Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Streit um Formalitäten, Hort ohne Betriebserlaubnis
Lokales Teltow-Fläming Streit um Formalitäten, Hort ohne Betriebserlaubnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:48 09.09.2016
Der entstehende Hortneubau in Großbeeren. Quelle: Krischan Orth
Anzeige
Großbeeren

Der Hortneubau in Großbeeren verläuft nach Plan. Das teilte Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) dem Bildungsausschuss am Mittwoch mit. „Wir liegen im Termin, in den Sommerferien 2017 könnte der Hort fertig sein“, sagte Ahlgrimm. Die Tiefbauarbeiten sind bereits gut vorangeschritten. Derzeit erheben die Unternehmen allerdings Nachforderungen für Nachbauten. Das erscheint bereits branchenüblich, die Gemeinde hat sich darauf eingerichtet und prüft nun die Forderungen.

Ein anderes Problem bereitet der Verwaltung aber mehr Sorgen. Die Betriebserlaubnis für den bestehenden Hort ist vom Landesjugendamt noch nicht erteilt worden. Dabei geht es allerdings um einen Streit um Formalitäten, berichtete der Bürgermeister dem Ausschuss. Da der bestehende Hort eigentlich viel zu klein für die hohe Zahl an Kindern ist, arbeitet er mit einer Ausnahmegenehmigung und wurde in den Sommerferien um provisorische Wohncontainer erweitert. Die Baugenehmigung des Landkreises kam dafür allerdings erst am Dienstag, sagt Ahlgrimm. Er hatte dem Landesjugendamt in E-Mails die Situation des Hortes und die provisorische Erweiterung beschrieben. Diese hätten nach seiner Auffassung zumindest als formloser Antrag für eine Ausnahmegenehmigung gewertet werden müssen. Doch das sieht das Landesjugendamt offenbar anders. Es verlange die korrekten Formulare und sieht den Antrag derzeit als nicht gestellt an. Ahlgrimm nennt die Reaktion des Landesjugendamtes „unfair.“ Man wisse dort genau in welcher Lage sich Großbeeren in puncto Hortbetreuung befände. Der Hort läuft daher in der Konsequenz im Moment ohne Betriebserlaubnis.

In Großbeeren besuchen derzeit 249 Kinder den völlig überbelegten Hort an der Bahnhofstraße. 250 Plätze fasst der Neubau. Da der Zuzug ungebrochen anhält, berät der Fachausschuss derzeit die Sanierung des alten Gebäudes an der Bahnhofstraße für zukünftig 120 bis 140 weitere Plätze. Auch ein Neubau steht an diesem Standort zur Diskussion. Genauso wie Konzepte, die eine Betreuung von der Krippe bis zum Hort vorsehen, stehen im Raum. Bevor an der Bahnhofstraße gebaut werden könnte, müsste jedoch die Gemeinde das gesamte Grundstück erwerben.

Von Krischan Orth

Schon im Sommer 2017 könnten die Fußballer im Werner-Seelenbinder-Stadion auf einem neuen Kunstrasenplatz spielen. Das Spielfeld soll für 367 000 Euro saniert werden. 75 Prozent der Kosten werden gefördert.

09.09.2016

130 Patienten bekommen derzeit allein in Jüterbog und Luckenwalde Reha-Sportkurse verschrieben, weil sie an koronalen Herzkrankheiten leiden, einen Infarkt erlitten oder einen Herzklappenfehler haben. Im Landkreis gibt es nur einen Verein für Herzsportkurse. Dieser bangt nun um die Zukunft dieses Angebots, weil Ärzte fehlen.

09.09.2016

Kein Handyempfang, kein großer Veranstaltungsraum, kein ordentlicher Spielplatz und kein Geld. In Gottow (Teltow-Fläming) fühlt man sich etwas wie im Tal der Ahnungslosen und der Vernachlässigten. Hauptsache, die Dorfgemeinschaft funktioniert wieder. Das war nicht immer so.

09.09.2016
Anzeige