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Stromfressern auf der Spur

Trebbiner Achtklässler wollen Energie sparen Stromfressern auf der Spur

Die Achtklässler der Trebbiner Goethe-Oberschule sind auf Energiesparkurs. Im Wettstreit, den der Energieversorger EMB ausgelobt hat, liegen sie von 30 Teilnehmern derzeit im Mittelfeld.

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Die Schüler und ihre Betreuer auf Energiesparkurs.

Quelle: Elinor Wenke

Trebbin. Schulleiter Bernd Schill knipste im großen Flur der Trebbiner Goethe-Oberschule noch schnell das Licht an, bevor die Schüler am Mittwochmorgen in den Physikraum strömten. „Wir wollen doch Energie sparen, deshalb war das Licht bisher ausgeschaltet“, erklärte der Direktor schmunzelnd seinen Gästen. Zu denen gehörten Bürgermeister Thomas Berger (CDU) und Peter Freitag von der Firma Energie Mark Brandenburg (EMB). Der Energieversorger hatte erneut zum Schülerwettbewerb „Mission Energiesparen“aufgerufen, der nun in die zweite Etappe geht.

Als Physiklehrer beteiligt sich Bernd Schill mit seinen Schülern bereits zum vierten Mal am Wettstreit, diesmal mit den Klassen 8a und 8b. Die erste Runde, den Zuhause-Check, haben sie bereits hinter sich. In den eigenen vier Wänden waren sie Energiefressern auf der Spur. Sie erkundeten, welche Stromverbraucher hinzugekommen sind, ob der Kühlschrank die optimale Temperatur hat oder ob man alle Apps auf dem Smartphone benötigt.

Insgesamt nehmen 29 Klassen aus 17 Schulen Westbrandenburgs teil. Nach der ersten Etappe liegen die Trebbiner mit den Plätzen 12 und 15 im Mittelfeld. „Mein Ziel ist es, unter die Top Ten zu kommen“, sagte Schill, „dafür haben wir noch alle Chancen.“ Außerdem stellte er fest, dass die Trebbiner in Teltow-Fläming die Nase vorn haben und von den Oberschulen nur eine noch mehr Punkte hat. Im Kommunen-Check spüren die Trebbiner nun an ihrer eigenen Schule Stromverschwendungen auf.

Doch zunächst erklärte Bürgermeister Berger die Klimaschutzziele der Stadt. „Kohlendioxid ist der Klimakiller Nummer 1. Wenn wir diese Schadstoffe nicht eindämmen, werdet ihr und eure Kinder noch große Klimakatastrophen erleben“, warnte Berger. Deshalb gelte es, sowohl den Energieverbrauch und Schadstoffausstoß zu senken als auch umweltfreundliche Energiequellen zu entwickeln. So sollen in diesem Jahr an allen Trebbiner Schulen die alten Lampen gegen LED-Technik ausgetauscht werden. „So sparen wir 60 bis 70 Prozent Stromkosten“, sagte Berger und stellte den Oberschülern noch eine Überraschung in Aussicht. „Wir werden auch die Lampen auf eurem Schulhof tauschen und von dem eingesparten Geld die neuen Lampen mit kostenlosen W-Lan-Hotspots ausstatten“, verriet er, „ihr sollt merken, dass sich Investitionen in moderne, klimafreundliche Technik lohnen.“ Peter Freitag von der EMB warb für einen gesunden Mix an Normalstrom- und Ökostromerzeugung. „Beides muss verträglich erfolgen“, sagte er.

Ab heute machen sich die Achtklässler in drei Gruppen in der Schule auf die Suche, messen Raumtemperaturen und suchen nach Sparpotenzialen. Im Physikraum herrschten am Mittwoch zum Beispiel 22 Grad – bei empfohlenen 20. Lisa, Alicia und ihre Gruppe „Visionsfrettchen“ werden zudem Ideen entwickeln, wie die Versorgung mit Strom und Wärme im Jahr 2036 aussehen soll.

Von Elinor Wenke

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