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Teltow-Fläming Stummfilm und Orgel
Lokales Teltow-Fläming Stummfilm und Orgel
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00:25 29.07.2015
Für die musikalische Umrahmung sorgte Max Richter aus Luckenwalde.
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Luckenwalde

Rund um den Jakobustag, der jedes Jahr am 25. Juli begangen wird, hatte der Förderverein Jakobikirche in Luckenwalde zu zwei Veranstaltungen eingeladen. Bereits am Freitagabend öffnete das Gotteshaus seine Pforten für Filmliebhaber. In der Reihe „Stummfilm und Orgel“ wurde das Werk „Intolerance“ von D.W. Griffith präsentiert. Rund 50 Zuschauer fanden sich auf der Empore ein, um dem Film aus dem Jahr 1916 beizuwohnen. Kreiskantor Peter-Michael Seifried übernahm die musikalische Untermalung auf der Orgel.

„Vorher musste diese jedoch noch gestimmt werden, denn das letzte Mal ist schon eine Weile her“, sagte Fördervereinsvorsitzende Margitta Haase. „Eigentlich müsste die gesamte Orgel restauriert werden, so wie vieles andere noch im Gotteshaus“. Deshalb setzen die Vereinsmitglieder auch auf viele fleißige Spender. So wurde am Filmabend kein Eintritt verlangt, sondern um finanzielle Gaben gebeten.

Der Sonntag verlief dann ähnlich wie der Tag des offenen Denkmals. Das Gotteshaus stand nach dem morgendlichen Gottesdienst ab 11.30 Uhr allen interessierten Besuchern offen. Die Mitglieder des Vereins hatten wie schon so oft Kuchen gebacken und gekocht. Je nach Interesse gab es Führungen durch die Kirche oder Turmbesteigungen.

„Es freute uns besonders, all diejenigen zu empfangen, die noch nicht hier waren“, sagte Margitta Haase. Den interessierten Gästen wurden die Geschichte des Gotteshauses näher gebracht und technische sowie bauliche Details erläutert. „Dabei ist es uns natürlich wichtig, die Besucher auf die Aktivitäten des Vereins aufmerksam zu machen und dafür Unterstützung zu bekommen“, sagte Margitta Haase.

Das Angebot, einmal ins Innere der Kirche vorzudringen, wurde von vielen Ortsansässigen genutzt. So wie von Rita Kühn aus Luckenwalde. „Ich bin extra gekommen, um eine Führung mitzumachen“, erzählte sie. „Dass ich sogar den Turm besichtigen kann, freut mich besonders.“

Aber auch Weitgereiste waren am Sonntag zu Gast. Eine Besucherin hegte ganz besondere Erinnerungen an die Kirche. „Ich habe von 1943 bis 1953 hier gemeinsam mit meinen Eltern im Pfarrhaus gelebt“, erzählte Gisela Große aus Berlin, deren Vater, Heinz Bluhm, zu dieser Zeit der Pfarrer der Gemeinde war.

Die inzwischen 75-Jährige besuchte am Sonntag gemeinsam mit ihrem Mann, ihrer Tochter, dem Schwiegersohn und drei Enkeln die Stätte ihrer Kindheit. An vieles kann sie sich noch bis ins Detail erinnern. So erzählte sie von dutzenden Flüchtlingen aus Ostpreußen, die damals im Pfarrhaus Unterschlupf gefunden hätten. „Wir waren nie allein, stets waren zahlreiche Fremde bei uns.“

Auch von den Gefangenen aus dem Stalag weiß Gisela Große zu berichten. „Als die Orgel in der Kirche kaputt war, haben ungarische Inhaftierte geholfen, das Instrument zu reparieren. Für sie war es eine unbeschreibliche Erleichterung, einmal dem Lager entfliehen zu dürfen. Ihre Arbeit wurde mit gutem Essen belohnt.“

Gemeinsam mit ihrer Familie nutzte Gisela Große die Gelegenheit, den Turm bis oben zu besteigen. Auch für sie war es das erste Mal. „Damals durfte ich nur bis zu der Etage mit den Kirchturmglocken“, sagt sie. Oben wurden alle mit einem einmaligen Ausblick auf Luckenwalde belohnt.

Von Iris Krüger

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