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Teltow-Fläming Syrische Kunst beim Flüchtlingsseminar
Lokales Teltow-Fläming Syrische Kunst beim Flüchtlingsseminar
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00:17 25.05.2017
Abed Al-Hakeem Alsalameen und Christine Stach eröffneten den Tag mit Vernissage und Schulung. Quelle: Gerald Bornschein
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Luckenwalde

Zwei ganz unterschiedliche Aktionen hat die für Teltow-Fläming tätige Koordinierungsstelle „Integration geflüchteter Menschen“ der Gemeinnützigen Arbeitsförderungsgesellschaft Klausdorf (GAG) verknüpft: die Ausstellung mit Bildern eines syrischen Künstlers und einen Workshop zum deutschen Arbeitsrecht.

Künstler aus Syrien will von seiner Kunst leben können

Seit fast eineinhalb Jahren ist Abed Al-Hakeem Alsalameen in Deutschland, gemeinsam mit seiner Frau und zwei inzwischen erwachsenen Kindern lebt er in einer Wohnung in Luckenwalde. Viele Bilder hat der 52-Jährige seitdem gemalt. Einen Ausschnitt verschiedener Techniken und Motive mit dem Titel „Vielfalt und Schönheit“ ist seit Freitag in der Grabenstraße zu sehen. Abed Al-Hakeem Alsalameen wünscht sich, dass die Betrachter „Kraft und Freude aus den Bildern mitnehmen“. In Syrien hatte er zwei Jahre Kunstausbildung genossen, in Deutschland besucht er derzeit Integrations- und Sprachkurse. Bereits zwei Praktika hat er bei der Kreishandwerkerschaft in Jüterbog absolviert. Dort ist auch ein ausgestelltes Mosaikbild entstanden. Ansonsten arbeitet der Künstler mit Pastell, Kohle oder Acrylfarben.

Zweimal pro Woche gibt er außerdem Kunstunterricht für die Kinder im Flüchtlingsheim Grabenstraße. Die Malerei ist für ihn nicht nur Hobby, sondern Abed Al-Hakeem Alsalameen möchte gern von seiner Kunst leben. Alle Bilder sind zu kaufen, außerdem nimmt der Syrer auch gern Porträtaufträge an.

Fachstelle „Migration und gute Arbeit“ informiert

Auch andere Flüchtlinge wünschen sich, in Deutschland von ihrer Arbeit leben zu können. Tipps zu rechtlichen Rahmenbedingungen dafür kamen von der Fachstelle „Migration und gute Arbeit“ Brandenburg. Die Netzwerk-Koordinatorin der GAG, Christine Stach, appellierte an die anwesenden Flüchtlinge, die Schulung zu verfolgen, „auch wenn sie jetzt noch keine Arbeit haben“, denn die Informationen seien wichtig.

Publikum und Schulungsteilnehmer Quelle: Gerald Bornschein

Von der Potsdamer Beratungsstelle sprachen Birgitta Wodke und Mouna Maaroufi Probleme wie Lohnzahlung, Kündigung oder Arbeitsunfälle an und erläuterten die Rechtslage. Auf Deutsch und Arabisch traten sie in den Austausch mit den Besuchern, um auch auf deren Erfahrungen zu reagieren.

Land finanziert Beratungsstelle

Die Beratungsstelle wird seit Mai 2016 vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie finanziert und ist für das ganze Land Brandenburg zuständig. Neben dem Sitz in Potsdam und der mobilen Beratung – auch in Unterkünften der Flüchtlinge – sind vier weitere Beratungsstellen geplant. Abhängig von der Situation vor Ort könnte auch Luckenwalde künftig dazugehören.

Die Ausstellung Bilder ist bis Mitte Juni in den Räumen der GAG Klausdorf in Luckenwale, Grabenstraße 6a, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr zu sehen.

Von Gerald Bornschein

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