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Teltow-Fläming Streit zwischen den Fronten
Lokales Teltow-Fläming Streit zwischen den Fronten
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19:25 08.11.2018
Das Dorfgemeinschaftshaus Kemnitz soll umgebaut werden. Quelle: Margrit Hahn
Kemnitz

 Der Kemnitzer Ortsvorsteher und Gemeindevertreter Uwe Seiler (SPD) fühlt sich zu Unrecht angegriffen. Er hatte sich bei der Abstimmung über das Bauvorhaben Dorfgemeinschaftshaus Kemnitz der Stimme enthalten. Bei einer anschließend einberufenen Einwohnerversammlung wurde er deswegen beschimpft.

Grund waren hohe Kosten

Es war eine knappe Entscheidung. Hätte Seiler für das Projekt gestimmt, wäre es anders ausgegangen. Wenig später bat Anja Lechle vom Dorfgemeinschaftsverein Kemnitz den Ortsvorsteher, eine Einwohnerversammlung einzuberufen, damit er seine Gründe für die Enthaltung zu erläutern. Diese fand noch im Oktober statt. Uwe Seiler hatte sich danach wegen der Beschimpfungen an Gemeindevertreter Gero Jänicke (Freie Liste) gewandt. Seiler hatte in der Versammlung erklärt, dass er bis dato weder einen Kostenvoranschlag noch ein Nutzungskonzept zum Umbau des Kemnitzer Gemeindehauses gesehen habe. Letztendlich habe er sich nur auf Grund der hohen Kosten von 425 000 Euro enthalten. Laut Seiler gab es vor einigen Jahren bereits einen Antrag inklusive Nutzungskonzept zum Umbau des Gemeindehauses in Höhe von 220 000 Euro, der aber abgelehnt wurde.

Öffentlich beleidigt

Die Anwesenden warfen Seiler vor, dass sich die Unterlagen zur Umbaumaßnahme in der Gemeindeverwaltung befinden und er jederzeit hätte Einsicht nehmen können. Im Protokoll der Versammlung wird die Vorsitzenden der Gemeindevertretung Bärbel Kuhlbrodt (Linke) zitiert, die Seiler vorwarf, die Unterlagen nicht richtig geprüft und sich nicht ausreichend informiert zu haben. Doch was die Gemeindevertreter besonders ärgert, ist die Äußerung von Kühlbrodt, die Seiler öffentlich als „dumm“ bezeichnet hatte.

Stellungnahme gefordert

Gero Jänicke forderte eine Stellungnahmen von ihr. Seiner Ansicht nach sei die Aussage beschämend, es sei eine Grenze überschritten worden. Uwe Seiler sei gewählter Gemeindevertreter. Deshalb sei nicht nachvollziehbar, warum er so angegriffen wurde. „Es waren nicht nur Seiler und Kuhlbrodt bei dieser Versammlung anwesend. Ich will dazu nichts weiter sagen“, sagte die Gemeindevertretervorsitzende. Wolfgang Ernicke (Die Linke) wies sie daraufhin, dass sie Repräsentantin dieses Gremiums sei und die gefassten Beschlüsse mittragen müsse.

Von Margrit Hahn

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