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Suche nach dem Schatz

Am Mellensee Suche nach dem Schatz

Zum zehnten Mal bereits feierte der Wassersportclub am Mellensee sein Piratenfest. Kinder versuchten als Seeräuber verkleidet der glitzernden Schatzkiste nachzuspüren. Angeboten wurden auch kleine Touren über den See.

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Vereinsmitglieder Ulrike Große, Karsten Schneider und Michael Große (v. l.) erwarten ihre Gäste zur Tour auf dem Mellensee.

Quelle: Jutta Brekeller

Am Mellensee. Wer den Palstek nicht kann, kommt nicht an den Piratenschatz. Dieser Knoten ist einer der schwierigsten, den auch ein künftiger Segler beherrschen muss. Man knüpft damit eine feste Schlaufe, an der man zum Beispiel Ertrinkende aus dem Wasser retten kann. Das Knotenknüpfen konnten die kleinen Gäste des Piratenfestes erlernen, das der Wassersportclub (WSC) am Mellensee e. V. am Sonnabend am Mellensee organisiert hatte.

Es war eine der Stationen, die passiert werden mussten, um an die Karte zu gelangen, die den entscheidenden Hinweis auf den vergrabenen Piratenschatz enthielt. „Der ist in einer richtigen Schatzkiste, mit Glitzersteinen und Glitzerschmuck“, erzählt Ulrike Große, Chefin des WSC. Die kleine Frau mit den fröhlichen Augen hat sichtbare Freude an dem Fest, das die Vereinsmitglieder gemeinsam gestalten. Seit dem Start 2008 kamen von Jahr zu Jahr mehr Gäste. Am Sonnabend waren wieder viele kleine Piraten begeistert auf Schatzsuche.

Ein cooler Piratenbart für William

Ein cooler Piratenbart für William.

Quelle: Jutta Brekeller

Zu den Attraktionen des Festes gehören kleine Bootstouren auf dem Mellensee, bei denen auch eine Schleuse passiert wird. Das ebenso begehrte Schnuppersegeln musste diesmal ausfallen: Zu viel Wind für Erstsegler, entscheidet Ulrike Große. Sicherheit geht vor Spaß.

Die 37 Mitglieder des Vereins organisieren noch andere Feste. So alljährlich am ersten Septemberwochenende eine romantische Lichterfahrt, die am Strand in Klausdorf startet. Dort gestaltet der WSC auch die Feier zur Walpurgisnacht mit.

Die Wassersportfreunde wollen mit ihren Festen auch bei anderen das Interesse für ihren Sport wecken. Man kann hier den Führerschein für Motor- und Segelboote erwerben. Ulrike Große und ihr Mann Michael geben dafür den praktischen Unterricht. Wer Vereinsmitglied ist, muss kein eigenes Boot besitzen. Der Monatsbeitrag beträgt 15 Euro. „Wir wollten es nicht elitär“, sagt die Vorsitzende, die als technische Zeichnerin arbeitet, Ehemann Michael ist Glaser.

Bungalows auf Vereinsareal neu gedeckt

Das Gelände am Mellensee, auf dem der Verein sesshaft ist, hat die Gemeinde kostenlos zur Pacht überlassen. Dafür müssen die Mitglieder bei allem selbst Hand anlegen, Reparaturen aus der Vereinskasse bezahlen. In diesem Jahr wurden die Dächer der Bungalows neu gedeckt, die seit den 1960er-Jahren als Ferien- und Freizeitzentrum des VEB Kombinat Minol, einst Tankstellenmonopolist in der DDR, betrieben wurden. Einige der heutigen Vereinsmitglieder haben dort bei der Betriebssportgemeinschaft (BSG) mit dem Segelsport begonnen. Hartmut Schacht ist einer von ihnen. Er hat auf einem Holzsegelboot der Bootsklasse „Pirat“ auf dem Mellensee die Segel gesetzt.

Heute sind die Minol-Bungalows etwas in die Jahre gekommen. Die neuen Dächer waren dringend nötig. Der Verein hat sie mit von der Gemeinde bewilligten Fördermitteln bezahlt. Nächstes großes Vorhaben sind die alten Boote, die für die Kindergruppe wieder instand gesetzt werden sollen. Doch dafür ist nicht nur die vereinte Muskelkraft nötig, sondern wohl auch einiges Geld. Vielleicht entdeckt der Verein ja irgendwo einen Piratenschatz.

Von Jutta Brekeller

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