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Teltow-Fläming Strategie für den Wohnungsbau Großbeeren
Lokales Teltow-Fläming Strategie für den Wohnungsbau Großbeeren
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00:15 16.02.2016
Endspurt: Im GVZ Großbeeren werden derzeit die letzten großen Flächen erschlossen. Quelle: Jutta Abromeit
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Großbeeren

In Großbeeren sind die Gräben zwischen der Gemeindeverwaltung und einem Teil des Gemeinderats immer noch nicht wieder geschlossen. Doch jetzt kommt offenbar Bewegung in das seit 9.November nicht mehr angefasste Thema Wohnbauentwicklung auf dem 20 Hektar großen Saufichten-Areal.

Diejenigen, die im November eine Teilprivatisierung der kommunalen Wohnungsbaugenossenschaft (Wobau) und damit letztlich das vom Rathaus vorgelegte Konzept zur Entwicklung dieses lukrativen Riesengebiets vor den Toren Berlins abgelehnt hatten, melden sich jetzt zu Wort. Sie wollten mit einem Positionspapier zum Wohnungsbau in Großbeeren Sachlichkeit in die Diskussion bringen, erklären Helmuth Barthel (SPD) und Teja Grzeskowiak (FDP) bei einem Pressetermin. In ihren Augen hatte „die Verwaltung nie einen Auftrag von der Gemeindevertretung“, an einem Investorenmodell für das Gebiet zu arbeiten.

Die Gemeindevertreter von SPD, FDP, Freiem Bürgerbündnis und Linke legen nun zur Hauptausschusssitzung am Mittwoch praktisch einen Fünf-Punkte-Plan vor. Danach soll Großbeeren entsprechend dem bisherigen Wachstum von etwa 200 Bürgern pro Jahr auch künftig wachsen. Dazu müssten im Ort jährlich weiterhin rund 100 Wohnungen gebaut werden. Bis zu 20 davon könnte die Wobau beisteuern. So würde Großbeeren etwa in den Jahren 2025 bis 2030 die Grenze von 10 000 Einwohnern erreichen. Das sichere langfristig die Eigenständigkeit der Gemeinde, auch angesichts der Reformpläne von Seiten des Landes, so Landtagsmitglied Barthel.

Zweitens plädiert das Gemeindevertreter-Bündnis dafür, dass Großbeeren Alleingesellschafterin der Wobau bleibt und kommunale Flächen vorrangig entwickelt. Dazu seien ein mittelfristiger Investitions- und Finanzplan vorzulegen, den es bisher nicht gebe, und die Gesellschaft sei personell zu stärken.

Um Wohnbau-Fördermittel von Bund und/oder Land beanspruchen zu können, solle die Verwaltung bis zum Sommer ein Konzept vorlegen, erstellt nach den aktuellen Anforderungen des Landes. „Denn wir haben ja im Ort immer noch unbebaute Wohnbauflächen wie das Heidefeld“, so Barthel. Grzeskowiak ergänzt: „Außerdem haben wir teilweise das Problem, dass wir mit unserer Infrastruktur dem Zuzug hinterher hinken, wie wir an unserem überfüllten Hort und dem seit Jahren nicht zustande gekommenen Neubau sehen.“

Unter Punkt vier wird erklärt, dass Investoren nach einer wohnungspolitischen Strategie ermuntert und unterstützt werden sollten, bereits bestehendes Baurecht zu nutzen.

Und zu guter Letzt sollten größere Gebiete zur Deckung des Wohnraumbedarfs – ausdrücklich auch Mietwohnraum  – im nördlichen Ruhlsdorfer Feld, also An den Saufichten, ohne gemeindlichen Zwischenerwerb entwickelt werden, Investoren sollten Planungs- und Erschließungskosten tragen.

Von Jutta Abromeit

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