Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Streit um Buswendeschleife in Kallinchen
Lokales Teltow-Fläming Streit um Buswendeschleife in Kallinchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:41 19.07.2015
Das ist die umstrittene Bus-Wendeschleife. Quelle: Frank Pechhold
Anzeige
Kallinchen

Ein Schulbus-Problem rollt auf Kallinchen zu. Darüber informierte Ortsvorsteher Reinhard Schulz in der jüngsten Sitzung der Zossener Stadtverordneten. Kinder aus dem Dorf sind auf die Busse der Linie 789 angewiesen, um auch im neuen Schuljahr zur Zossener Goethe-Grundschule oder zur Dabendorfer Gesamtschule zu kommen. Nun hat das Zossener Busunternehmen „Herz Reisen“ angekündigt, nach den Sommerferien nur noch eine von vier Haltestellen im Dorf anzufahren. Die Folge wären lange Wege bis zum Schulbus. Der Grund dafür ist ein Streit um die bisher hinter der vierten Haltestelle genutzte Wendeschleife.

Für die Beweggründe des Busunternehmens hat Schulz durchaus Verständnis. „Herz Reisen“ solle gegenüber der Stadt auf eine Befestigung der sandigen Holperstrecke gedrungen haben, damit die Niederflur-Busse auf der ausschließlich an Schultagen bedienten Linie 789 keinen Schaden nehmen. Bemühungen des städtischen Bauamtes seien am Widerstand einiger Bürger und der Tatsache gescheitert, dass die Buswendeschleife auf einem Privatgrundstück und noch dazu auf dem Territorium der Nachbargemeinde Motzen (Landkreis Dahme-Spreewald) liege. Zudem hätten Bürger mutwillig die Wendeschleife mit ihren Autos zugeparkt und die darüber entrüsteten Busfahrer wüst beschimpft. „Warum? Das weiß ich nicht. Einige Bürger wollen einfach nicht, dass dort weiter gewendet wird.“

Bei „Herz Reisen“ war am Mittwoch trotz vieler Versuche niemand für eine Stellungnahme gegenüber der MAZ zu erreichen. Bleibt es bei der Ankündigung, dann fahren die Busse im neuen Schuljahr nur noch die erste Haltestelle im Ort an und drehen dort um. „Das kann ja nicht der Sinn der Sache sein“, meint Schulz. „Wenn es wirklich dazu kommt, dann müssen einige Schulkinder bis zu drei Kilometer zum Bus laufen.“

Auch Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) fände es mehr als unglücklich und alles andere als bürgerfreundlich, wenn die genannten Vorstellungen umgesetzt würden. Das wäre eine Zumutung für die Nutzer, da sich der Ort sehr lang strecke und nicht umsonst mehrere Haltestellen eingerichtet worden seien. Schreiber verweist darauf, dass der Kreis Teltow-Fläming für die Bestellung und Bezahlung der Buslinien zuständig sei. „Bei uns liegt kein Antrag von ,Herz Reisen’ auf Befreiung von der Bedienpflicht für drei Haltestellen vor“, so Kreis-Pressesprecherin Heike Lehmann. Es habe schon Gespräche mit der Chefin des Busunternehmens gegeben. „Wir bleiben dran.“

Von Frank Pechhold

Einem verwunschenen Dornröschenschloss ähnelt das schmucke Steigenberger Airport-Hotel am Willy-Brandt-Platz wahrlich nicht. Und doch rührt sich derzeit hier kaum ein Hauch. Es wird im Schlummermodus in Betrieb gehalten. 30 Mitarbeiter sind im Einsatz: doch von Gästen fehlt bislang noch jede Spur.

19.07.2015
Teltow-Fläming Nach der Träger-Insolvenz in Luckenwalde - Ludwigsfelder Verein übernimmt Frauenhaus

Fast schien es so, als ob das Luckenwalder Frauenhaus geschlossen wird, weil der Trägerverein Insolvenz anmelden musste. Aber der Verein Ludwigsfelder Frauenstammtisch, Träger des dortigen Frauenhauses, sprang ein und hat zum 1. Juli die Luckenwalder Zufluchtstätte für Frauen, die von ihren Männern misshandelt werden, übernommen.

19.07.2015
Teltow-Fläming Bündnis für Familienfreundlichkeit in Firmen - Staatskanzlei ehrt Initiative im Baruther Urstromtal

Als „Demografie-Beispiel“ wurde das „Lokale Bündnis für Familie Baruther Urstromtal“ von der Staatskanzlei geehrt. Die Initiative aus Kommunen, Unternehmen, Verbänden und Einzelpersonen versucht mit einer Vielfalt an Ideen die Familienfreundlichkeit in der Region zu erhöhen und als Standortfaktor zu etablieren.

16.07.2015
Anzeige