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Teltow-Fläming Streit um geplanten Kreisverkehr
Lokales Teltow-Fläming Streit um geplanten Kreisverkehr
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00:16 23.02.2016
Die Ampelkreuzung Beelitzer Straße/Haag ist viel befahren. Zu Feierabendzeiten staut sich der Verkehr. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Der geplante Kreisverkehr an der Luckenwalder Ampelkreuzung Beelitzer Straße/ Haag bleibt ein kommunalpolitisches Debattenthema. Die Stadt will die Planungen in diesem Jahr vorantreiben und hat Geld im Haushalt eingestellt. 37 500 Euro sollen für Planungsleistungen als Investition in die Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung stehen.

Die Situation an der Ampelkreuzung ist nicht zufriedenstellend – darüber sind sich alle einig. Besonders im Feierabend-Verkehr nach 16 Uhr bilden sich lange Staus in West-Ost-Richtung. Zwar hat sich nach Einschätzung der Experten durch die neue B101-Ortsumgehung der Verkehr von Nord nach Süd halbiert; in der Beelitzer Straße (West-Ost) stauen sich Fahrzeuge in Spitzenzeiten aber bis zur nächsten Ampel an der Puschkinstraße. Ein Kreisverkehr soll Abhilfe schaffen.

Freunde der Ampelkreuzung

Doch das Vorhaben ist umstritten. Im Hauptausschuss äußerte Jens Bärmann (CDU) erneut seine Zweifel. „Bei der Ampelkreuzung hat der Fußgänger eine verlässliche Grünphase, ein Kreisverkehr würde die Situation nicht verbessern“, sagte er. Außerdem verwies er auf die Situation in Richtung Salzufler Allee. „Bisher kann man bei Grün einfach rüberfahren. Künftig hätte man einen Kreisverkehr, dann eine Fußgängerampel und wieder einen Kreisverkehr. Ich bezweifle, dass das sinnvoll ist“, sagte Bärmann.

Erik Scheidler (Linke) äußerte ähnliche Bedenken. „Ich will gar nicht den Kreisverkehr in Frage stellen“, sagte er, „dennoch sollte man den Verkehrsraum viel weiter betrachten.“ Man müsse auch das Areal Burg, Salzufler Allee und Markt einbeziehen. „Ich wünsche mir insgesamt eine andere Lösung“, sagte er und empfahl, nochmals externen Sachverstand hinzuzuziehen. Jochen Neumann (Linke) brach eine Lanze für den Kreisverkehr. „Ich finde das gut. Andere Länder praktizieren das nur so und zwar mit Erfolg“, sagte er, „für die Fußgänger kann man einen Zebrastreifen einrichten.“

Bürgermeisterin besteht auf Kreisel-Plan

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) verteidigte die Pläne der Stadt, zumal finanzielle Mittel des Landes erwartet werden. „Das Vorhaben ist inzwischen volljährig. Seit 20 Jahren haben wir uns immer wieder um Fördermittel bemüht, da werden wir jetzt nicht mittendrin vom Pferd springen“, sagte sie. Die Gestaltung des Areals Salzufler Allee/Burg sei Bestandteil des Architektenwettbewerbs „Europan 8“.

Dirk Ullrich vom Straßenamt verwies auf eine Verkehrszählung: „Früher wäre für einen Kreisel viel zu viel Verkehr gewesen. Seit der Abstufung der alten B101 passt das.“Das Thema soll nun noch einmal im Ausschuss beraten werden.

Von Elinor Wenke

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