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TF-Preise für Willkommenskultur

Neujahrsempfang des Kreises Teltow-Fläming TF-Preise für Willkommenskultur

Die Verleihung der diesjährigen Teltow-Fläming-Preise zählte zu den Höhepunkten des Neujahrsempfangs im Luckenwalder Kreishaus. Geehrt wurden der Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Großbeeren, der Verein „Raduga“ aus Altes Lager und das Integrationsprojekt „Luckis Muckis“ der Ringer des 1. Luckenwalder Sportclubs. Sie stehen für Willkommenskultur.

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Die diesjährigen TF-Preisträger mit ihren Laudatoren Andreas Schulz (MBS-Vorstandsvorsitzender, 4. v. l.), Doris Lemmermeier (Integrationsbeauftragte des Landes, vorn) und Oliver Pienz (Vorsitzender des Kreissportbundes, 2. von rechts) sowie Landrätin Kornelia Wehlan (ganz links) und Brandenburgs Arbeits- und Sozialministerin Diana Golze (rechts).

Quelle: Frank Nessler

Luckenwalde. Groß war der Jubel bei den Teltow-Fläming-Preisträgern 2016. Wer geehrt wird, ist stets ein gut gehütetes Geheimnis. Es wird traditionell erst auf dem Neujahrsempfang des Landkreises gelüftet. Am Freitagabend war es so weit. Die Verleihung der diesjährigen Teltow-Fläming-Preise zählte zu den Höhepunkten der Veranstaltung mit rund 500 geladenen Gästen im Luckenwalder Kreishaus.

Den Teltow-Fläming-Preis 2016 bekamen der Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Großbeeren, der Verein „Raduga“ aus Altes Lager und das Integrationsprojekt „Luckis Muckis“ der Ringer des 1. Luckenwalder Sportclubs. Allen drei Preisträgern ist eins gemeinsam, sie stehen für Willkommenskultur im Kreis Teltow-Fläming. Die Preise wurden passend zum Motto des diesjährigen Empfangs „Kulturelle Vielfalt – ein Gewinn für unsere Region“ vergeben. Das Thema der Veranstaltung stand übrigens schon im Sommer fest, lange bevor die Flüchtlingswelle den Landkreis erreichte und die Schlagzeilen bundesweit bestimmte.

Eingeladen waren am Freitagabend vor allem Bürger, die sich in der Flüchtlingshilfe oder in der Integrationsarbeit mit Neuankömmlingen engagieren. Zu den Gästen zählten aber auch Migranten selbst, die im Kreis Teltow-Fläming eine Heimat gefunden haben. Außerdem wurden Diana Golze (Linke), Brandenburgs Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, sowie Bundestags-, Landtags- und Kreistagsabgeordnete, Bürgermeister, Wirtschaftslenker sowie die Landräte der brandenburgischen Nachbarkreise Elbe-Elster und Potsdam-Mittelmark sowie die Landrätin des polnischen Partnerkreises begrüßt.

Nach flotten Rhythmen der Musiker von „Trommelfieber“ ergriffen der Kreistagsvorsitzende Gerhard Kalinka (FDP) und Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) am Freitagabend das Wort. In ihren Reden sprachen sie sich für ein Miteinander und gegen die Ausgrenzung von Flüchtlingen aus. „Einige haben bereits fertige Antworten, die sie in einer Unkultur des Hasses, der persönlichen Angriffe und Einseitigkeit verbreiten“, sagte Kalinka. Dagegen steht nach seinen Worten eine breite und kräftige Kultur der Vielfalt, der Offenheit, in der man miteinander redet, verschiedene Meinungen respektiert, Argumente austauscht, gemeinsame Lösungen sucht und auch Fehler und schiefe Sichtweisen zugeben kann. „Diese Kultur ist ruhiger, besonnener, weit weniger medienwirksam – und insgesamt stärker, da bin ich mir sicher“, sagte der Kreistagsvorsitzende.

Landrätin Wehlan verwies auf die Chancen, die Integration bieten kann. „Ein Leuchtturm in Sachen Vielfalt ist für mich Rolls-Royce. In Dahlewitz sind Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen beschäftigt. Dort sieht man, wie es funktionieren kann“, sagte sie. Ausländische Bürger, so Kornelia Wehlan weiter, sind seit langem in der Region etabliert. „Einwanderung ist eine Bereicherung, und nicht erst in heutiger Zeit. Ich denke an die Flamen, die sogar dem Fläming zu seinem Namen verholfen haben.“ Die Landrätin kündigte ein Integrationskonzept an, das in den kommenden Monaten auf unterschiedlichen Ebenen diskutiert werden wird.

Anlässlich des Neujahrsempfangs waren Werke von ausländischen Künstlern, die im Landkreis leben und arbeiten, in einer Ausstellung zu sehen.

Von Frank Neßler

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