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Teltow-Fläming Stromkosten steigen, Gaspreise sinken
Lokales Teltow-Fläming Stromkosten steigen, Gaspreise sinken
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00:17 17.11.2015
In ihrem Blockheizkraftwerk produzieren die Städtischen Betriebswerke Luckenwalde neben Fernwärme auch Strom. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Eine gute und eine schlechte Nachricht haben die Städtischen Betriebswerke Luckenwalde (SBL) zu verkünden. Zunächst die schlechte: Der Strom wird 2016 teurer. Auf der anderen Seite, und hier kommt die gute Nachricht, wird der Gaspreis für die SBL-Kunden sinken.

Verantwortlich für die steigenden Strompreise sind die Erhöhungen der staatlichen Belastungen. „Diese konnten wir im vergangenen Jahr mit unserer sehr guten Stromeinkaufspolitik kompensieren“, sagt SBL-Geschäftsführer Christian Buddeweg. Denn das Kuriose ist, dass eigentliche die Strompreise sinken, aber eben nicht die staatlich verordneten Umlagen. Diese werden 2016 steigen. So betragen die Umlagen für das Erneuerbare-Energien-Gesetz künftig 6,354 Cent pro Kilowattstunde (kWh), für die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung 4,45 Cent, die Umlage der Stromnetzentgeltverordnung wird auf 0,378 Cent und für die Offshore-Haftungsumlage auf 0,04 Cent steigen. Insgesamt beträgt die Steigerung 0,72 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Strom.

Doch: „Den Großteil dieser Umlagenerhöhung können wir auch im kommenden Jahr auffangen“, sagt Buddeweg. Und das geschehe mit Hilfe des eigentlich sinkenden Strompreises und des geschickten Einkaufs an der Strombörse. Aber dadurch werde eben nur ein großer Teil kompensiert, so dass immerhin noch 0,15 Cent brutto (also einschließlich Mehrwertsteuer) pro kWh an den Endkunden weitergereicht werden müssen. Steigen werde auch der jährliche Grundpreis um durchschnittlich 35,51 Euro auf 129,71 Euro. Darin sind alle verbrauchsunabhängigen Kosten zusammengefasst wie Messungen, Abrechnungen, Messstellenbetrieb, Zählergebühr oder der Grundpreis der Netznutzung.

Hintergrund

20 Prozent des Gesamtstrombedarfs der Stadt Luckenwalde wird aus erneuerbaren Energien wie Wind und Strom gedeckt.

17 Millionen Kilowattstunden waren dies im Jahr 2014.

Die größten Stromlieferanten waren die Windkraftanlage am Frankenfelder Berg sowie die großen Photovoltaikanlagen auf den Rieselfeldern, auf der ehemaligen Deponie und auf dem Firmengelände von Smart Energy.

Perspektivisch rechnet der SBL-Geschäftsführer damit, dass auch künftig die Strompreise wegen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes „sachte nach oben gehen“. Dafür soll der Gaspreis im kommenden Jahr um brutto 0,48 Cent pro Kilowattstunde sinken, denn: „Bei der Gasversorgung gibt es 2016 weniger Turbulenzen und Netzgeltveränderungen zu verzeichnen“, sagt SBL-Chef Buddeweg. Und die Gaspreise hätten sich inzwischen deutlich nach unten entwickelt. „Deshalb können wir eine echte Preissenkung verkünden“, freut sich Christian Buddeweg. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 20 000 kWh pro Jahr, also einem etwas größeren Einfamilienhaus oder einem kleineren Handwerksbetrieb, würde dies eine jährliche Ersparnis von rund 100 Euro bedeuten.

Wer sowohl Strom als auch Gas bei den Städtischen Betriebswerken beziehe, werde im kommenden Jahr unterm Strich weniger Kosten für Energie aufbringen müssen, meint Buddeweg. Und der Abschluss eines „Kombiproduktes“ bringe einen weiteren Preisvorteil, wirbt der SBL-Chef.

Von Hartmut F. Reck

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