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Streit um Großbeerener Siegesfest ungelöst

Getrennte Veranstaltungen Streit um Großbeerener Siegesfest ungelöst

In Großbeeren ist der Streit um die Organisation des Siegesfestes noch nicht gelöst. Der Kulturverein und die Schausteller, die bisher zwei getrennte Veranstaltungen organisiert haben, wollen diese nicht an einem Ort zusammenlegen. Die Programme passten einfach nicht zusammen, sagen sie.

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Großbeeren.

Quelle: Foto: Abromeit

Großbeeren. Das Siegesfest Großbeeren – seit dem Sieg der Alliierten über Napoleons Truppen 1813 jedes Jahr Ende August gefeiert – ist für dieses Jahr noch nicht in trockenen Tüchern. Das erfuhren die Hauptausschussmitglieder von Hans-Peter Rottenbiller, dem Vorsitzenden des Festkomitees.

Der Grund: ein scheinbarer Streit zwischen Schaustellern und Kulturverein. Es geht dabei um die Frage, ob die Veranstaltung auf der Festwiese oder in der Dorfaue stattfinden soll. Beide Veranstaltungsstätten sichere die Polizei nicht mehr ab, erklärte der CDU-Fraktionschef Dirk Steinhausen. Nicht in Frage stehen das Treffen der historischen Truppen mit Aufmarsch und Biwak, ein Höhepunkt für militärhistorische Vereine europaweit.

Hans-Peter Rottenbiller beschrieb den Ausschussmitgliedern die Situation ausführlich. Quintessenz: Die Schausteller dulden auf der Dorfaue die Konkurrenz des Kulturvereins nicht und hätten dort auch nur begrenzt Platz. Auf der Festwiese neben der Wasserskianlage würden sie zustimmen, beide Veranstaltungen stattfinden zu lassen, dort ist das Gelände weitläufiger.

Das Angebot des Kulturvereins besteht aus Bühnenaufführungen, Musik und Essensständen. 2013, zum 200. Jahrestag der siegreichen Schlacht, war ein Handwerkermarkt des Kulturvereins das verbindende Element zwischen der Veranstaltung an der Dorfaue und dem Rummel auf der Festwiese. In den Jahren danach wurde das Fest ohne einen Zuschuss organisiert, deswegen fiel dann der Handwerkermarkt weg, weil er ohne Zuschuss nicht funktionierte.

Dass es einen Streit zwischen Kulturverein und Schaustellern geben soll, kann man im Kulturverein nicht nachvollziehen. „Für uns geht es nicht um ein Entweder-Oder. Unser Angebot kommt nur bei relativ ungestörtem Umfeld zum Tragen“, sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Jürgen Mittag. „Auf einem Rummel ist es mit den Fahrgeschäften und der Musik so laut, dass von unserem Programm nichts zu verstehen wäre.“ Deshalb tue den Vereinsmitgliedern die Situation leid, „aber die Festwiese kann für uns keine Alternative sein“, sagte Mittag. Wenn sein Angebot nicht auf der Dorfaue stattfinden könne, dann könne der Verein in diesem Jahr nichts zu dem Fest beitragen, das als Großbeerener Markenzeichen gilt. Sein Angebot hatte der Kulturverein in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Förderverein der freiwilligen Feuerwehr im Ort und der Kirchengemeinde auf die Beine gestellt.

Für die Ausschussmitglieder kommt ein Verzicht auf den Rummel aber nicht in Frage. Seit 200 Jahren gehöre ein Volksfest mit Rummel zum Siegesfest, darin waren sie sich einig. Deshalb votierte das Gremium mit sieben Stimmen bei einer Enthaltung für den Veranstaltungsort Festwiese.

Hans-Peter Rottenbiller ist zurzeit dabei, zwischen Schaustellern und Kulturverein zu vermitteln. Bei der Gemeindevertretersitzung heute Abend wird es im Sitzungssaal Alte Molkerei noch einmal um das Thema Siegesfest gehen.

Von Jutta Abromeit

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