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Teltow-Fläming Streit um Siegesfest eskaliert
Lokales Teltow-Fläming Streit um Siegesfest eskaliert
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13:32 11.03.2016
Veranstaltungsort nah der Dorfaue: die Schinkelkirche. Quelle: Foto: Abromeit
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Großbeeren

In Großbeeren wird weiter um das diesjährige Siegesfest gestritten, jetzt gibt es ein Druckverbot gegen den Kulturverein. Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) untersagte die Veröffentlichung eines Beitrags nicht nur im Amtsblatt, sondern auch in anderen Medien und drohte mit Strafantrag.

Der Kulturverein hatte wie berichtet zusätzlich zum Siegesfest das Dorfauenfest angeboten. Das funktioniert laut Vereinsvorstand nur auf der Dorfaue. Würde das Siegesfest ganz dorthin verlegt, kollidierten die Vereinsangebote mit denen der Schausteller. Die Festwiese, wo die Schausteller wegen der Weitläufigkeit Konkurrenz dulden würden, ist aber für den Kulturverein keine Alternative, dort gingen seine Angebote „im Getümmel unter“, wie es hieß.

Deshalb hatte er sein Angebot zurückgezogen und wollte die Gründe dafür öffentlich erklären. Der Vorstand verfasste den Beitrag „In memoriam: Das Dorfauenfest“, Untertitel „Plötzlich, aber nicht unerwartet wird ein Publikumsmagnet zum Siegesfest 2016 nicht stattfinden!“ Den Druck des Beitrags untersagte Ahlgrimm.

Er sieht das Amtsblatt weder als Tages- noch als Wochenblatt und sieht in ihm auch keinen Raum für Leserbriefe, wie er Autoren und Gemeindevertreter wissen ließ. Und er kündigte an, als rechtlicher Vertreter der Gemeinde bei Veröffentlichung des Beitrags in anderen Medien Strafantrag zu stellen wegen übler Nachrede, Verleumdung beziehungsweise falscher Anschuldigung. Er fürchtet, „das Ansehen der Gemeinde Großbeeren, ihrer Verwaltung oder der gewählten Gremien bzw. der von diesen eingesetzten Arbeitsgruppen“ würde beschädigt, wie er in einer Mail an die MAZ schreibt.

Das Dorfauenfest gab es seit der Jubiläumsfeier zum 200. Jahrestag der Schlacht von Großbeeren im Jahr 2013. Mit der Kirchengemeinde und dem Feuerwehrförderverein bot der Kulturverein Kulturelles und Kulinarisches an, zur Premiere gefördert, später aus eigener Kraft. Seit die Gemeinde 2015 die Organisation des Siegesfestes einem Rummelbetreiber übertragen hatte, sieht der Kulturverein den Kommerz regieren und wirft der Gemeinde vor, sich mit der Absage des Dorfauensfestes den kommerziellen Interessen des Rummelbetreibers gebeugt zu haben.

Von Jutta Abromeit

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