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Tag 5: Immer weiter in Richtung Ural

Tour Baruth-Mongolei Tag 5: Immer weiter in Richtung Ural

Das Ural-Gebirge rückt näher, aber erreicht hat es der Baruther Rettungswagen-Konvoi am Mittwoch doch noch nicht. Etwas langsamer als geplant kam man voran, was sowohl an den schlechten Straßen als auch an der Kaffeeversorgung und den Sehenswürdigkeiten lag.

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MAZ-Leser Claus Vetter ist mit auf der Tour in die Mongolei.

Quelle: privat

Baruth. Ein guter Tag beginnt mit einem starken Kaffee. Diese eiserne Disziplin legt das Baruther Expeditionsteam auf seiner Tour nach Murun in der Mongolei an den Tag – was allerdings am fünften Tag zu Verzögerungen führte. „Heute ging es mit etwas Verspätung los – es gab da gewisse Probleme mit der essenziellen Kaffeeversorgung“, heißt es dazu auf der Facebook-Seite „Mit Blaulicht in die Mongolei“, die mittlerweile fast 300 „Freunde“ hat.

Langsam fahren: Kühe auf der Straße!

Es ging weiter in Richtung Osten, in Richtung Kontinentalgrenze zu Asien. An schnelles Vorankommen war jedoch kaum zu denken. „Gut ausgebaute Schnellstraßen wechselten sich mit Dorfstraßen mit Kühen ab“, berichtet Peter Ilk, Bürgermeister von Baruth und Projektleiter bei der Überführung von drei Rettungsdienstfahrzeugen in die 9000 Kilometer entfernte Partnerstadt. Hinzu kamen Baustellen, die zu Umleitungen führten. Die Truppe fuhr wir über Kasan, Jelabuga, Kamaz bis nach Ufa. „Wir sind übrigens in der Republik Tataristan“, teilt Ilk mit. 700 Kilometer hatte man am Abend geschafft. „Den Ural müssen wir morgen in Angriff nehmen“, sagt Ilk mit Blick auf den Donnerstag.

Peter Ilk auf der Kriegsgräberstätte Jelabuga mit Führerin Aleksandra

Peter Ilk auf der Kriegsgräberstätte Jelabuga mit Führerin Aleksandra.

Quelle: Privat

Besuch an Soldatengräbern

Einen Stopp legten die Baruther in Jelabuga ein. Dort besuchte Peter Ilk die Kriegsgräberstätte. Der Bürgermeister ist auch Vorsitzender des Kreisverbands Teltow-Fläming im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Straßenlöcher und übermüdete Trucker

Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit wurde den Baruthern das Fahren zu unsicher. „Keine Straßenbeleuchtung oder Markierungen, Löcher und Sprungschanzen, wahnsinnige Überholmanöver, übermüdete Trucker . . .“, zählt der Expeditionsleiter die Gefahren der russischen Landstraßen auf. Prompt beobachtete das Team einen schweren Motorradunfall und drei Kollisionen mit Lastwagen. „Alles gut bei uns, keine Sorge!“, sagt Ilk der MAZ, „wir waren nicht involviert.“ Und zur Hilfe gerufen wurden die drei deutschen Rettungswagen auch nicht.

Drei Veteranen des Rettungsdienstes

Die Fahrzeuge – zwei Mercedes Sprinter, ein VW T5 – sind Veteranen ihres Fachs. Ein Mercedes ist sechs Jahre alt und hat 250 000 Kilometer hinter sich, der andere vier Jahre und 180 000 Kilometer. Der VW hat bereits sieben Jahre auf den Zylindern und 350 000 Kilometer geschafft. Das waren die 3400 Kilometer bis zum Ural nur ein Klacks.

Das Team mit seinen Fahrzeugen

Das Team mit seinen Fahrzeugen.

Quelle: privat

Vor der Fahrt wurden die drei Fahrzeuge vom Autohaus Wenzke in Baruth gecheckt. „Bisher laufen sie sehr zuverlässig durch jeden Tag, 10 bis 14 Stunden lang“, berichtet Ilk, „wir möchten uns bei allen Unterstützern ausdrücklich bedanken, ohne die wäre diese Mission nicht möglich gewesen!“

Jetzt kommt die „Straße des Todes“

Ihre Zuverlässigkeit müssen die Fahrzeuge weiter beweisen. Der nächste Abschnitt führt über die „Straße des Todes“. Es ist eine einspurige Strecke in schlechtem Zustand. Wir wünschen dem Team viel Glück!!!

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Bisher in dieser Tour-Serie erschienen:

Rettungswagen unterwegs in die Mongolei

Überholmanöver und Überraschungsmomente

Tag 3: Ankunft in Moskau

Tag 4: Konvoi in Richtung Kontinentalgrenze

Von Alexander Engels

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