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Tag 4: Konvoi in Richtung Kontinentalgrenze

Tour Baruth-Mongolei Tag 4: Konvoi in Richtung Kontinentalgrenze

Die Straßen werden schlechter, aber die Menschen bleiben freundlich – so ist die Erfahrung der kleinen Baruther Truppe, die derzeit drei Rettungsdienstfahrzeuge in die mongolische Partnerstadt Murun überführt. Und wenn die Polizei sie mal stoppt, dann mehr aus Neugier, wer denn da mit Blaulicht unterwegs ist.

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Rettungswagen auf Tour durch Russland.

Quelle: privat

Baruth. Der Weg in Richtung Mongolei scheint besser zu sein als jede Rettungsgasse auf einer deutschen Autobahn. Der kleine Baruther Konvoi aus drei Rettungs- und Krankenwagen für die Partnerstadt Murun kommt ohne größere Probleme voran. Inzwischen hat er die Kontinentalgrenze zwischen Europa und Asien erreicht.

Tour-Teilnehmer (vl)

Tour-Teilnehmer (v.l.): Delgerbayar Enkhbold, Ronny Rohland, Claus Vetter, Peter Ilk, Petro Tovarnitski und Andreas Kimmel.

Quelle: privat

Auf die sechste Etappe geht die Truppe am Donnerstag. Nach der einzigen echten Hürde bisher – die lettische Grenzstation zu Russland, wo ein Beamter erst auf Weisung der Botschaft die Deutschen durchließ – kommt die Truppe gut voran, teilt Peter Ilk mit. Der parteilose Bürgermeister von Baruth ist der „Expeditionsleiter“, wie seine Mitstreiter ihn nennen. Die drei Fahrzeuge, die aus dem aktiven Rettungsdienst ausgemustert wurden, aber nicht veraltet sind, machen technisch weiterhin keine Probleme.

Enge Straßen mit rasant überholenden Lkw

Die Straßen im westlichen Teil Russlands sind überraschend gut, aber recht schmal, weshalb der Schwerverkehr geradezu erdrückend wirkt – vor allem wenn die schwankenden Lkws rechts überholen. Da ist höchste Konzentration gefragt. Unfälle konnten bislang vermieden werden. Nur in Moskau, wo die Truppe für eine Nacht Station machte, gab es fünfspurige Autobahnen, auf denen die Einheimischen „recht sportlich“ unterwegs waren, wie Team-Sprecher Ronny Rohland berichtet.

Schwerlastverkehr auf russischen Überlandstraßen

Schwerlastverkehr auf russischen Überlandstraßen.

Quelle: privat

Dienstagmorgen ging es früh weiter, um dem morgendlichen Berufsverkehrschaos zuvor zu kommen. Trotzdem dauerte es über eine Stunde hinaus aus der Hauptstadt. Zehn Stunden Fahrzeit lag vor dem Team. Es ging durch die Städte Vladimir, Gorkiy und Nischni Nowgorod. „Alles wirklich schöne Städte, die zum Verweilen einladen“, heißt es im Internet-Tagesbericht, „aber wir auf unserer Mission haben leider keine Zeit für Sightseeing.“ Ziel des Tages war Cheboksary, einer der letzten Städte auf der Route im europäischen Teil Russlands.

„Internationaler Hilfstransport Deutschland-Russland-Mongolei“

Halt machen müssen die Rettungsdienstler auf Mission dennoch ab und zu. Zum Beispiel wenn die Polizei sie aus dem Verkehr zieht, um den für sie seltsamen Blaulicht-Konvoi zu kontrollieren. „Zum Glück haben wir die Fahrzeuge beklebt mit ,Internationaler Hilfstransport Deutschland-Russland-Mongolei’. Das macht Eindruck bei den Beamten“, berichtet Peter Ilk. Nach einem freundlichen Gespräch mit der Polizei ging es weiter.

Tankstop

Tankstop: Tourleiter Peter Ilk, parteiloser Bürgermeister von Baruth.

Quelle: privat

Auch bei Pausen kommt die Baruther Truppe mit Einheimischen ins Gespräch. „Trotz Sprachbarrieren verständigen wir uns prima irgendwie“, so der Bürgermeister weiter, „die Leute sind echt freundlich hier und es gibt keine Ressentiments gegenüber Deutschen – nur gegenüber der Politik von beiden Seiten.“

Verpflegung von daheim war überflüssig

Aber eines hätten die Expeditionsteilnehmer gut zu Hause lassen können, wie sie jetzt feststellen: „Das Fresspakete packen war völlig unnötig.“ , Soljanka, Schaschlik, Pelmeni und das Bier schmecke allen sehr gut. Ein Mitfahrer gesteht: „Die leise Hoffnung, ein wenig abzuspecken auf der Reise, ist völlig umsonst.“

Info: Wer die Reise nach Murun verfolgen möchte, kann das auf der Facebook-Seite „Mit Blaulicht in die Mongolei“ tun.

Von Alexander Engels

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