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Süßer Wettstreit mit adliger Beteiligung

Klemmkuchenfest in Jüterbog Süßer Wettstreit mit adliger Beteiligung

In Jüterbog trauten sich zum Klemmkuchenfest wieder ein paar Mutige selbst ans Eisen. Noch warm wurden die gerollten Spezialitäten an die Besucher auf dem Hof vom Damm 119 verschenkt. Schon zum dritten Mal lud der Heimatverein Jüterboger Land zu dem Event ein.

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Die Vorjahressieger Erik Stohn und Xuefang Leis konnten ihren Titel verteidigen.

Quelle: Victoria Barnack

Jüterbog. In Jüterbog legen die höheren Schichten noch selbst Hand an. Ob das vor hunderten von Jahren auch so war, weiß tatsächlich niemand. Nichtsdestotrotz stellen sich die Herrschaften vom Heimatverein Jüterboger Land alljährlich gern an das Eisen und backen Klemmkuchen. Noch warm werden die gerollten Spezialitäten dann an die Besucher auf dem Hof vom Damm 119 verschenkt.

Schon zum dritten Mal lud der Verein gemeinsam mit Gastgeberin Bettina Krähe zum Klemmkuchenfest ein. Ab 14 Uhr wurden die ersten Teigfladen mit nackten Fingern vom Eisen gezogen. „Ist das nicht heiß?“, kam prompt die Frage von Yvonne I. Denn auch das Jüterboger Prinzenpaar hatte sich zum inzwischen traditionellen Wettbacken angemeldet. „Wir haben das allerdings noch nie gemacht“, gaben die beiden einzigen echten Hoheiten auf dem Fest zu. Deshalb durfte auch vorher Probe gebacken werden, wobei schnell klar wurde: Es ist gar nicht so leicht, wie es aussieht. Immerhin waren die Rollen schnell verteilt. Prinz Thomas VI. überließ seiner Gemahlin den schwierigeren Job und hielt das Klemmeisen, während sie das Gebäck in eine schöne Form bringen musste.

Auf eine klare Rollenverteilung setzten auch die Spontan-Starter im Feld. Kämmerer René Wolter verließ sich ganz auf die vielsagenden Blicke seiner Partnerin Marianne Zygar. Erfahrung ist im Klemmkuchensport eben doch alles. Denn der weibliche Part im Team wusste ganz genau, wann der Teig nicht mehr zu roh ist und wann er über dem Feuer – am Sonntag allerdings nur ein Gasherd – gewendet werden muss.

Doch das Klemmkuchenfest, das seit drei Jahren auf dem Gelände des Restaurants Damm 119 gefeiert wird, soll in erster Linie Spaß machen. „Das tut es auf jeden Fall“, resümierte Ines Müller. Sie und ihre beiden Begleiter trauten sich zwar nicht, beim Wettstreit mitzumachen, bewiesen aber dennoch ihr Fachwissen. „Einmal im Jahr treffen wir uns mit Freunden und backen mit den alten Eisen über offenem Feuer“, erzählte Roland Sobotzki. Das private Rezept wurde natürlich nicht verraten.

Wer am Sonntag nicht nur über die Kunst des Klemmkuchenbackens oder Teiganrührens fachsimpeln wollte, für den war die Scheune auf dem Damm 119 geöffnet. Dort zeigten andere Handwerker ihr Können. Unter anderem konnte das Mehl für den Klemmkuchenteig selbst gemahlen werden. Auch eine Sammlung verschiedener Eisen wurde ausgestellt.

Von Victoria Barnack

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