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Erneuter Führungswechsel bei SPD Teltow-Fläming Suche nach einer neuen Lichtgestalt

Nach nur gut zwei Jahren tritt die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Teltow-Fläming in die zweite Reihe zurück. Dietlind Biesterfeld (47) wird am Samstag den Job an Erik Stohn (32) übergeben. In ihrer Amtszeit war es Biesterfeld nicht gelungen, in den Kreistag und in den Landtag gewählt zu werden.

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Scheidende Chefin: Dietlind Biesterfeld.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Mehr um Personen als um Inhalte geht es am Sonnabend beim Parteitag des SPD-Unterbezirks Teltow-Fläming. Der Kreisverband der Sozialdemokraten wird am 5. März im Festsaal der „Goldenen 33“, Markt 33 in Luckenwalde, einen neuen Vorstand und vor allem einen neuen Vorsitzenden wählen.

Wie die MAZ berichtete, wird die bisherige Unterbezirksvorsitzende Dietlind Biesterfeld aus Blankenfelde nach zweijähriger Amtszeit nicht wieder antreten, dafür aber für einen der drei Stellvertreterposten kandidieren.

Als neuer Vorsitzender ist der junge Landtags- und Kreistagsabgeordnete Erik Stohn aus Jüterbog auserkoren worden. Er hat bis jetzt keinen Gegenkandidaten.

Gleichwohl überrascht der frühzeitige Wechsel auf der Kommandobrücke der hiesigen SPD, war doch Dietlind Biesterfeld gerade mal gut zwei Jahre am Ruder. Als Gründe für ihren freiwilligen Rückzug gibt sie gegenüber der MAZ berufliche und persönliche Veränderungen an. So habe sie als in Berlin tätige Richterin zusätzliche Aufgaben mit Personalverantwortung übernommen und ihre familiären Verpflichtungen seien gewachsen. Da habe sie für sich die Konsequenz gezogen. „Da muss das Ehrenamt leider zurückstecken“, so Biesterfeld, „Familie und Beruf gehen vor!“

Als sie am 25. Januar 2014 von ihrem Vorgänger Frank Gerhard mit SPD-Käppi statt Kapitänsmütze, Buddelschiff, Kompass, Landkarte und Tauwerk ausgestattet wurde, ahnte man nicht, dass der alte Tanker SPD in noch schwerere See geraten konnte, als er ohnehin schon war. Gerhard war gerade wegen Korruptionsvorwürfen als Landratskandidat gescheitert, die unrühmliche Abwahl des langjährigen SPD-Landrats Peer Giesecke noch nicht vergessen, und der langjährige Kreischef und Landtagsabgeordnete Christoph Schulze hatte die SPD im Streit verlassen und man hatte zwei Bundestagsmandate verloren.

Aber es kam noch schlimmer, vor allem für Dietlind Biesterfeld: Es gelang ihr 2014 weder in den Kreistag noch in den Landtag gewählt zu werden. Besonders schmerzhaft war, dem zu den Freien Wählern übergelaufenen Christoph Schulze unterlegen zu sein. So war es ihr nicht vergönnt, als hauptberufliche Politikerin Flagge zu zeigen. Mit ihrem ehrenamtlichen Mandat als Gemeindevertreterin in Blankenfelde-Mahlow konnte sie nicht auf den Gesamtkreis ausstrahlen. So blieb sie immer im Schatten ihres Vorgängers, der Lichtgestalt Frank Gerhard. Als er vor einem Jahr plötzlich starb und kurz darauf auch noch ihr „Erster Offizier“ Roland Habich, der ihr als ihr Stellvertreter im Kreisvorstand immer den Rücken frei gehalten hatte, ebenso unerwartet verschied, war die Belastungsgrenze wohl erreicht.

In dieser Situation bot es sich geradezu an, dass Erik Stohn das Ruder übernimmt. Unterstützt wurde er dabei vor allem von den jüngeren Genossen. Er selbst sieht seinen Vorteil darin, dass er aufgrund seiner kommunalpolitischen Mandate als Stadtverordneter in Jüterbog und als Kreistagsmitglied gut vernetzt ist. „Ich stecke in den Themen drin und kann einige Sachen auch am Vormittag vorbereiten“, so Stohn, was Biesterfeld mit ihrem Fulltime-Job nicht könne.

Die Neubesetzung des Unterbezirksvorstands hält Stohn für einen „guten Tausch“: „Dietlinds Kompetenz insbesondere für den Norden und den BER bleibt erhalten“, so Stohn, weshalb er froh sei, dass sie an Bord bleibe. Er selber hätte sich diese zusätzliche Aufgabe nicht an Land gezogen, „ohne ein Gutes Team an meiner Seite“. Der geschäftsführende Vorstand, so er denn in der erwarteten Zusammensetzung gewählt wird, werde vom Durchschnittsalter her fast 20 Jahre jünger sein als der bisherige, hat SPD-Pressesprecher Detlef Schlüpen (66) ausgerechnet. Die meisten werden halb so alt sein wie er, der selber nicht wieder antritt. „Wir werden als alte Sozis zurücktreten und sagen: ,Macht mal Jungs’“, so Schlüpen.

Von Hartmut F. Reck

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