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Sturm „Herwart“ fegt über die Region

Zossen Sturm „Herwart“ fegt über die Region

Drei Wochen nach „Xavier“ war die Anspannung groß, dass Sturm „Herwart“ erneut schwere Verwüstungen in der Region anrichtet. So schlimm wie befürchtet kam es nicht, doch auch Herwart hielt die Feuerwehren zwischen Mahlow und Baruth ordentlich auf Trab. In den meisten Fällen mussten sie zu umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen ausrücken.

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Im Märkischen Weg in Neuhof mussten die Feuerwehren von Wünsdorf und Neuhof zwei Kiefern fällen, die auf einen Bungalow zu stürzen drohten.

Quelle: Christian Zielke

Zossen. Gut drei Wochen nach dem verheerenden Sturm „Xavier“ hat „Herwart“ die Feuerwehren der Region am Wochenende in erhöhte Bereitschaft versetzt. Verglichen mit „Xavier“ wütete „Herwart“ weniger heftig und hinterließ deutlich geringere Schäden.

Am meisten zu tun hatten die Zossener Feuerwehren. 42 Einsätze zählten Stadtwehrführer Stefan Kricke und seine Kameraden am Sonntagvormittag. In der Feuerwache in Wünsdorf wurde am Sonntagmorgen eine technische Einsatzleitung installiert, die die Rettungskräfte je nach Dringlichkeit zu den Einsatzorten vermittelte. In den meisten Fällen waren Bäume und Äste umgeknickt oder drohten auf Straße und Häuser zu stürzen.

In Neuhof drohten Bäume auf einen Bungalow zu stürzen

Ein Grundstück im Märkischen Weg in Neuhof traf es besonders schwer. Dort war eine große Kiefer aufs Nachbargrundstück gestürzt. Eine weitere Kiefer war umgeknickt und hatte sich in einem Baum verfangen. Mit Motorsägen und Stahlseilen brachten die Feuerwehren von Wünsdorf und Neuhof beide Wackelkandidaten zu Fall. Einsatzleiter Steven Harmsen war zufrieden. „Punktlandung, die Bäume sind so gefallen, wie sie sollten.“ Er war seit 5.40 Uhr morgens im Einsatz.

Kurz nach sechs Uhr war am Sonntag auch die Nacht für viele Rangsdorfer Feuerwehrleute vorbei. Ortswehrführer Robert Hesse zählte am Sonntagvormittag acht sturmbedingte Einsätze. In der Winterfeldallee kam die Drehleiter aus Wünsdorf zum Einsatz. Dort trugen Feuerwehrleute aus Groß Machnow und Wünsdorf einen Straßenbaum ab, der umzustürzen drohte.

In Großbeeren landete ein Trampolin im Baum

Zu einem außergewöhnlichen Einsatz wurde die Großbeerener Feuerwehr gerufen. „Wir mussten ein Trampolin aus einer Baumkrone holen“, sagt Gemeindewehrführer Lothar Schwarz. Drei Mal wurden die Großbeerener Wehren sturmbedingt alarmiert. Ähnlich ruhig ging es in Ludwigsfelde zu. Dort zählte Stadtwehrführer André Schütky sechs Einsätze. „Kein Vergleich zu Xavier“, sagte Schütky. Diese Einschätzung teilt auch Torsten Drebinger, Gemeindewehrführer von Blankenfelde-Mahlow. Xavier hatte dort fast 150 Einsätze verursacht. Bei Herwart waren es nur 20. „Wir konnten die Einsätze nach und nach abarbeiten“, sagte Torsten Drebinger.

Glimpflich kamen auch die Wehren im Baruther Stadtgebiet davon. „Wir hatten zehn Einsätze“, teilte Stadtwehrführer René Mydaß mit. Nachdem diese am Sonntagvormittag abgearbeitet waren, kam das Baruther Drehleiterfahrzeug in den Nachbarkommunen Zossen und Am Mellensee zum Einsatz. In Am Mellensee hatte man sich gut vorbereitet. „Die Wehren von Sperenberg und Mellensee waren in Bereitschaft“, sagte Alexander Vögel, der stellvertretende Gemeindewehrführer. Am Ende mussten sie nur vier Mal ausrücken.

Von Christian Zielke

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