsammeln wollen“, sagt Ursula Bauer. Beispielsweise werde man aktiv, wenn jemand 20 Katzen im Freien an einem festen Ort zwar auf eigene Kosten füttere, aber kein Geld für eine Kastration der Tiere habe. „Die Kastration einer Katze kostet um die 100 Euro“, erklärt Bianka Eicker. Nach der Kastration werden die Katzen an der betreuten Futterstelle wieder frei gelassen. Erfahrungsgemäß kümmern sich meist ältere Frauen um die Katzen. „Denen geben wir Futterspenden mit, damit sie die Tiere weiter gut versorgen können“, so Bauer.

Die Hunde dürfen sich auf die Erweiterung ihres Freilaufgeländes freuen. „Freilauf gehört zur artgerechten Unterbringung“, betont Bauer. Deshalb sperre man die Hunde nicht einzeln in kleine Käfige ein. Vielmehr sei man darum bemüht, „dass die Hunde so oft sie wollen nach draußen können und sich ein bisschen ihres Lebens freuen.“ Deshalb wird eine rund 400 Quadratmeter große Fläche zusätzlich eingezäunt. Bauer zufolge müsse die obere Zaunbegrenzung leicht nach innen ragen, damit große Hunde nicht ausreißen. Darum statte man auch die vorhandenen, rund 180 Meter langen Freilauf-Zäune mit abgewinkelten Enden aus. „Da kann kein Hund rüber klettern.“

Der Tiergesundheit und dem Tierschutz dienen zwei weitere Projekte. „Voriges Jahr haben wir unser Büro aus dem alten Flachgebäude in einen Container am Eingang verlagert“, sagt Bianka Eicker. Auf diese Weise sei genügend Platz in dem Flachbau frei geworden, um eine Quarantäne-Station für Katzen einzurichten und den bereits vorhandenen Tierarztbereich auszubauen.

„Vielleicht bekommen wir es ja noch 2016 hin, ein Tierschutzzimmer einzurichten“, sagt Ursula Bauer. Das Zimmer dient als Anlaufpunkt für Schulklassen, die erfahren wollen, warum es das Tierheim gibt. „Der Grund des ganzen Übels ist, dass viele Leute sich einfach ohne zu überlegen Tiere anschaffen.“ Genau das sollte man nicht tun, rät Ursula Bauer. „Auch das wollen wir den jungen Leuten bei Gesprächen im Tierschutzzimmer mit auf den Weg geben.“

Von Frank Pechhold

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