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Tag 10: Motor streikt vor der längsten Etappe

Tour Baruth-Mongolei Tag 10: Motor streikt vor der längsten Etappe

Die Mongolei rückt in greifbare Nähe. Die Baruth-Delegation, die der Partnerstadt Murun drei Rettungsfahrzeuge bringen will, steht am zehnten Tag vor ihrer längsten Etappe: 1000 Kilometer bis nach Irkutsk. Da versagt die Batterie, da blockiert ein Rad und da steht auf einmal eine Kuh auf der Straße.

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Die längste Etappe hatte auch die meisten Pannen.

Quelle: Privat

Baruth. Schreck für die Baruther Mongolei-Expedition am frühen Montagmorgen: Der Motor des VW-Krankenwagen sprang nicht an. 6000 Kilometer von der Heimat entfernt und an diesem Tag mit mehr als 1000 Kilometer die längste Etappe vor sich – da bekam das Team um Bürgermeister und Projektleiter Peter Ilk schon Sorgen, ob das ambitionierte Unterfangen, drei Rettungsfahrzeuge in die mongolische Partnerstadt Murun zu überführen, verwirklichen ließe.

Erfahrener Mechaniker ist im Team

Doch eine Weisheit setzte sich durch: Wer im Osten ist, muss improvisieren können. „Wie immer ist auf solchen Expeditionen nicht alles planbar oder gar voraussehbar“, schreibt Team-Sprecher Ronny Rohland der MAZ. Und auch auf der Facebook-Seite ist zu lesen: „Zum Glück haben wir mit Claus Vetter einen erfahrenen Mechaniker im Team. Das Problem erwies sich als relativ harmlos und war aus eigener Kraft zu lösen. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten wir schon irgendwo eine Werkstatt oder eine andere Lösung gefunden.“ Offenbar war die Batterie an dem Rettungsdienst-Veteran entladen. Der VW hat bereits sieben Jahre auf den Zylindern und 350 000 Kilometer geschafft.

Die Batterie hatte am Morgen versagt

Die Batterie hatte am Morgen versagt.

Quelle: privat

Mit Verspätung ging es los. Ausgerechnet an diesem Tag. Zwölf bis 14 Stunden Fahrtzeit waren für die lange Tour bis nach Irkutsk angesetzt. Die weitere Strecke war zunächst wie gewohnt: schmale Überlandstraßen, die nicht immer eine ebene Asphaltschicht aufwiesen, Lkw-Kolonnen mit waghalsigen Überholmanövern und Tiere, die keinen Unterschied zwischen Weide- und Straßenland machen.

Kuh zwingt zur Vollbremsung

„Eine Kuh erwies sich als besonders renitent, eine Vollbremsung war notwendig, da wir sie fast umgekarrt hätten“, schreibt Ronny Rohland. Wenig später sah das Team in den drei Rettungsfahrzeugen einen schweren LKW-Unfall. „Die Polizei hielt uns an – helfen hätten wir aber so oder so nicht mehr können, die weißen Tücher zeigten das Ende der Reise für die Insassen.“

Eine Kuh ließ sich nicht von der Straße vertreiben – Vollbremsung

Eine Kuh ließ sich nicht von der Straße vertreiben – Vollbremsung!

Quelle: privat

Und dann war da noch die Panne. Bei Tageskilometer 700 wurde ein weiterer ungeplanter Stopp notwendig. An einem Fahrzeug blockierte ein Rad. Wieder war Mechaniker Vetter gefragt. Wieder konnte er das Problem relativ zügig selbst beheben – das Rad musste runter und die Bremse kurz repariert werden. Wieder eine Zeitverzögerung auf der längsten Etappe.

Ankunft erst in der Nacht in Irkutsk

Es wurde spät – und vom Team war schon mehrfach zu hören, wie anstrengend das Fahren unter den ungewohnten Bedingungen ist und wie riskant es vor allem nach Einbruch der Dunkelheit sein kann. Doch um 23 Uhr Ortszeit (etwa 17 Uhr Baruther-Zeit) kam die Truppe in ihrem Hotel in Irkutsk an. „Die Fahrer sind reichlich müde und geschafft bei regelmäßig nur fünf bis sechs Stunden Schlaf und diesen langen Strecken, die wir zu bewältigen haben“, schreibt Ronny Rohland.

Erinnerungen an das Erlebte

An den Abenden können die Teammitglieder die Tage und Erinnerungen ihrer Expedition Revue passieren lassen (nicht über alles konnte an dieser Stelle berichtet werden). Da war etwa die „Straße des Todes“ zwischen Ufa und Kurgan, die ihren Namen vor allem aufgrund der hohen Unfallzahlen bekommen hat – Wracks und ausgebrannte Unfall-Lkw säumten die Strecke. Oder die nahezu verlassene Raststätte in Vyazovaya, wo eine junge Köchin aus dem Nichts heraus Borschtsch für die Baruther zauberte, aber nur einen scheuen Blick aus ihrer Küche heraus auf die Deutschen wagte. Oder Krasnojarsk – die Stadt, von der Ronny Rohland besonders schwärmt. Immerhin hatte Peter Ilk dorthin Kontakte zu Mitgliedern einer früheren Wirtschaftsdelegation, mit denen man einen entspannten Abend genoss.

Die Baruther Truppe mit Freunden in Krasnojarsk

Die Baruther Truppe mit Freunden in Krasnojarsk.

Quelle: privat

Tag 11: Auf zum Baikalsee

Und am Dienstag wartet ein Naturschauspiel auf die Tourer: Es geht ein großes Stück am Baikalsee entlang. Und es sind nur geradezu entspannende 400 Kilometer Fahrtweg.

Gute, pannen- und unfallfreie Reise!

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Bisher in dieser Tour-Serie erschienen:

Rettungswagen unterwegs in die Mongolei

Überholmanöver und Überraschungsmomente

Tag 3: Ankunft in Moskau

Tag 4: Konvoi in Richtung Kontinentalgrenze

Tag 5: Immer weiter in Richtung Ural

Tag 9: 6000 Kilometer sind geschafft

Von Alexander Engels

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