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Struppi ist geförderte Sprach-Kita

Jüterbog Struppi ist geförderte Sprach-Kita

Sprache ist der Schlüssel zur Welt, nicht nur was das Erlernen von Fremdsprachen angeht. Kinder, die früh lernen, sich auszudrücken und erfahren, dass auch ihr Wort zählt, erschließen sich die Welt ohne Scheu und ohne Vorurteile. Ein Bundesprogramm soll dies beflügeln.

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Für die eineinhalbjährige Hanna und Erzieherin Lissy Gustke gibt es auf dem Wimmelbild im Kita-Flur viel zu entdecken.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Den großen Traktor hat Hanna schnell entdeckt. „Bus“, sagt die Eineinhalbjährige und tippt mit dem Zeigefinger auf das Wimmelbild. „Und wo sind die Bienen?“, will Erzieherin Lissy Gustke wissen und hilft ein wenig bei der Suche. Im Handumdrehen hat ihr Schützling nicht nur viele neue Wörter in seinen Sprachschatz aufgenommen, sondern sich zugleich ein Stück Welt erschlossen.

„Das ist es, worum es eigentlich geht“, sagt Kita-Leiterin Undine Henze. „Durch Sprache entdecken die Kinder ihr eigenes Umfeld. Durchs Miteinander-Darüber-Sprechen lernen sie, ihre eigenen Gedanken zu entwickeln und zu artikulieren und, dass ihre Meinung gefragt ist. Genau das ist unser Anspruch.“ Aus diesem Grund hat sich die Kita „Struppi“ in diesem Jahr für das Bundesprogramm „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ beworben und erhält nun drei Jahre lang jährlich 25 000 Euro Zuschuss für Personalkosten, Weiterbildungen und geeignetes Spiel- und Lernmaterial.

Schulterschluss mit dem Blick zum Kind

Zuständig für die intensivierte Sprachförderung ist Erzieherin Lissy Gustke, die seit gut einem Jahr in der Integrationskita arbeitet und zuvor bereits in der Luckenwalder Sprachkita Burg Erfahrungen sammelte.

Eine davon ist, dass Sprachförderung nur funktioniert, wenn auch die Eltern mit ins Boot geholt werden. „Schulterschluss mit dem Blick zum Kind“ nennen Henze und Gustke den Prozess, in dem es nicht nur um grammatikalische Korrekturen, sondern viel mehr um das Kommunizieren-Lernen geht. „Eins bedingt das andere“, sagt Henze. „Nur so lernen Kinder andere Lebensformen kennen und tolerieren und können die Welt ohne Vorurteile entdecken. Auch wir Erzieher sind davon nicht ausgeschlossen und müssen die Art und Weise, wie wir mit den Kindern kommunizieren immer wieder hinterfragen“, so Henze.

Elternbegleitung und Mitarbeiter-Coaching

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Sprachkita ist ein Treffen von Vertretern aller teilnehmenden Kitas zum Gedanken- und Ideenaustausch, das Mitte Mai stattfinden soll. In der Kita „Struppi“ hat man, zusätzlich zur Kooperation mit einer Logopädin, bereits die Ausbildung eines Elternbegleiters und Coachings für die Erzieher im Auge.

Von Uwe Klemens

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