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Teltow-Fläming Sturm lässt überall Bäume umstürzen
Lokales Teltow-Fläming Sturm lässt überall Bäume umstürzen
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20:13 05.10.2017
Wie hier in der Maxim-Gorki-Straße in Mahlow musste die Feuerwehr überall umgestürzte Bäume beseitigen Quelle: Christian Zielke,
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Ludwigsfelde

Sturmtief Xavier hat gestern Nachmittag und Abend für absolutes Chaos in der Region gesorgt. Überall stürzten Bäume um, Straßen und Bahnstrecken waren blockiert, die Feuerwehren im Dauereinsatz.

In der Maxim-Gorki-Straße in Mahlow wurde dieses Auto beschädigt. Quelle: Christian Zielke

Unter anderem wurde die B96 zwischen Wünsdorf und Zossen wegen unpassierbar, ähnlich sah es auf der Straße von Siethen nach Thyrow aus. Der Bahnverkehr in ganz Berlin und Brandenburg war vorübergehend eingestellt, Im Bahnhof von Blankenfelde saß ein Regionalexpress fest, die Reisenden waren dort gestrandet, es gab lange keine Möglichkeit irgendwie weiterzukommen. Sie saßen im Zug im Dunkeln, umgestürzte Bäume hatten die Oberleitung heruntergerissen. Im Mahlower Waldweg fiel ein Baum auf ein Haus, Jühnsdorf war zeitweilig von der Außenwelt abgeschnitten, weil Bäume alle Zufahrtsstraßen blockierten. Die Feuerwehr der Gemeinde Blankenfelde-Mahlw war mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz.

In Mahlow stürzte ein Baum auf ein Haus Quelle: Christian Zielke

Und so sah es überall aus. „Katastrophe.“ Mit diesem Wort schilderte etwa der Wünsdorfer Ortswehrführer Silvio von Lützow die Situation. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge waren am Nachmittag auf der Fahrt zu Einsatzorten zwischen Wünsdorf und Baruth von umgestürzten Bäumen eingeschlossen worden und mussten sich erst einmal selbst befreien. Die Wehren aus allen Zossener Ortsteilen wurden alarmiert, um der Situation Herr zu werden. Besonders schlimm: Während des Einsatzes erfuhren einige im Einsatz befindliche Kameraden, dass sie auch auf ihren eigenen auf ihren Grundstücken von Sturmschäden betroffen waren.

In Blankenfelde stand ein Regionalexpress im Bahnhof und kam nicht weiter, weil die Oberelitungen heruntergerissen waren. Quelle: Christian Zielke

Die Lagebeurteilungen klangen am Nachmittag bei allen Feuerwehrverantwortlichen ähnlich. „Chaos“, war der knappe Kommentar des Ludwigsfelder Stadtbrandmeisters André Schütky zur Situation in der Stadt. Alle verfügbaren Kräfte – mindestens 60 Kameraden mit 25 Fahrzeugen – waren im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Bäume seien auf Straßen und Dächer gestürzt und hätten Autos unter sich begraben.

Überalll lagen umgestürzte Bäume Quelle: Christian Zielke

„Ganz viel Chaos“, so beschrieb der Baruther Stadtbrandmeister René Mydaß die Situation. Er baute eine eigene Koordinierungsstelle auf, um die Einsätze abzuarbeiten. Ein Feuerwehrfahrzeug und ein privater Pkw wurden in Baruth von umstürzenden Bäumen beschädigt. Große Sturmschäden wurden aus dem Wildpark Johannismühle gemeldet, Bäume und Zäune stürzten um, zum Glück blieben aber die Zäune der Tiergehege intakt. Es biete sich ein Bild der Verwüstung, teilte der Wildpark selbst mit. Der 135 Hektar große, überwiegend aus Wald bestehende Wildpark war bereits am Mittag geschlossen worden. Auch heute wird es dort EInschränkungen geben.

Von Christian Zielke, Frank Pechhold und Carsten Schäfer

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