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Streit um Formalitäten, Hort ohne Betriebserlaubnis

Großbeeren Streit um Formalitäten, Hort ohne Betriebserlaubnis

Es geht um Formalitäten. In Großbeeren (Teltow-Fläming) droht einem neuen Hort das Aus. Die Bauarbeiten sind zwar im Plan. Aber der Bürgermeister und das Landesjugendamt streiten sich über Anträge und Ausnahmegenehmigungen. Deswegen gibt es für den Hort bislang noch keine Betriebserlaubnis.

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Der entstehende Hortneubau in Großbeeren.

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Der Hortneubau in Großbeeren verläuft nach Plan. Das teilte Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) dem Bildungsausschuss am Mittwoch mit. „Wir liegen im Termin, in den Sommerferien 2017 könnte der Hort fertig sein“, sagte Ahlgrimm. Die Tiefbauarbeiten sind bereits gut vorangeschritten. Derzeit erheben die Unternehmen allerdings Nachforderungen für Nachbauten. Das erscheint bereits branchenüblich, die Gemeinde hat sich darauf eingerichtet und prüft nun die Forderungen.

Ein anderes Problem bereitet der Verwaltung aber mehr Sorgen. Die Betriebserlaubnis für den bestehenden Hort ist vom Landesjugendamt noch nicht erteilt worden. Dabei geht es allerdings um einen Streit um Formalitäten, berichtete der Bürgermeister dem Ausschuss. Da der bestehende Hort eigentlich viel zu klein für die hohe Zahl an Kindern ist, arbeitet er mit einer Ausnahmegenehmigung und wurde in den Sommerferien um provisorische Wohncontainer erweitert. Die Baugenehmigung des Landkreises kam dafür allerdings erst am Dienstag, sagt Ahlgrimm. Er hatte dem Landesjugendamt in E-Mails die Situation des Hortes und die provisorische Erweiterung beschrieben. Diese hätten nach seiner Auffassung zumindest als formloser Antrag für eine Ausnahmegenehmigung gewertet werden müssen. Doch das sieht das Landesjugendamt offenbar anders. Es verlange die korrekten Formulare und sieht den Antrag derzeit als nicht gestellt an. Ahlgrimm nennt die Reaktion des Landesjugendamtes „unfair.“ Man wisse dort genau in welcher Lage sich Großbeeren in puncto Hortbetreuung befände. Der Hort läuft daher in der Konsequenz im Moment ohne Betriebserlaubnis.

In Großbeeren besuchen derzeit 249 Kinder den völlig überbelegten Hort an der Bahnhofstraße. 250 Plätze fasst der Neubau. Da der Zuzug ungebrochen anhält, berät der Fachausschuss derzeit die Sanierung des alten Gebäudes an der Bahnhofstraße für zukünftig 120 bis 140 weitere Plätze. Auch ein Neubau steht an diesem Standort zur Diskussion. Genauso wie Konzepte, die eine Betreuung von der Krippe bis zum Hort vorsehen, stehen im Raum. Bevor an der Bahnhofstraße gebaut werden könnte, müsste jedoch die Gemeinde das gesamte Grundstück erwerben.

Von Krischan Orth

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