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Teltow-Fläming Whistleblower Ennullat hat neuen Job
Lokales Teltow-Fläming Whistleblower Ennullat hat neuen Job
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08:46 25.02.2015
Sewn Ennullat Quelle: Reck
Luckenwalde

Der Landkreis Teltow-Fläming hat einen neuen Jugendamtsleiter. Am Montagabend wählte der Kreistag in nicht öffentlicher Sitzung den 38-jährigen ehemaligen Polizisten und vormaligen Fachgebietsleiter in der Stadtverwaltung von Königs Wusterhausen, Swen Ennullat, in diese Position.

Ennullat war von einer Auswahlkommission als am besten bewerteter Kandidat vorgeschlagen worden. Er hatte sich bereits auf der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses im nicht öffentlichen Teil vorgestellt und wurde auch am Montagabend nach Luckenwalde eingeladen, um sich den Kreistagsmitgliedern vorzustellen.

Bereits im Vorfeld wie dann auch im Kreistag kam es nach MAZ-Informationen zur Kritik an dem Auswahlverfahren. So soll vor allem die SPD-Fraktion bemängelt haben, dass der Kandidat weder ausgebildeter Sozialarbeiter beziehungsweise Sozialpädagoge sei noch vergleichbare Qualifikationen besitze. Laut Sozialgesetzbuch sollte aber eine solche Stelle entsprechend besetzt sein. Dies war wohl auch in der ersten Stellenausschreibung als Voraussetzung angegeben, brachte aber nicht die erwartete Bewerberzahl, zumal es sich zudem um eine Angestellten-Stelle und keinen Beamtenposten handelt.

Aus der Kandidatenschar der zweiten Ausschreibung ging nach Einschätzung der Auswahlkommission Swen Ennullat als geeignetster Bewerber hervor. Er wurde am Montag von Landrätin Kornelia Wehlan und von Sozialdezernentin Kirsten Gurske (beide Linke) empfohlen.

Nach längerer Beratung und zwischenzeitlicher Befragung des Kandidaten wurde Ennullat, der CDU-Mitglied ist, mehrheitlich gewählt. Nach MAZ-Informationen stimmte die SPD aus fachlichen Gründen gegen ihn. Linke und CDU sollen geschlossen für ihn gestimmt haben. Etwaige parteipolitische Absprachen wies CDU-Chef Danny Eichelbaum gegenüber MAZ als „reine Spekulation“ zurück.

DIE GESCHICHTE IM NETZ

  • Die Geschichte um Swen Ennullat (38), der zweimal zum Whistleblower wurde und dafür seine Karriere riskierte, hat auch das DokZentrum anstageslicht.de im Internet ausführlich aufbereitet.
  • Das „Dokumentationszentrum Couragierte Recherchen und
  • Reportagen“ ist an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg angesiedelt und arbeitet eng mit dem deutschen Whistleblower-Netzwerk zusammen.
  • Info: www.anstageslicht.de/Ennullat

Von Hartmut F. Reck

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