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Teltow-Fläming Wohnungen als Lockmittel für Lehrer
Lokales Teltow-Fläming Wohnungen als Lockmittel für Lehrer
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05:30 27.06.2018
Die Bauherren Laila und Mario Brandenburg aus Stülpe. Quelle: Elinor Wenke
Stülpe

Das Neubau-Vorhaben von Mario und Laila Brandenburg in Stülpe ist nicht zu übersehen. Gleich hinter dem Ortseingang, wenn man aus Richtung Holbeck kommt, überraschen drei neue Wohnhäuser auf der rechten Seite den Besucher. „Vor kurzem war hier noch eine triste Brache mit einer alten Ruine“, sagt Bauherr Mario Brandenburger.

Der gebürtige Stülper ist Bauingenieur, betreibt im Ort ein eigenes Ingenieurbüro und außerdem ein Bauunternehmen mit 50 Mitarbeitern in Elster (Sachsen-Anhalt). Mit diesem hat er innerhalb eines halben Jahres drei moderne Wohngebäude hochgezogen. Am 8. Januar war Baubeginn auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück. „Am 1. August werden alle Wohnungen bezugsfertig sein“, kündigt der 48-Jährige an.

Die Neubauten in Stülpe. Quelle: Elinor Wenke

Das hintere, schon vermietete Haus bietet 120 Quadratmeter Wohnfläche, das mittlere 140. Im vorderen und größten Gebäude befinden sich im Erdgeschoss eine Garage mit Lagerfläche für historische landwirtschaftliche Geräte und im Obergeschoss 170 Quadratmeter Wohnfläche.

Laila und Mario Brandenburg sind im Jahr 2013 aus Elster zurück nach Stülpe gekommen. Mit ihren drei Kindern haben sie im Dorf ein eigenes Grundstück. Mit dem Neubau schaffen sie Wohnraum für andere – vorzugsweise für Lehrer. Die originelle Idee kam dem Ehepaar vor zwei Jahren während einer Veranstaltung in der benachbarten Grundschule. „Damals wurde beklagt, dass es so schwer ist, Lehrer für Stülpe zu finden“, erinnert sich Laila Brandenburg, die ihr viertes Kind erwartet. „Da dachten wir, lass uns Wohnraum für Lehrer schaffen, vielleicht ist das ein Anreiz.“

Möbliert oder „normal“

Die Neubauten der Brandenburgs befinden sich genau gegenüber der Schule. Für zwei Referendare könnten sie eine möblierte Wohnung für eine Art Wohngemeinschaft anbieten, bei Bedarf aber auch völlig „normale“ Wohnungen.

Ob sich potenzielle Lehrer vom Wohnungs-Luxus anlocken lassen, wissen die Brandenburgs nicht. „Aber Wohnraum ist knapp geworden“, sagt Laila Brandenburg, „in Stülpe gibt es kaum noch Baugrundstücke und auch keine leeren Mietwohnungen.“ Natürlich wird auch an Nicht-Lehrer vermietet.

Modern und traditionell

Die Gebäude sind modern und dennoch traditionell und individuell gestaltet – mit Satteldach, Stuck-Elementen, vorgezogenen Erkern und einer Fassade in Altweiß. „Wir nennen das Retro-Look“, sagt Mario Brandenburg und verweist auf die großen Fenster. „Früher hat man auf dem Land mit vielen kleinen Fenstern gebaut, heute holt man sich mit großen Fenstern so viel Licht und Wohlbefinden wie möglich ins Haus.“

Laila Brandenburg, die schwedische Wurzeln hat und seit 20 Jahren in der Immobilienbranche tätig ist, hat im Bungalow-Haus skandinavische Elemente einfließen lassen. Das Grundstück befindet sich in idyllischer Lage. „Dahinter lag früher der Stülper See“, sagt Mario Brandenburg, „der ist in den 60er Jahren zugewachsen.“

Material und Arbeitskräfte aus der Region

Gebaut wurde mit dem sogenannten Liaplan-Stein, einem Material aus dem Land Brandenburg. „Wir legen Wert auf Material und Arbeitskräfte aus der Region“, sagt der Bauherr. In den Häusern werden letzte Maler- und Fliesenarbeiten getätigt, draußen die Grünanlagen und Carports geschaffen.

„Eigentlich wollten wir schon im Juni fertig sein, da hat uns das Winterwetter einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Mario Brandenburg. Er ist überzeugt, dass mit den Neubauten auch das kleine Dorf Stülpe ein Stück attraktiver geworden ist.

Von Elinor Wenke

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